Aktiendepot

Bulle und Bär - die Symbole der Börse
Bulle und Bär - die Symbole der Börse

Ein Aktiendepot ist der Aufbewahrungsort für Aktien, ähnlich wie bei einem Sparbuch. In einem Aktiendepot werden die Wertpapiere (Aktien) verwaltet. Die Eröffnung eines Aktiendepot ist notwendig um Aktien zu kaufen. Hier werden in einer Liste alle Aktien einzeln, mit dem Kaufpreis aufgeführt. Einmal im Jahr erhält der Depotinhaber automatisch einen Depotauszug (eine Art Kontoauszug), der den Stand der Aktien dokumentiert. Dieser Auszug kann aber auch jederzeit angefordert werden. Ein Aktiendepot kann bei jeder Bank eröffnet werden, auch online, bei einigen Banken sogar kostenlos. Vor der Eröffnung eines Depots sollte man sich nach den Kosten für Depot und Provisionen für An- und Verkauf von Aktien bei mehreren Banken erkundigen.

 

Aktiendepot – Verlustbegrenzung

Wer bereits erzielte Gewinne sichern und Verluste begrenzen will, z.B. während einer längeren Auslandreise oder eines Krankenhausaufenthalt kann die Stop-Loss-Order als Instrument zur Schadensbegrenzung oder Gewinnsicherung nutzen. Mit einer Stop-Loss-Order, die wie ein normaler Wertpapierauftrag erteilt wird, bestimmt der Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung, bei dem ein Verkaufsauftrag für das Papier ausgelöst werden soll. Der Anleger bestimmt also einen Kurs, ab dem die betreffende Aktie automatisch verkauft werden soll. Dieser Verkaufsauftrag kostet bei den meisten Banken je Aktie einige Euro pro Monat und ist heute ein anerkanntes Instrument des professionellen Portfolio-Managements (Portfolio: Sammlung von Wertanlagen eines Typs). Eine weitere Möglichkeit für eine bestimmte Zeit sein Portfolio abzusichern sind Put-Optionsscheine. Sie sind Verkaufsoptionsscheine, die das Recht enthalten, einen bestimmten Basiswert während eines festgelegten Zeitraums zu verkaufen. Der Anleger profitiert dabei von der Hebelwirkung des Optionsscheins: Je stärker etwa der Dax und damit ein Portfolio mit Aktien fällt, umso stärker steigt der Kurs der Put-Option – der Wertverlust des Aktiendepots wird also durch die Zugewinne des Optionsscheins ausbalanciert.

Aktiendepot – Software

Software fürs Aktiendepots erleichtern dem Anleger, stets die Übersicht über sein Wertpapierdepot zu behalten und Kursentwicklungen zu analysieren. So zeigen Tabellen Name, Kaufdatum und Kaufkurs sowie den jeweiligen Wert der Anlage und des Gesamtbestandes auf einen Blick. Eine Depotverwaltung, die besonders lohnenswert ist, wenn viele unterschiedliche Werte und Wertpapiertypen wie Aktien, Fondanteile oder Optionsscheine gehalten werden.

Aktiendepot – Tipps

Überprüfen Sie Ihr Aktiendepot zum Jahresende. Besonders interessant für Anleger, die nicht nur auf Fonds, sondern auch auf den Direkterwerb von Aktien setzen. Besonders wichtig in diesen Zusammenhang sind die Papiere, die im laufenden Jahr Gewinne oder Verluste eingebracht haben. Diese Kontrolle kann Steuervorteile bringen. Verkauft ein Anleger verlustbringende Aktien, die er weniger als ein Jahr im Depot hatte, dann kann er den Verlust steuerlich geltend machen. Verluste, die den zu versteuernden Gewinn nach unten drücken und somit auch die Steuerzahlung.

Auflösung eines Aktiendepot: Nach einem Urteil des OLG Köln dürfen Banken keine Gebühren verlangen, wenn ein Kunde sein Wertpapierdepot zu einem anderen Geldinstitut verlagern möchte (Az.: 13 U 224/03). Im Urteil heißt es, dass eine entsprechende Gebühren-Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen als „missbräuchliche Verfolgung eigener Interessen” gewertet werden kann.

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