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Buchdruck

Beim Buchdruck gibt es Dutzende verschiedene Arten und Verfahren. Lesen Sie hier wie Buchdruck funktioniert, was eine gute Buchdruckerei ausmacht und was Sie generell wissen sollten zum Thema Buchdruck.

Buchdruck – Allgemeines

Das älteste bekannte Druckwerk, welches mit beweglichen Lettern gefertigt wurde, ist der Diskos von Phaistos, welches vor ca. 3.500 Jahren gedruckt wurde. Die Revolution im Buchdruck jedoch fand im Jahre 1450 statt, in welchem Johannes Gutenberg die Grundlagen für die Massenproduktion des Buchdrucks im Abendland schaffte. Seither ist eine Welt ohne Bücher nicht mehr vorstellbar. Die grundsätzliche Arbeitsweise wurde noch bis ca. 1930 beibehalten, erst später wurde die Buchdrucktechnik verfeinert und modernisiert.

Buchdruck – Druckarten

Die heute hergestellten Bücher werden fast nur noch ausschließlich im Offsetdruckverfahren bzw. im Digitaldruckverfahren hergestellt.

Offsetdruck
Das Offsetdruckverfahren ist ein indirektes Druckverfahren. Hier wird eine Druckplatte eingesetzt, auf der sich das zu druckende Bild befindet. Die Stellen, die gedruckt werden sollen, haben eine wasserabstoßende und gleichzeitig fettfreundliche Eigenschaft. Vor dem Druck wird die Druckplatte mit einem speziellen Feuchtmittel benetzt, anschließend kommt die Druckfarbe auf die Druckplatte. Durch die spezielle Eigenschaft des Materials, aus dem das Druckbild besteht, nimmt die Druckplatte nur an den Stellen die Farbe an, die letztendlich auch auf dem Papier oder dem anderweitigen Material, welches bedruckt werden soll, erscheinen soll. Anschließend wird die so mit Farbe versehene Druckplatte auf das Material gebracht und der eigentliche Druck beginnt. Beim Buchdruck wird meist der so genannte Bogenoffset eingesetzt, wo die Druckplatte stets ein Blatt nach dem anderen bedruckt. Bei Büchern wird auf einen einzelnen Bogen gleich mehrere gleiche Seiten gedruckt, die anschließend noch geschnitten werden müssen. Diese Druckvariante findet vor allem bei mittleren wie auch größeren Auflagen Anwendung.

Digitaldruck
Die neueste Druckverfahrensgeneration ist der Digitaldruck. Hier wird das zu druckende Bild über einen Computer direkt an einen Drucker übertragen. Der Zwischenschritt mit der Erstellung von Druckplatten, etc. wird hier überflüssig. Bei den Druckern handelt es sich meist um Laserdrucker, die aber so konstruiert wurden, dass diese eine hohe Anzahl an Ausdrucken fertigen kann, der durchaus auch für hohe Auflagen geeignet ist. Diese sind also mit den bekannten Laserdruckern für das Büro nicht vergleichbar. Mit Hilfe des Computers kann auch gleich beim Druck selbst die Seitensortierung gesteuert werden, so dass eine anschließende manuelle Bearbeitung, wie sie beim Offsetdruck erforderlich ist, entfällt.
Viele Drucker sind in so genannte Drucksysteme integriert, die nicht nur drucken, sondern anschließend gleich schneiden und binden können. So entsteht ein Buch quasi mit einem Mausklick am Computer. Gerade bei kleineren Auflagen ist dies eine kostengünstige Alternative zum Offsetdruck.

Buchdruck – Materialien

Buchseiten
Beim Buchdruck werden oft unterschiedliche Papiersorten verwendet. Je qualitativ besser das Papier ist, desto hochwertiger und langlebiger ist auch letztendlich das Buch. Die Qualität des Papiers schlägt sich selbstverständlich auch im Preis nieder. Krimis oder Liebesromane werden grundsätzlich auf einfachen dünneren Papiersorten gedruckt im Gegensatz zu Enzyklopädien oder Lexika, die eine längere Lebensdauer haben müssen.

Bucheinband
Der Bucheinband hat in erster Linie die Funktion, die einzelnen Buchseiten zusammenzuhalten und dem Buch Stabilität zu verleihen. Die günstigste Variante ist hier der Kartoneinband bei preislich niedrigen Taschenbüchern. Hochwertige Bücher allerdings werden immer noch aus so genanntem Buchleinen gefertigt. Das Buchleinen allerdings wird zwischenzeitlich überwiegend aus Viscose oder Baumwolle hergestellt, der Name hierfür wurde aber beibehalten. Die beiden Textilarten können unterschiedlichste Strukturen aufweisen. So haben die Buchbinder hier die Möglichkeit, zwischen einer seidenartigen glatten und glänzenden bis zur groben und festen Oberfläche eine große Palette an Variationen zu wählen.

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