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Absturzsicherung

Die Architektur und die Beschaffenheit moderner Gebäude stellen immer wieder neue Anforderungen an die Arbeiter, wenn diese gewartet, gereinigt oder repariert werden müssen. Der Gesetzgeber hat hier strenge Auflagen bezüglich der Absturzsicherung aufgegeben. Absturzsicherungen müssen diesen Vorschriften unbedingt genügen, die je nach Anwendungsbereich differieren. So müssen sich die Arbeiter, die mit diesen Aufgaben betraut sind, beispielsweise mit Abfanggurten gegen einen drohenden Absturz sichern.

Absturzsicherung – Vorschriften

Die Unfallverhütungsvorschriften schreiben eine Absturzsicherung prinzipiell aus einer möglichen Absturzhöhe von 1 m vor. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen, nämlich dann, wenn es sich lediglich um gelegentlichen Wartungs- oder Montagearbeiten handelt. Dann werden diese erst ab 2 m Höhe zur Pflicht. Bei Arbeiten auf Dächern sind hier 3 m und an Fenstern oder Fassaden 5 bzw. 7 m die Pflichtgrenzen.

Eine generelle Absturzgefahr sehen die Berufsgenossenschaften bei Aufenthalten in einem Bereich von bis zu 2 m bis zur Absturzkante. Eine Absturzsicherung ist dann beispielsweise auch bei Arbeiten auf einem Flachdach unbedingte Pflicht. Weist die Arbeitsfläche ein Gefälle von über 20° auf oder besteht gar eine Stolper- oder Rutschgefahr, wie dies bei unebenen Dachkonstruktionen oder auch bei Glasdächern der Fall sein kann, sind auch hier Absturzsicherungen vorgeschrieben.

Zur Absturzsicherung werden vor allem Geländer oder Umwehrungen genannt. Werden aber nur kurzzeitige Arbeiten am Objekt vorgenommen, wird als Absturzsicherung auch ein Anseilschutz akzeptiert.

Absturzsicherung – Anseilschutz

Ein Anseilschutz besteht aus mehreren Komponenten. So beinhaltet dieser einen Ganzkörper-Auffanggurt und ein Sicherungsseil, welches mit einem Seilkürzer sowie einem Falldämpfer ausgestattet sein muss.

Wenn sich der Arbeiter lediglich an einem begrenzten Arbeitsgebiet aufhält, genügt in der Regel ein Einzelanschlagpunkt, also eine Befestigungsmöglichkeit für den Anseilschutz. Muss sich der Arbeiter aber über größere Strecken hinweg bewegen, so benötigt dieser für eine optimale Absturzsicherung eine speziell für diesen Arbeitsort ausgearbeitete Anschlagskonstruktion, die es ihm erlaubt, sich ständig bewegen zu können, ohne seinen Anseilschutz umklemmen zu müssen.

Die Anseilschutz-Ausstattungen sind vom Gesetzgeber her jeweils auf die benutzende Person hin auszurichten. So sollte jeder Arbeiter, der sich zu Absturz gefährdeten Arbeitsplätzen begibt, mit einem individuell auf ihn eingestellten Anseilschutz ausgerüstet sein.

Absturzsicherung – Laufsicherung

Da bei Arbeiten, bei denen sich das Arbeitsgebiet weitläufig erstreckt, mehrere Anschlagspunkte vorgeschrieben sind, wird hier auf Laufsicherungen zurückgegriffen. Hier wird ein Seil-, Kabel- oder Schienensystem am Arbeitsort fest montiert, in welches sich der Arbeiten dann mit seinem Anseilschutz zur Absturzsicherung fest einklinken kann. Diese Form als Absturzsicherung wird immer dann bevorzugt eingesetzt, wenn Geländer oder ähnliche Absturzsicherungen aus optischen Gründen nicht erwünscht sind.

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