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Endoskop

Ein Endoskop ist ein Untersuchungsgerät, das meist in der Medizin doch ebenso in der Industrie eingesetzt wird. Endoskope ermöglichen die Untersuchung von Hohlräumen durch kleine Öffnungen. Dies ist im medizinischen Bereich normalerweise nur durch einen großflächigen chirurgischen Eingriff oder in industriellen Umgebungen durch eine Demontage möglich.

Endoskop – Bestandteile

Ein Endoskop besteht aus einem starren kurzen Rohr, einer Linse sowie einer flexiblen Kabelleitung. Durch diese Leitung wird ein Bündel Glasfasern geführt, welche die von der Linse eingefangenen Informationen zum Benutzer führt und dort ein Abbild des Innern liefert. Die flexible Kabelleitung kann aus mehreren Arbeitskanälen bestehen. Diese können für kleine Geräte oder Instrumente genutzt werden.

Endoskop – Anwendungsgebiete

Ärzte benutzen Endoskope in erster Linie für Untersuchungen der menschlichen Hohlorgane, wie den Darm, die Lunge oder den Magen. Wenn das benutzte Endoskop einen zusätzlichen Instrumentenkanal besitzt, sind sie beispielsweise in der Lage, noch während der Durchführung der Endoskopie Gewebeproben zu entnehmen, ohne anschließend eine erneute Untersuchung und ggf. einen Eingriff durchführen zu müssen. Auch Drainagen können so einfach und gezielt in einem Arbeitsschritt gelegt werden, ohne dass der Patient noch mehr belastet werden muss.
In der Industrie werden die Endoskope besonders gerne von Elektrikern, Mechatronikern, Rohrleitungsbauern und Sachverständigen genutzt. Aber auch Pumpenmechaniker, KfZ-Mechaniker und Feinmechaniker wissen das Endoskop zu nutzen. Umfangreiche und zeitaufwendige Demontagen entfallen in der Regel, wenn es darum geht, erst einmal einen Fehler aufzuspüren oder kleinere Reparaturen in Hohlräumen durchzuführen.
Einen anderen Einsatzbereich findet das Endoskop bei Sicherheitsfachkräften. Diese benutzen Endoskope, um auch in kleinsten Hohlräumen etwaige Gefahren aufzuspüren.

Endoskop – Virtuelle Endoskopie

Eine Weiterentwicklung der einfachen Endoskopie ist die virtuelle Endoskopie. Die vom Endoskop übertragenen Daten werden durch spezielle Computerprogramme aufbereitet, mit vorher gemachten computertomografischen oder magnetresonanz-tomografischen Bildern des betroffenen Organs verbunden und liefern abschließend dem Arzt eine besonders detailgetreue Abbildung des untersuchten Organs. Die virtuelle Endoskopie wird vorzugsweise bei der Untersuchung von luftgefüllten Körperhöhlen verwendet, da hier ein hoher Kontrast beim umgebenden Gewebe erreicht werden kann und somit die Bilder sehr scharf werden.
Diese wird vorwiegend für Untersuchungen der Luftröhre sowie den Bronchien eingesetzt. An Beschwerden in diesem Bereich sind oft Einengungen oder gar ein Verschluss der Luftwege ursächlich. Mit Hilfe des Endoskops kann hier nur ein begrenzter Teil untersucht werden, da entweder zu wenig Platz für das Durchschieben des Untersuchungsgeräts zur Verfügung stehen kann oder aber es die Engstelle nicht passieren kann, ohne die dort befindliche Verdickung zu verletzen. Da es sich bei dieser Verdickung auch um einen Tumor handeln kann ist es besonders wichtig, dass der Arzt diesen vor einer eventuellen Operation genau lokalisieren und vermessen kann. Die virtuelle Endoskopie ist hier ein bedeutender Fortschritt.
Aber auch in anderen Bereichen wird bei der Endoskopie des Magen-Darm-Trakts oder auch des Gehirns findet die virtuelle Endoskopie ihre Anwendung.

Endoskop – Spezialgeräte

Die herkömmlichen Endoskope sind für den Gebrauch von luftgefüllten Hohlräumen konzipiert worden. Um diese Untersuchungsgeräte aber auch in mit Flüssigkeit gefüllten Hohlräumen einsetzen zu können, wurden diese weiterentwickelt. Für diesen Bedarf stehen jetzt auch Endoskope zur Verfügung, die sich in einem wasserfesten Gehäuse befinden.
Ärzte können so auch die Innenwände von Venen und Arterien betrachten und somit gezieltere und sichere Diagnosen stellen. Selbst kleinere Operationen sind somit mit einem Endoskop möglich.
Für den industriellen und handwerklichen Einsatz werden Endoskope nicht nur mit einem wasserdichten Gehäuse angeboten, diese sind teilweise auch noch sehr robust verarbeitet. So sind dem Einsatz endoskopischer Geräte kaum mehr Grenzen gesetzt.

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