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Gehörschutz

Ab einer gewissen Lärmbelastung schreibt das Gesetz einen GehÖrschutz vor. Lesen Sie hier welcher Regeln zum GehÖrschutz es gibt und welche Unterschiede es bei GehÖrschutz gibt.

Gehörschutz – Zusammenfassung

Am 1. Dezember 1974 ist die sogenannte UVV (Unfallverhütungsvorschrift) „Lärm“ in Kraft getreten, die unter anderem regelt, ab welchem Lärmpegel (gemessen in Dezibel) am Arbeitsplatz vom Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden muss und wann die Arbeitnehmer verpflichtet sind, einen Gehörschutz zur eigenen Sicherheit zu tragen. Doch nicht nur in Arbeitsbereichen, auch auf privater Ebene (z.B. bei lauten Sport- oder Musikereignissen, bei Heimwerkarbeiten oder lauten Nebengeräuschen im Wohnbereich) ist es manchmal notwendig oder empfehlenswert, sich zum Schutz vor Gehörschäden, zur besseren Konzentration oder zum besseren Einschlafen mit einem geeigneten Gehörschutz auszustatten.

Gehörschutz – Unterschiede

Der für den privaten oder auch für manchen Arbeitsbereich bekannteste Gehörschutz sind kleine Ohrstöpsel aus Wachs oder Schaumstoff, die durch eine gute Geräuschdämmung für mehr Ruhe beim Arbeiten oder in der Freizeit sorgen. Diese kleinen Stöpsel sind angenehm zu tragen und können, wenn sie aus Schaumstoff hergestellt sind, auch mehrfach (bis zu viermal, von der gleichen Person) verwendet werden – spätestens danach sollten sie aus hygienischen Gründen aber unbedingt entsorgt werden. Um den Gehörgang vor dem Eindringen von Wasser oder vor Wind zu schützen, sind auch spezielle, einmalig verwendbare schalldurchlässige Wolle-Kugeln auf dem Markt, deren ganz besonderer Zweck das Verhindern von Entzündungen bei empfindlichen Ohren ist. Einen wirklich spürbaren Gehörschutz bieten diese Kugeln allerdings nicht.

Wenn Sie Ohrstöpsel als Gehörschutz regelmäßig verwenden, empfiehlt sich die Anschaffung von Stöpseln aus weichem Kunststoff. Nach dem Tragen sind sie leicht mit Wasser und Seife zu reinigen und können nach dem Trocknen wieder eingesetzt werden. Im Angebot sind diese „Dauer-Stöpsel“ auch in peppigen Farben, und der Schalldämmwert (SNR-Wert) ist mit bis zu 35 Dezibel gegenüber Stöpseln aus den bereits erwähnten anderen Materialien hervorragend.

Damit die Gehörschutzstöpsel nicht so schnell verloren werden können, werden Schnurstöpsel angeboten, welche bei der Arbeit an bestimmten Maschinen mit beweglichen Teilen aus Sicherheitsgründen nicht verwendet werden dürfen. Hier empfiehlt sich, gerade auch für Brillenträger, eventuell die Anschaffung von Bügelstöpseln – diese sind allerdings z.B. beim Arbeiten am Schweißgerät wegen des Tragens speziell hierfür zu verwendender Schutzschirme nicht empfehlenswert.

Im Gegensatz zu den im Handel zu erwerbenden Standard-Ohrstöpseln können sogenannte „Otoplastiken“ aus Silikon angeschafft werden, die für den Tragenden individuell hergestellt werden und daher in der Anschaffung relativ teuer sind. Otoplastiken können dauerhaft verwendet werden und bieten gute ergonomische Eigenschaften. Die Reinigung gestaltet sich als etwas aufwendiger als bei den Gehörschutzstöpseln, und es sollte aus Sicherheitsgründen eine Überprüfung der Funktionalität durchgeführt werden.

Wer auf Stöpsel aus arbeitstechnischen Gründen oder wegen einer Unverträglichkeit verzichten muss, kann alternativ einen Kapselgehörschutz tragen. Kapselgehörschützer machen auch in den Fällen Sinn, in denen beispielsweise nur kurzfristig ein Gehörschutz erforderlich ist und müssen verwendet werden, wenn ein extremer hoher Lärmpegel herrscht, da viele Modelle einen wesentlich höheren SNR-Wert aufweisen als Stöpsel. Kapselgehörschützer gibt es auch in Kombination mit einem Helm und werden in diesen Fällen als Schallschutzhelme bezeichnet. Das zusätzliche Verwenden von Stöpseln bietet den optimalen Schutz. Durch Verunreinigungen, Beschädigungen der Dichtungskissen oder der Bügel können Kapselgehörschützer ein Sicherheits- und Gesundheitsrisiko darstellen, deshalb sollten sie unbedingt regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

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