Ausbildung & Fortbildung

Auslandspraktikum

Ein Auslandspraktikum ist eine wertvolle Erfahrung im Leben. Lesen Sie hier welche Arten von Auslandspraktika es gibt, was ein gutes Auslandspraktikum ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Auslandspraktikum.

Auslandspraktikum – Allgemeines

Mit der Absolvierung eines Auslandspraktikums erhöhen Sie deutlich Ihre beruflichen Chancen. In manchen Berufen wird diese Erfahrung sogar als Voraussetzung für eine Einstellung vorausgesetzt. Viele Studenten nutzen diese Möglichkeit, um ihr Praxissemester zu absolvieren. So erhalten Sie neben der praktischen Umsetzung ihrer bisherigen theoretischen Kenntnisse gleich eine gute Möglichkeit, ihre sprachlichen Fähigkeiten einzusetzen und zu vertiefen.

Auslandspraktikum – Dauer

Ein Auslandspraktikum wird von den Firmen in der Regel zwischen drei und sechs Monaten angeboten. Es werden aber auch Praktika gelistet, die sich bis zu einem Jahr hinziehen können.

Auslandspraktikum – Visa

Um im Ausland arbeiten und sich längere Zeit aufhalten zu dürfen, sofern dieses nicht innerhalb der EU stattfinden soll, ist ein Visum erforderlich. Das Visum hierfür trägt den Namen J-1. Hierfür müssen Sie ein Antragsformular, welches unter der Nummer IAP-66 geführt wird, von der Stelle ausfüllen lassen, bei der Sie arbeiten möchten. Wenn die Firma oder die Einrichtung ein solches Formular nicht ausstellen darf oder hierzu nicht berechtigt ist, können das Formular IAP-66 auch von einer Austauschorganisation ausfüllen lassen. Diese Dienstleistung jedoch ist kostenpflichtig.

Auslandspraktikum – Vermittlungsstellen

Wenn Sie ein Auslandspraktikum absolvieren möchten, sollten Sie sich, wenn Sie nicht schon vorab über Beziehungen zu Ihrer Wunschfirma verfügen, an eine Austauschorganisation wenden. Diese verfügen über Angebote von Firmen, die diese Praktika anbieten. In der Regel haben sich die Organisationen auch auf verschiedene Fachrichtungen spezialisiert, so dass Sie sich hier gezielt nach einem Praktikumsplatz in Ihrem Wunschland umsehen können.
Die bekanntesten Organisationen sind das

AIESEC
Das AIESEC mit Sitz in Köln vermitteln Fachhochschul- und Hochschulstudenten Praktika im Bereich Wirtschaftwissenschaften und Sozialwissenschaften.

Carl-Duisberg-Gesellschaft
Das CDG hat ihren Sitz ebenfalls in Köln und vermittelt Fachhochschuldstudenten Praktika aus wirtschaftlichen und technischen Bereichen.

IASTE
Wenn Sie Naturwissenschaften, Ingenieurwesen oder Landwirtschaft an einer Fachhochschule studieren, können Sie sich an die IASTE in Bonn wenden.

ZAV
Eine weitere Möglichkeit, an Auslandspraktika zu kommen, ist die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung in Frankfurt. Diese haben immer wieder Adressen von Firmen, die Ihnen hierzu die Möglichkeit geben.

Auslandspraktikum – Stipendium

Ein Auslandspraktikum bedeutet zwar, dass Sie in diesem Land arbeiten, doch nicht immer erhalten Sie hierfür eine entsprechende Vergütung von den Firmen, für die Sie dort tätig sind. Die Carl-Duisberg-Gesellschaft gewährt hier Teilstipendien oder übernimmt die Kosten für den Aufenthalt dort gänzlich. Das Kontingent hierfür ist begrenzt, so dass Sie vorab einen umfangreichen und gut begründeten Antrag stellen müssen. Nach der Bewerbung kann es durchaus bis zu einem Jahr dauern, bis dieser bewilligt wird, bzw. das Auslandspraktikum absolviert werden kann.
Eine weitere Organisation, die hier Unterstützungen gewährt, ist das ASA-Programm (Auslands- und Studien-Aufenthalte) in Berlin. Das ASA-Programm wurde von der CDG ins Leben gerufen, um Studenten und jungen Berufstätigen die Möglichkeit zu geben, die Verhältnisse zwischen den Industrienationen und den Dritte-Welt-Ländern kennen zu lernen und die Problematiken, die sich hieraus ergeben, besser zu verstehen.
Auch die EU hat ein Programm für die Unterstützung von Auslandspraktika ins Leben gerufen: das Leonardo da Vinci Programm. Der Ort des Praktikumsplatzes ist hier auf die EU-Länder beschränkt.

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