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Einkaufswagen

Die ersten Einkaufswagen stellte Supermarkt-Besitzer Sylvan Goldman 1937 seinen Kunden in Oklahoma-City zur Verfügung. Drei Jahre später, 1940, meldete er seine Shopping-Carts zum Patent an. In Deutschland sind Einkaufswagen seit 1948 in fast allen größeren Geschäften im Einsatz. Doch zunehmend nutzen auch Privatpersonen spezielle Einkaufswagen, um ihre Einkäufe bequem nach Hause zu rollen.

Einkaufswagen – Einkaufswagen für Läden

Die ersten Einkaufswagen in Deutschland bestanden aus fahrbaren Gestellen, in die zwei Körbe eingehängt werden konnten. Der platzsparende, ineinander-verschiebbare „Telescoping Shopping Cart“ wurde 1946 erfunden. In Deutschland gibt es Modelle mit festem Korb seit 1950. Einkaufswagen zeichnen sich im Allgemeinen durch den großen Nachlauf ihrer Räder aus. Er sorgt dafür, dass der Wagen seine Richtung beim Schieben stabilisiert. 2003 wurde der sprechende Einkaufswagen patentiert, er ist die Erfindung eines Hamburgers. Seitdem dient der Einkaufswagen neben seiner Eigenschaft als Lastenträger auch als rollendes Informationsmedium. Die meisten aktuellen Einkaufsschubwagen bestehen aus einem Drahtkorb mit vier selbstlenkenden Rädern und sind oft mit einem Kleinkindersitz ausgestattet.

Einkaufswagen – Gebrauch

In der Regel holt sich der Kunde seinen Einkaufswagen von einer Sammelstelle ab, an welcher die Wagen – ineinander geschoben und mit Sperrketten versehen – deponiert sind. Durch den Einwurf einer Pfandmünze in einen Schlitz am Haltegriff des Wagens lässt sich die Kette entfernen und der Wagen kann in Gebrauch genommen werden. Viele Geschäfte geben eigene Pfandmünzen aus Plastik oder Metall aus, doch meistens passt auch eine 1-Euro-Münze. Die Kunden erhalten ihr Pfand durch das Einstecken der Kette des vorherigen Wagens in den dafür vorgesehenen Schlitz an Ihrem Wagen zurück. So wollen die Supermärkte sicherstellen, dass die Einkaufswagen zurückgegeben werden. Pro Jahr werden immerhin rund 100.000 Wagen entwendet.

Die Aufteilung des Einkaufswagens ist konzipiert für eine clevere Verteilung der Ware: Sperrige Teile wie Getränkekisten kommen ins unterste Fach, Kleinteile in ein Extra-Körbchen, das am oberen Korb angebracht ist. So kann nichts kaputt gehen, auch wenn der Wagen voll gepackt ist.

Einkaufswagen – Sonderformen

Heute informieren Sie sprechende Einkaufswagen über aktuelle Angebote oder Vorteile, wenn Sie an diesen vorbeirollen. Eine weitere neue Form ist der elektronische Einkaufswagen, eine Software, die auf Shopping-Angeboten im Internet zu finden ist. Sie ermöglicht, dass die ausgesuchte Ware in einer Liste zwischengespeichert wird. So kann der Kunde seine Shopping-Tour in Ruhe beenden, bevor er entscheiden muss, ob er alles nimmt, was sich in seinem virtuellen Einkaufswagen befindet.

Einkaufswagen – Einkaufswagen für Privatpersonen

Früher oft als „Hacken-„ oder „Rentner-Porsche“ für ältere Semester belächelt, hat sich der private Einkaufswagen heute von diesem Image längst befreit und in breiten Teilen der Bevölkerung etabliert. Die praktische Tragehilfe auf Rollen besteht aus einem Metallgestell, in welches in der Regel eine große, verschließbare, regenabweisende Stofftasche (es gibt auch Körbe) eingehängt ist. Diese bietet Platz für den größeren Einkauf und ist stabil genug, auch schwerere Gegenstände wie Flaschen aufzunehmen. Das Metallgestänge gibt es in verschiedenen Ausführungen, zum Beispiel aus besonders leichtem Aluminium oder auch höhenverstellbar. Diese auch als Trolley bezeichneten Wagen sind beliebt, weil sie sich mühelos hinterher ziehen lassen. So müssen Sie das Gewicht Ihres Einkaufs maximal einmal stemmen, nämlich wenn Sie den Wagen die Treppe hinauf tragen. Doch auch hier existiert bereits Abhilfe: Sogenannte Treppensteiger mit Dreikranzrädern erleichtern den Aufstieg enorm. Zudem werden die heutigen Einkaufswagen in einem sportlichen oder aktuellen Modetrends entsprechenden Look angeboten. Damit mutiert das praktische Gefährt endgültig zum begehrten Accessoire, das verhindert, dass sich ihre Besitzer durch die Schlepperei schwerer Taschen Rückenschmerzen zuzuziehen. Und schick aussehen tut es auch noch.

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