B2B - von A bis Z

Entgraten

Wenn Sie Gegenstände entgraten, sollten Sie nicht nur das richtige Werkzeug, sondern auch die möglichen Techniken kennen. Warum es wichtig ist, Objekte zu entgraten und welche Norm, für das Entgraten, zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Entgraten – Allgemein

Wenn Produkte angefertigt werden, entstehen bei den meisten Arbeitsschritten eine Erhebung oder scharfe Kante, an der man sich verletzen kann. Diese Kante nennt man auch einen Grat. Ein Grat entsteht z.B. nach dem Sägen, an der Kante der Schnittfläche und bei Gussteilen, an der Naht, wo zwei Formteile zusammengesetzt wurden. Dieser Grat muss entfernt werden, damit die Teile passgenau zusammengeführt werden können. Es gibt aber auch sicherheitsspezifische Gründe, für das Entgraten. Um einen Grat zu entfernen, wendet man verschiedene Techniken an. Der Begriff Entgraten wird meist in metallverarbeitenden Betrieben genutzt, kann aber auch für alle anderen Materialien angewendet werden. Wenn sich durch das Entgraten eine schräge Kante bildet, nennt man dies eine Fase. Dadurch wird garantiert, dass die Kante nicht spitzt ist und somit besser vor Verletzungen schützt.

Entgraten – Arten

Beim Entgraten gibt es verschieden Techniken, die je nach Material angewendet werden. Wenn Sie in einem metallverarbeitenden Betrieb arbeiten, werden Sie andere Maschinen zum Entgraten vorfinden, als z.B. in einem Betrieb, wo Holz oder Plastik verarbeitet wird. Um einen kleinen Überblick über die Techniken beim Entgraten zu bekommen, sind hier die meisten aufgezählt und die Bekanntesten werden beschrieben.

  • Schleifen ist wohl die bekannteste Art ein Objekt zu entgraten. Beim Schleifen, wird mit einem aufgerauten Papier die Kante entgratet. Diese Arbeit wird meist von großen Maschinen erledigt, wo ein langes Schleifpapier-Band von einem Motor angetrieben wird. Meist wird das Band feucht gehalten, damit der Metallstaub nicht in die Lunge gelangen kann.
  • Beim Feilen, wird mit einem meist metallischen Stab, der je nach Anforderung unterschiedlich stark aufgeraut ist, über die Kante gefahren, bis der Grat entfernt ist. Im Gegensatz zum schleifen, kann hier schneller eine Fase erzielt werden.
  • Beim chemischen Entgraten, wird durch eine oft ätzende Flüssigkeit der Grat entfernt. Das Objekt wird dafür eine gewisse Zeit in eine Wanne mit der Flüssigkeit getaucht.
  • Beim elektrochemischen Entgraten, wird zusätzlich zur chemischen Flüssigkeit ein Spannungsfeld erzeigt, das den Grat korrodieren lässt.
  • Mit dem elektrolytischen Verfahren, ist die Anwendung von chemischen Zusetzen nicht nötig.
  • Cryogenes Entgraten, wird mit flüssigem Wasserstoff oder flüssigem Stickstoff angewendet. Hier ist besondere Vorsicht geboten, da die Stoffe fast 200°C kalt sind.

Entgraten – Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie von Hand entgraten, ist die Aufwirbelung von Staubpartikeln nicht sehr groß und kann ohne Schutz vollzogen werden. Beim Entgraten mit Maschinen, sollten Sie die vorgeschriebene Schutzkleidung tragen. Dies kann entweder ein Mund- und Augenschutz sein, aber auch Handschuhe und Ohrenschutz. Wie stark und in welcher Form Objekt entgratet werden müssen, wird nach DIN 6784 geregelt und sollte in jedem Fall eingehalten werden.

Kommentar abgeben