Ich: Persönlichkeit

Autogenes Training

Autogenes Training ist eine der bekanntesten Entspannungs-Techniken. Erfahren Sie hier wie autogenes Training funktioniert, was Sie beim Autogenen Training beachten sollten und wie anderen Autogenes Training beibringen können.

Autogenes Training. Was ist das?

"Ich bin ganz ruhig… mein Arm wird ganz schwer… mein Arm wird angenehm warm… mein Atem wird ruhig und gleichmäßig… mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig… ich bin ganz gelöst, entspannt und locker". Autogenes Training ist eine auf Autosuggestion basierende Entspannungstechnik. Das Verfahren wurde vom zuerst in Berlin, dann in den USA praktizierenden Psychiater J.H. Schultz vor etwa 80 Jahren entwickelt. Schulz geht von folgenden erreichbaren Zielen aus: Erholung, Selbst-Ruhigstellung, Selbst-Regulierung sonst unwillkürlich ablaufender Körperfunktionen, Leistungs-Steigerung,
Selbst-Bestimmung (formelhafte Vorsätze), Selbst-Kritik und Selbst-Kontrolle durch eine verstärkte Innenschau.
Wer Autogenes Training – am besten unter kundiger Anleitung – erlernt, kann es jederzeit und an jedem Ort ohne weitere Voraussetzungen anwenden. Autogenes Training ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode und daher auch besonders für Kinder ab etwa 8 Jahren geeignet. Heute ist das Autogene Training eine weit verbreitete Methode, um Stress und psychosomatische Störungen abzubauen.

Autogenes Training. Wo lernen?

Das Autogene Training wird meistens in Gruppen-, seltener in Einzelkursen innerhalb weniger Wochen erlernt. Auch im Selbststudium kann Autogenes Training erlernt werden. Bücher und Kassetten können der Vorstellungswelt auf die Sprünge helfen. Bei auftretenden Schwierigkeiten beim Durchführen der Übungen ist man hierbei allerdings ganz auf sich gestellt. Es empfiehlt sich daher, einen Kurs für Autogenes Training zu belegen. Geeignete Therapeuten für Autogenes Training finden Sie über Fachgesellschaften, Ärzte oder Heilpraktiker die online vertreten sind. Ebenfalls online werden Kurse der Volkshochschulen angeboten. Wegen der positiven Auswirkungen des Autogenen Trainings bieten inzwischen auch einige Krankenkassen Kurse für Autogenes Training für ihre Mitglieder an.

Autogenes Training. Was braucht man dazu?

Neben warmer, bequemer und nicht einengender Kleidung sollte der Raum für das Autogene Training ruhig, gut gelüftet und warm sein. Weder ein voller noch knurrender Magen ist konzentrationsfördernd. Auch abgehetzt in der letzten Minute oder aus einem heftigen Gespräch heraus sollte man nicht mit der Übung sofort beginnen. Wer geübt ist, kann autogenes Training überall machen: auf der Bahnfahrt, im Bürosessel oder auf der Toilette. Anfangs braucht man 15 – 30 Minuten für das komplette Programm. Mit zunehmender Praxis geht es dann schneller.
Autogene Training braucht keine Voraussetzungen oder Vorkenntnisse, jedoch Bereitschaft und Motivation. Ausgenommen bei schweren Depression kann jeder Autogenes Training ausüben.

Autogenes Training. Ausbildung als Trainer?

Da Psychologen, Ärzte, Heilpraktiker, Psycho- und Physiotherapeuten, Logopäden und Pflegekräfte Autogenes Training einsetzen ist es im psychosozialen und im heilkundlichen Bereich fest verankert. Aber auch im nicht-heilkundlichen Bereich wird Autogenes Training angewendet. Längst ist Autogenes Training im pädagogischen, im seelsorgerischen, im sportlichen und im betrieblichen Bereich ein fester Bestandteil geworden. Erzieher, Lehrer und Seelsorger, sowie ausgebildete Trainer aus anderen Berufsfeldern arbeiten mit Autogenem Training. Da auch Krankenkassen wieder AT-Kurse anbieten bzw. fördern, wenn sie von qualifizierten Kursleitern durchgeführt werden, besteht ein erheblicher Bedarf an solchen Kursleitern und Trainern. Jedoch wird nicht jede Ausbildung als Qualifikationsnachweis von den Krankenkassen anerkannt. Auskunft darüber erteilen das jeweilige Ausbildungsinstitut, die Krankenkassen oder die Fachverbände. Ausbildungsinstitute und Akademien für Autogenes Training gibt es in allen Großstädten. Die Ausbildungsangebote reichen vom Wochenendworkshop bis zum Kompaktfortbildung mit über 100 Stunden und Supervision. Die Ausbildung zum Trainer für Autogenes Training schließt einem Zertifikat ab und befähigt zur eigenständigen Durchführung von Kursen im Autogenen Training. Auch wenn vom Institut keine Zulassungsvoraussetzung gefordert werden, sollte man über ein Mindestmaß an Selbsterfahrung und eigener Praxis im Autogenen Training verfügen.

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