Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze in Deutschland bildet die Grundlage zur Berechnung des Höchstbeitrages für die gesetzliche Krankenversicherung und Pflegeversicherung.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung – Definierung

Der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich nach der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze, welche 75% der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung ausmacht. Was bedeutet das die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung der Betrag des Bruttojahreseinkommens ist, bis zu dem Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung erhoben werden können. Man bezeichnet diese Beitragsbemessungsgrenze auch als Beitragsbemessungsgrundlage. Zum 01.01. jedes Jahres wird die Beitragsbemessungsgrenze neu bestimmt und bezieht sich auf das (Brutto-) Durchschnittseinkommen aller Versicherten. Seit 2001 ist die Beitragsbemessungsgrenze für die neuen und die alten Bundesländer in der Krankenversicherung einheitlich. Die Beitragsbemessungsgrenzen der einzelnen Versicherungszweige (Renten-, Knappschaft-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) sind unterschiedlich.

Beitragsbemessungsgrenze Krankenversicherung – 2006

Im Jahr 2006 beträgt die Bemessungsgrenze in der Krankenversicherung

42.750 € p.a. bzw. 3.562,50 € monatlich, bis zu diesem Einkommen werden maximal Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet. Die Höhe des Beitrages richtet sich nach der Höhe des Beitragssatzes der gesetzlichen Krankenversicherung. Liegt das Bruttoeinkommen eines Arbeitnehmer über der Beitragsbemessungsgrenze, kann er sich zwischen einer Mitgliedschaft in einer privaten oder einem freiwilligen Beitritt in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden. In diesen Zusammenhang spielt es keine Rolle, ob es sich beim Versicherten um einen Single oder Familienvater mit drei Kindern handelt, in jeden Fall bleibt der Krankenversicherungsbeitrag identisch.

Wechsel in eine Privatkrankenversicherung

Erstmalig zum Ende des Kalenderjahres, können gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer mit einem Bruttojahreseinkommen, das die Versicherungspflichtgrenze überschreitet in die Privatkrankenversicherung wechseln. Vor einem Wechsel in die Privatversicherung sollte man sich umfangreich informieren. Fordern Sie Angebote von privaten Krankenversicherungen für einen umfangreich Versicherungsvergleich an. Kontaktadressen finden Sie im Internet. Für Selbstständige, Freiberufler und Beamte hat die Versicherungspflichtgrenze keine Auswirkungen, ein Wechsel in die Privatversicherung ist unabhängig vom Einkommen grundsätzlich möglich. Ausnahmen, Gärtner, Landwirte, Künstler und Publizisten, sie unterliegen auch zunächst der Versicherungspflicht. Ebenso können Selbstständige in Heilberufen (Ärzte, Zahnärzte Apotheker, Tierärzte) nur Krankentagegeldversicherungen abschließen. Wichtig : Bei der Regelung um Pflicht- und Bemessungsgrenze bei Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 bereits privat versichert waren und die jetzt auf Grund ihres aktuellen Einkommen von der Versicherungspflicht-Grenze überholt werden, gilt eine andere Pflichtgrenze: Sie können sich solange von der Versicherungs-Pflicht in der Gesetzlichen Krankenkasse weiterhin befreien lassen, wenn Ihr Jahres-Bruttoeinkommen 2006 mehr als 42.750 Euro (3.562,50 Euro monatlich) beträgt.

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