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Füllstandssensor

Mit einem Füllstandssensor werden Flüssigkeiten in Behältern überwacht. Bei Erreichen des Grenzwertes geben Füllstandssensoren ein Signal ab. Füllstandssensoren gibt es mit verschiedenen Messprinzipien. Welche Messverfahren es gibt und wofür ein Füllstandssensor eingesetzt wird, erfahren Sie hier.

Füllstandssensor – Messprinzip und Anwendungsgebiete

Kapazitiver Füllstandssensor – Funktion:

Das kapazitive Messprinzip ist eines der meist verbreiteten Verfahren in der industriellen Messtechnik zur Füllstandmessung. Behälter und Sensor bilden die Elektroden eines Kondensators. Eine Kapazitätsänderung bewirkt durch die Füllstandsänderung wird elektronisch ausgewertet und in ein Signal umgewandelt.

Kapazitiver Füllstandssensor – Anwendungsgebiete:

Der kapazitive Füllstandssensor wird in Materialaufbewahrungsbehältern eingesetzt. Dies kann auch mit Sensoren in verschiedenen Höhen geschehen. Er ermittelt den Füllstandes von Schüttgütern sowie Flüssigkeiten und wird für eingesetzt z.B. in der Glas-, Nahrungsmittel-, Keramik-, Beton-, Gips-, Kosmetik- und Chemieindustrie. Sand, Kalk, Kies, Getreide, Zucker, Reis, Waschmittel, Schokolade oder Cerealien sind Materialbeispiele zur Füllstandsmessung mit dem kapazitiven Füllstandsmesser.

Radar Füllstandssensor – Funktion:

Ein Sender strahlt Impulse auf das zu messende Produkt, die Füllgutoberfläche reflektiert diese und der Empfänger nimmt sie wieder auf. Über die Zeit vom Senden bis zum Empfangen der Signale ermittelt das System den Füllstand. Neueste Mikroprozessortechnologie filtert das Füllstandsecho aus einer Vielzahl von Störreflexionen heraus. Ein Abgleich mit leerem und vollem Behälter ist nicht notwendig, da durch einfache Eingabe der Behälterabmessungen ein füllstandproportionales Signal zur Anzeige gebracht werden kann.

Radar Füllstandssensor – Anwendungsgebiete:

Umgebungstemperatur und vom Umgebungsdruck beeinflussen die Ausbreitung der Mikrowellen des Füllstandssensors nicht. Damit sind unter schwierigsten Prozessbedingungen Radar Füllstandssensor ideal. Für den Radar Füllstandssensor sind Druck bis 160 bar und extreme Temperaturen kein Problem für die Füllstandmessung von Flüssigkeiten. Auch für aggressive Medien ist der Radar Füllstandssensor einsetzbar.

Ultraschal Füllstandssensor – Funktion:

Ein Schallwandler strahlt Ultraschallimpulse von 10 kHz bis 70 kHz auf das zu messende Produkt. Von der Füllgutoberfläche reflektiert fängt der Schallwandler sie dann wieder auf. Die Funktion ist im Weiteren prinzipiell wie beim Radar Füllstandssensor.

Ultraschal Füllstandssensor – Anwendungsgebiete:

In einem Messbereich von 5 m bis zu 70 m können Füllstände gemessen werden. Dies ist möglich durch unterschiedliche Sendefrequenzen. Eine ideale Ausrichtung der Sensoren im Schüttgutbereich können durch Schwenkhalterungen ermöglicht werden.

Mikrowelle Füllstandssensor – Funktion:

Mikrowellenimpulse werden auf ein Seil oder Stab gekoppelt und entlang der Sonde geführt .Auf ein Seil oder Stab gekoppelte, hochfrequente Mikrowellenimpulse werden von der Produktoberfläche reflektiert und dann von der Auswertelektronik aufgefangen. Diese Füllstandechos werden dann von einem Mikroprozessor identifiziert, bewertet und in eine Füllstandinformation umgesetzt.
Der aufwändige Abgleich mit dem Produkt entfällt dank des Messprinzips. Die Geräte werden auf die benötigte Sondenlänge abgeglichen. Durch die kürzbaren Ausführungen der Seile und Stäbe ist der Vorteil einer beliebigen Anpassung an unterschiedlichste Gegebenheiten vor Ort möglich.

Mikrowelle Füllstandssensor – Anwendungsgebiete:

Messungen von Öl auf Wasser oder Lösemittel auf Wasser sind typische Anwendungen.

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