Geldanlage & Finanzen

Fremdwährungsdarlehen

Sie wollen ein Haus kaufen und haben Kreditbedarf? Sie schrecken aber wegen des hohen effektiven Jahreszins vor diesem Schritt zurück? In einem solchen Falle locken etliche Geldinstitute mit Traumkonditionen für Fremdwährungsdarlehen. Doch wie funktioniert ein Fremdwährungsdarlehen, wo liegen die Chancen und welche Risiken birgt ein Fremdwährungsdarlehen? Erste Antworten bieten wir Ihnen hier!

Von einem Fremdwährungsdarlehen wird gesprochen, wenn das Darlehen in einer anderen Währung als Euro vergeben wird. Wegen der niedrigen Zinsen, die sowohl in der Schweiz als auch in Japan zu zahlen sind, nimmt der Käufer bei einem Fremdwährungsdarlehen das Darlehen zumeist in Schweizer Franken oder Japanischen Yen auf. Die Auszahlung des Geldes erfolgt in Euro. Die Zinszahlung plus Tilgung erfolgt in der fremden Währung, wird also z.B. monatlich zum jeweils aktuellem Kurs abgerechnet und dem Darlehensnehmer in Euro auf seinem Konto belastet. Somit trägt der Darlehensnehmer bei einem Fremdwährungsdarlehen ein Wechselkursrisiko beim Transfer Japanischer Yen/ Schweizer Franken in Euro und umgekehrt. Sie lassen sich demnach auf eine Devisenspekulation ein, eine dauerhafte Beobachtung der gewählten Währung ist somit unbedingt notwendig.

Konditionen

Die Konditionen ändern sich ständig und sind von Kreditinstitut zu Kreditinstitut sehr unterschiedlich. Um die für Sie und Ihr Vorhaben sinnvollste Bank und Konditionen festzustellen, ist eine sorgfältige Vorprüfung erforderlich.

Voraussetzungen

Bei einem Fremdwährungsdarlehen stellen die Banken zumeist besonders hohe Anforderungen an die Zahlungsfähigkeit des Darlehennehmers. So kommt es nicht selten zu einer fiktiven Kapitaldienstprüfung mit acht bis zehn Prozent der Darlehenssumme. Desgleichen sind die Anforderungen an die Immobilie erhöht. Aber auch hier gilt, dass die Bedingungen bei verschiedenen Banken weit auseinander gehen können.

Fremdwährungsdarlehen – Chancen und Risiken

Solange Zinsen und Wechselkurs der Darlehenswährung konstant bleiben oder gar sinken, liegt der Vorteil auf der Seite des Kreditnehmers. Verliert die Fremdwährung an Wert, ist das zum Vorteil des Investors, muss er nun weniger Darlehen zurückzahlen. Riskant wird es jedoch, sobald der Wert der Fremdwährung zum Euro steigt oder aber die Zinsen angehoben werden. In beiden Fällen verteuert sich der Kredit. Bevor man ein entsprechendes Darlehen aufnimmt sollte man sich immer vor Augen halten, dass Kursschwankungen normal sind und unbedingt in die Finanzierung einbezogen werden müssen. Steigt zum Beispiel der JPY um 60 Prozent, müssen 60 Prozent mehr Darlehen zurückgezahlt werden: also anstatt 100.000 Euro 160.000 Euro. Genauso verhält es sich mit den Zinszahlungen bei einem Fremdwährungsdarlehen, sind doch die Zinszahlungen in der Währung der Darlehenssumme zu zahlen. Da Fremdwährungskredite zudem mit variablem Zinssatz ausgestattet sind, ist das Risiko steigender Kreditzinsen evident.

In vielen Fällen bieten Banken diese Dartlehen in Verbindung mit einer Tilgung über Aktienfonds oder fondsgebundene Lebensversicherungen an. Somit steht neben dem Zins- und Währungsrisiko noch das Kursrisiko der Fonds.

Fazit

Mit einem Fremdwährungsdarlehen geht der Kreditnehmer eine Devisenspekulation ein, bei der er auf gleichbeleibende oder sinkende Zinsen und Wechselkurse spekuliert. Wer dieses Risiko eingehen will und kann hat wirklich die Chance, sehr große Gewinne zu machen. Auf der anderen Seite kann es aber auch zu großen Verlusten kommen.

1 Kommentar

  • ACI Dubai Fonds wurden sehr oft von Anlegern mit Fremdwährungsdarlehen finanziert. Nun stecken die ACI Dubai Fonds – wie man munkelt – in Schwierigkeiten. Was kann ich mit meiner Fremdfinanzierung machen ? Die Wechselkurse und die Immobilienpreise in Dubai sind weggebrochen. Was kann man bei Fremdwährungsdarlehen machen ? Kann ich den ACI Dubai Fonds für die Wechselkursrisiken in Anspruch nehmen ?

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