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Espresso

Der richtige Espresso-Kaffee ist eine Wissenschaft fÜr sich. Espresso in ganzen Bohnen oder als fertiges Espresso-Pulver ? Welche Espresso Sorte ? Die richtige Zubereitung ? Das wichtigste zum Thema Espresso.

Espresso – Geschichte

Venezianische Kaufleute brachten Anfang des 17. Jahrhunderts die ersten Kaffeesäcke mit nach Europa. Es dauerte aber noch etwa zwei Jahrhunderte, bis Kaffeeliebhaber auf die Idee kamen, erstmals heißes Wasser durch fein gemahlenes Kaffeepulver mit Hilfe von hohem Druck zu pressen. Obwohl bereits 1901 die ersten kommerziellen Espressomaschinen zum Handel angeboten wurden, meldete Achille Gaggia erst 1938 diese Idee zum Patent an.

Espresso – Begriffsdefinition

Espressokaffee ist im Gegensatz zum handelsüblichen dünnflüssigen deutschen Kaffee von cremiger Konsistenz mit einem aromatischen Geschmack. Er wird in der Regel in kleinen Tassen serviert, worin sich lediglich zwei bis drei Schlücke des schmackhaften Getränks befinden.

Espresso – Kaffeebohnen

Bei der Zubereitung eines Espressos kommen die gleichen Kaffeebohnen zur Anwendung, wie sie ansonsten auch beim herkömmlichen Kaffee verwendet werden. Allerdings gibt es hier einen gravierenden Unterschied: Die Röstung. Die Bohnen für den Espresso müssen deutlich dunkler geröstet werden. Die Bohnen werden hierzu langsam und gleichmäßig erhitzt. Gute Espressosorten erkennen Sie daran, dass diese bis zu 20 Minuten geröstet wurden.

Espresso – Sortenvielfalt

Die am meisten verwendeten Bohnensorten für die Herstellung eines Espressos sind die Sorten Arabica und die Robusta.

Arabica
Diese Bohne zeichnet sich insbesondere durch einen weichen, harmonischen Geschmack aus. Ihr Koffeingehalt ist eher niedrig. Ihre Crema ist feinporig und von einer haselnussbraune Färbung. Da die Arabica-Pflanze sehr empfindlich ist und der Anbau daher recht aufwendig gehandhabt werden muss, sind die Bohnen preislich deutlich höher als die der Robusta-Bohne.

Robusta
Der Koffeingehalt der Robusta-Bohne ist deutlich höher als bei der Arabica. Ihr Geschmack ist kräftig und die bei der Espresso-Herstellung entstehende Crema ist besonders dicht und dunkel.

Die unterschiedlichen Geschmacksvarianten ergeben sich durch die Mischung der beiden Bohnensorten. Die so genannten "goldenen Mischungen", auch am Packungsaufdruck "oro" erkennbar, gehören zu den eher milden Mischungen. Die "roten Mischungen", erkennbar am Aufdruck "rosso", sind gehaltvoller und stärker im Geschmack. "Schwarze Mischungen" gehören zu den kräftigsten Sorten und liegen in der Preiskategorie auch meist in den oberen Bereichen.

Viele Händler von Kaffeebohnen haben spezielle Röstverfahren entwickelt und verwenden bei ihren Mischungen streng geheime Rezepturen.

Espresso – Zubereitungstipps

Die Kaffeebohnen für einen Espresso sollten immer erst kurz vor der Zubereitung frisch gemahlen werden. Der Mahlgrad hängt entscheidend von der verwendeten Maschine ab. Je höher der von der Maschine aufgebaute Druck, desto feiner sollte der Mahlgrad eingestellt werden. Je feiner die Bohnen gemahlen werden, desto größer ist die Gefahr, dass zu viele Stoffe aus dem Pulver geschwemmt werden und der Espresso bitter wird. Ein optimales Geschmacksergebnis erhalten Sie, wenn Sie Ihren Espresso mit einer Durchlaufzeit von 20-30 Sekunden herstellen. Unterschreitet Ihre Espressomaschine diese Zeit, sind die Kaffeebohnen zu grob gemahlen, dauert das Durchlaufen aber länger, so ist das Pulver zu fein.

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