Garten

Gewächshaus

Ein Gewächshaus will richtig gewählt sein. Lesen Sie hier welche Arten Gewächshäuser es gibt, was ein gutes Gewächshaus ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Gewächshaus.

Gewächshaus – Typen

Bei Gewächshäusern unterscheidet man drei Grundtypen: dem Kalthaus, dem temperierten Gewächshaus sowie dem Warmhaus. Für welches Gewächshaus Sie sich entscheiden sollten, hängt von den Pflanzen ab, die Sie darin aufziehen möchten.

Kalthaus
Bei einem Kalthaus wird wiederum zwischen einem Kalthaus mit Heizung oder ohne unterschieden. Kalthäuser ohne Heizung eignen sich vor allem zu Ziehen von Wintergemüse oder auch zur Überwinterung von Freilandpflanzen. Die Pflanzen werden hier lediglich vor Frost geschützt.
Bei Kalthäusern mit Heizung kann die Temperatur im Winter auf 5 bis 10 °C reguliert werden.

Temperiertes Gewächshaus
In diesen Gewächshäusern fühlen sich beispielsweise Zimmerpflanzen, einige Orchideenarten und Farne sehr wohl. Die Tagestemperatur beträgt hierin ca. 16 °C; nachts bei ca. 11 °C.

Warmhaus
Das Warmhaus eignet sich vor allem für die Aufzucht von Tropfenpflanzen. Der Temperaturbereich liegt hier tagsüber bei 25 °C und nachts bei 17 °C.

Gewächshaus – Bauarten

Die typische Form eines Gewächshauses ist rechteckig. Es verfügt meist über ein Satteldach. Teilweise können Sie aber auch Gewächshäuser mit Tonnendächern finden. Um die Pflanzen darin richtig unterbringen sowie sich dort frei bewegen zu können, sollten die Höhe der Wände nicht unter 2 Metern liegen. Die Breite des Gewächshauses sollte des weiteren nicht kleiner als 2,50 Meter sein. Gewächshäuser werden oft als Selbstmontagesätze angeboten, so dass beim Aufstellen lediglich eine helfende Hand benötigen.

Konstruktionsteile
Als Material für die Grundkonstruktion wird vor allem Aluminium verwendet. Es ist nicht nur leicht sondern auch sehr stabil. Da das Aluminium mit der Zeit seinen Glanz verliert, finden Sie im Fachhandel auch Aluminiumprofile, die mit einer Farbeschichtung überzogen wurden. Aber Aluminium hat auch einen Nachteil: Die Isolierfähigkeit dieses Materials ist sehr mangelhaft, so dass Sie für Gewächshäuser, die mehr als nur Frostschutz im Winter dienen sollen, auf thermische getrennte Profile aus Aluminium zurückgreifen sollten.
Als weiteres Material für die Grundkonstruktion findet sich bei den Gewächshäusern immer wieder auch Stahl. Dieser wird aber lediglich bei Foliengewächshäusern eingesetzt.
Holz ist ebenfalls ein Material, welches für die Konstruktionsteile immer wieder gerne eingesetzt wird. Es besitzt die Eigenschaft, dass es keine Wärme nach außen leitet und gerade dies macht es für den Einsatz im Gewächshaus äußerst attraktiv. Allerdings hat Holz den Nachteil, dass für die Stabilität von größeren Gewächshäusern entsprechend dicke Balken notwendig sind, welche den Lichteinfall vermindern.
Empfehlenswert wäre hier aber eine Kombination aus Aluminium und Holz, was dem Gewächshaus neben einer guten Isolierung auch ein ansprechendes Aussehen verleiht.

Gewächshaus – Pflanzenpflege

Im Gegensatz zu Pflanzen, die im Freiland wachsen, benötigen Pflanzen im Gewächshaus eine andere Pflege.

Boden
Der Boden in einem Gewächshaus wird in der Regel sehr intensiv bebaut. Auch ist hier zu berücksichtigten, dass dieser im Gegensatz zur Freilandaufzucht von Pflanzen auch sehr einseitig genutzt wird. Sie sollten aus diesem Grund gerade dem Boden besonderes Augenmerk schenken. Achten Sie deshalb auf eine gute Humusversorgung des Grundbeetes. Als Dünger sollten Sie auf organische Erzeugnisse zurückgreifen, da mineralische Dünger hier schnell zu einer Versalzung des Bodens führen können. Eine Möglichkeit ist es hier, regelmäßig Kompost auf den Beeten zu verteilen. Im Herbst sorgt gut verrotteter Stallmist für eine ausreichende Grunddüngung.

Bewässerung
In einem Gewächshaus ist der Wasserbedarf fast doppelt so hoch wie bei Freilandpflanzen. Der Grund hierfür liegt in den höheren Temperaturen, die in einem Gewächshaus herrschen. Tägliche Bewässerung ist hier also unumgänglich. Abhilfe können hier automatische Bewässerungstechniken helfen. Bewässerungsanlagen mit Tropfstellen, die die Pflanzen mit kleinen Wassertropfen versorgen, sollten hier vor allem morgens eingeschaltet werden. So können gerade in den kühleren Jahreszeiten die Blätter bis zum Abend vollständig abtrocknen und hier durch die Kälte keinen Schaden nehmen.

1 Kommentar

  • Welchen Boden bringe ich in das Gewächshaus.Ich dachte als Untergrund Rindenmulch und darÜber nährstoffreichen Humusboden???
    Ziehen mÖchte ich in dem Gewächshaus Gurken; und im FrÜhjahr März/April Salat

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