Ernährung

Aminosäuren

Aminosäuren sind ein wichtiger Teil der Nahrung. Lesen Sie hier, welche Arten Aminosäuren es gibt, welche Aminosäuren welche Wirkungen haben und auf was Sie generell achten sollten bei der Einnahme von Aminosäuren.

Aminosäuren – Allgemeines

Proteine sind in der Natur vorkommende Eiweissstoffe. Die Proteine sind unterschiedlich groß und führen auch unterschiedliche Aufgaben bzw. Funktionen für den Körper aus. Die Proteinmoleküle bestehen aus Aminosäuren, die wie Ketten aneinandergereiht sind. Diese wiederum sind untereinander durch eine Peptidbindung verknüpft. Bei einer sauren, also einer enzymatischen Spaltung der Peptidbindungen mit Wasser, der Hydrolyse, zerfallen die Proteine in die Bausteine der alpha-Aminosäuren, der Körper kann diese dann nutzen.

Aminosäuren – Essentialität

Aminosäuren werden bezüglich ihrer Entbehrlichkeit in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt. In die essentiellen, die entbehrlichen sowie in die nicht essentiellen, also die unentbehrlichen Aminosäuren.

Essentielle Aminosäuren
Die entbehrlichen Aminosäuren können im Körper selbständig gebildet werden. Sie dienen hier hauptsächlich als Stickstoffquelle.

Nicht essentielle Aminosäuren
Diese Aminosäuren sind lebensnotwendig. Der Körper hat aber nur geringe Möglichkeiten, diese selbst zu bilden, so dass diese mit Hilfe der Nahrung zugeführt werden müssen. Diese dienen hauptsächlich dafür, die Zellen aufzubauen und zu erhalten. Die Proteine, die aus nicht essentiellen Aminosäuren gebildet wurden, sind des weiteren auch als Energielieferant nutzbar. Ihr Energiegehalt entspricht mit etwa vier Kalorien/Gramm den Kohlenhydraten.

Aminosäuren – alpha-Aminosäuren

Des weiteren gibt es sechs 20 verschiedene alpha-Aminosäuren:

Neutrale alpha-Aminosäuren
Hierunter fallen die nicht essentiellen Aminosäuren Glycin, Alanin und Serin. Des weiteren die essentiellen Aminosäuren Threonin, Valin, Leucin und Isoleucin.

Saure alpha-Aminosäuren
Die sauren alpha-Aminosäuren sind nicht essentielle Aminosäuren. Diese sind Asaparaginsäure, Asparagin, Glutaminsäure sowie das Glutamin.

Basische alpha-Aminosäuren
Zu den basischen Aminosäuren zählen das nicht essentielle Arginin sowie das essentielle Lysin.

Schwefelhaltige alpha-Aminosäuren
Hierunter fallen das nicht essentielle Cystein und das essentielle Methionin.

Aromatische alpha-Aminosäuren
Die aromatischen alpha-Aminosäuren sind das nicht essentielle Tyrosin sowie das essentielle Phenylalanin.

Heterozyklische alpha-Aminosäuren
Hierzu zählen das nicht essentielle Histidin sowie das Prolin. Des weiteren kommt hier noch das essentielle Tryptophan hinzu.

Aminosäuren – Wichtige essentielle Aminosäuren

Jeder Mensch sollte zumindest die wichtigsten der Aminosäuren mit der Nahrung zu sich nehmen, damit die Funktionen des Körpers sowie dessen Erhaltung sichergestellt sind. Diese sind das Histin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin und Cystin, das Phenylalanin und Tyrosin, das Threonin, das Tryptophan sowie das Valin. Der tägliche Mindestbedarf steigt mit dem Alter bzw. dem Gewicht stetig an.
Die Proteine, die mit der Nahrung aufgenommen werden, werden im Verdauungstrakt hydrosiert, also in ihre Bausteine, die Aminosäuren aufgespalten und in die Blutbahn abtransportiert. Freie Aminosäuren gelangen vom Darm direkt ins Blut.
Die Aminosäuren sind nach der Nahrungsaufnahme ca. zu 80 % vollständig vom Körper resorbiert worden. Tierische Proteine werden vom Körper schneller und vollständiger resorbiert als pflanzliche bzw. vegetative. Der Grund hierfür liegt in der sie umgehenden Zellulosehülle, die die Aufnahme verzögert. Wenn Sie vegetarische Nahrung bevorzugen, sollten Sie hier auf eine zusätzliche Zufuhr von essentiellen Aminosäuren achten. Auch wenn Sie körperlich geschwächt sind, wie es bei Krankheiten oder unregelmäßiger Ernährung der Fall sein kann, sollten Sie auf eine ausreichende Zufuhr besonders achten.

Aminosäuren – Aufgaben

Neben dem Aufbau und Erhalt der Zellen sind Aminosäuren auch noch für viele wichtige Körperfunktionen unverzichtbar. So steuern sie beispielsweise die Verdauung und ermöglichen den Muskeln, sich zusammenzuziehen bzw. wieder zu entspannen.

2 Kommentare

  • Hallo, ihr schreibt hier über nicht essentielle Aminosäuren: „Diese Aminosäuren sind lebensnotwendig. Der Körper hat aber nur geringe Möglichkeiten, diese selbst zu bilden, so dass diese mit Hilfe der Nahrung zugeführt werden müssen. Diese dienen hauptsächlich dafür, die Zellen aufzubauen und zu erhalten. “
    Klar ist ein wichtiger Teil der Aufbau von Muskeln und Haut und anderem Gewebe. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass Aminosäuren den Stoffwechsel steuern, Nervenimpulse umwandeln und Hormone gebildet werden. Auf dieser Seite hab ich dazu einiges gefunden:
    Aminosäuren.org Sehr informative Seite. Jedenfalls führt ein Mangel an einer Aminosäuren zu viel mehr als nur etwas verlangsamten Muskelaufbau.
    Gruß,
    Jens

  • Beim Lesen des o.g. Artikels Über Aminosäuren ist mir aufgefallen, daß hier etwas verdreht wird; „essentiell“ wird mit „nicht essentiell“ vertauscht. Somit ergibt sich eine total falsche Darstllung, das Schlimmste, was in einem Fachartikel passieren kann !
    Hier ein Beispiel vom Anfang:
    „Aminosäuren werden bezÜglich ihrer Entbehrlichkeit in zwei unterschiedliche Arten aufgeteilt. In die essentiellen, die entbehrlichen sowie in die nicht essentiellen, also die unentbehrlichen Aminosäuren.“

    Auf der Wikipedia-Site (http://de.wikipedia.org/wiki/Essentiell) ist zu lesen:
    Essentiell (wesentlich, lebensnotwendig) sind Stoffe, die fÜr einen Organismus unentbehrlich sind und die er nicht selbst synthetisieren kann. FÜr den Menschen sind einige Vitamine, einige mehrfach ungesättigte Fettsäuren essentiell, ferner acht Aminosäuren.
    Der Artikel sollte grÜndlich Überarbeitet und richtig gestellt werden !!!

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