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Arbeitsrechtsschutz

Im Rahmen des Abschlusses einer Rechtsschutzversicherung können Sie auch den Arbeitsrechtsschutz mit aufnehmen. Auch wenn Sie gerade sehr zufrieden in Ihrem Job sind und hier zurzeit keine Notwendigkeit für einen Arbeitsrechtsschutz sehen, kann der Fall doch schneller eintreten, als Sie jetzt denken. Den Einschluss des Arbeitsrechtsschutzes beim Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist deshalb nicht nur für den Arbeitnehmer, sondern auch für den Arbeitgeber interessant.

Arbeitsrechtsschutz – Anbieter

Jede Versicherung, die Rechtsschutzversicherung mit in ihrem Programm hat, bietet in der Regel auch den Arbeitsrechtsschutz mit an. Da die Konditionen hier stark variieren können, sollten Sie die Angebote genau miteinander vergleichen. Vergessen Sie bei einem Vergleich der Versicherungsprämien nicht die Höhe einer eventuellen Selbstbeteiligung, da diese oftmals über die wirkliche Höhe der Versicherungsprämien hinweg täuscht. Wichtig ist hierbei auch, ob Ihre Familienangehörigen oder Lebensgefährten mit versichert sind oder ob es sich um einen Singletarif handelt.

Arbeitsrechtsschutz – Wer kann sich versichern?

Arbeitnehmer

Ein Arbeitsrechtsschutz macht dann Sinn, wenn Sie sich beispielsweise in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis befinden bzw. beabsichtigen, bald wieder in ein solches einzutreten. Oftmals sind auch hier die sonstigen Familienmitglieder mit eingeschlossen, so dass auch Ihre Kinder bereits schon als Auszubildende den Schutz des Arbeitsrechtsschutzes genießen können.

Arbeitgeber

Auch für Arbeitgeber ist der Abschluss einer Arbeitsrechtsschutzversicherung immer empfehlenswert. Auch wenn Sie sich noch so sicher sind, dass Sie eigentlich ein gerechter und sozialer Arbeitgeber sind, es kann immer wieder Arbeitnehmer in Ihrem Hause geben, die Sie vor das Arbeitsgericht zitieren möchten.

Arbeitsrechtsschutz – Was ist versichert?

Beim Arbeitsrechtsschutz sind nicht nur alle Streitigkeiten, welche vor dem Arbeitsgericht landen, versichert. In dieser Rechtsschutzversicherung sind alle Bereiche inbegriffen, die mit dem eigentlichen Arbeitsverhältnis in Verbindung stehen. So kann es beispielsweise Probleme rund um:

  • Zeugnisstreitigkeiten,
  • Abmahnungen,
  • Urlaubsansprüche,
  • Herausgabeansprüche von Arbeitspapieren,
  • Mutterschutz,
  • Jugendschutz,
  • Urlaubs- und Weihnachtsgeld,
  • Kündigungen,
  • Arbeitsvertragsänderungen,
  • etc.

geben, bei welchen Sie die Kosten für die Einschaltung eines Rechtsanwalts von der Rechtsschutzversicherung erstattet bekommen.

Arbeitsrechtsschutz – Notwendigkeit

Auch wenn das Rechtssystem in Deutschland deutlich sagt, dass die Kosten für einen Rechtsstreit derjenige zu bezahlen hat, der letztendlich unterliegt, gilt dies nicht bei einem Rechtsstreit, der einen arbeitsrechtlichen Hintergrund hat. Hier trägt jede Partei ihre Kosten selbst. So kann beispielsweise eine ausgefochtene Abfindung allein durch die Begleichung der entstandenen Anwaltsgebühren erheblich geschmälert werden. Da Kündigungsschutzklagen oftmals auch weitere Streitigkeiten wie die Erteilung bzw. Formulierung des Zeugnisses und/oder Herausgabe der Arbeitspapiere nach sich ziehen, fallen hier noch weitere Rechtsanwaltskosten an, die hier gebührenrechtlich ein eigener Tatbestand und somit nochmals abgerechnet werden. Diese Kosten werden dann aber in der Regel alle von Ihrer Rechtsschutzversicherung getragen.

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