Turntables

Trotz digitaler Audiotechnik ist und bleibt der Turntable bei DJs ein zentraler Bestandteil des Equipments. Durch die konsequente Weiterentwicklung der Technologie der Plattenspieler sind die heutigen Turntables hochwertige Qualitätsprodukte. Speziell die im DJ-Bereich häufig paarweise eingesetzten Turntables müssen vielen Anforderungen gerecht werden.

Turntables – Tonarm für den DJ-Einsatz

Durch eine Diamant- oder Saphirnadel wird die Rille der Schallplatte abgetastet und im Tonabnehmer, der am Tonarm befestigt ist, in elektrische Signale umgewandelt.

Bei DJ-Turntables werden um einen Punkt drehbare Radialtonarme verwendet.

Turntables – Antiskating-System

Bei Radialtonarmen wirken physikalische Kräfte, die sich negativ auf die Klangeigenschaften auswirken. Dieser „Skating-Effekt“ wird durch den Antiskating-Mechanismus an den Turntables verhindert. Einstellbare Gegengewichte am Ende des Tonarmes gleichen die physikalischen Kräfte aus. Bei hochwertigen DJ-Turntables ist der Mechanismus sehr kompliziert aufgebaut und präzise justierbar.

Turntables – Tonarme und Stilrichtung

Die DJs der verschiedensten Stilrichtungen benutzen Turntables mit unterschiedlicher Gestalt des Tonarms.

Bei Techno- und House hat sich der Turntable mit einem radial gebogenen Tonarm durchgesetzt. Dagegen bevorzugen die Rap und Hip-Hop DJs den geraden Tonarm, der sich besonders für das Scratching eignet.

Turntables – Wahl der passenden Nadel

Für den DJ-Einsatz der Turntables werden zwei Nadeltypen angeboten. Elliptisch geschliffene Nadeln lesen die Informationen der Schallplatte sehr genau aus. Ihr Nachteil liegt in der hohen Beanspruchung des Vinyls. Weniger genau, dafür

schonender, erfolgt das Abtasten durch einen sphärischen Schliff der Nadel. Nur dieser Nadeltyp sollte zum Scratching verwendet werden.

Turntables – Tonabnehmerbefestigung

Der DJ kann zwischen zwei Befestigungsarten für die Tonabnehmersysteme an seinem Turntable wählen.

Die „Halbzoll-Schraubbefestigung“ bietet durch ihre feine Justierbarkeit die höchste Qualität. Jedoch lassen sich diese Unterdecksysteme nur mit großem Aufwand austauschen. Für den DJ-Alltag sind die „Bajonettanschlüsse“ empfehlenswerter. Sie sind einfach in der Handhabung und eignen sich daher für den schnellen Austausch eines defekten Tonabnehmers.

Turntables – Antrieb

Der Antrieb, der den Plattenteller in Drehung versetzt, muss einige Kriterien erfüllen. Die eingestellte Drehzahl sollte schnell erreicht, stabil gehalten und veränderbar sein. Dabei dürfen möglichst keine Vibrationen des Antriebs auf den Plattenteller übertragen werden.

Turntables – Direktantrieb

Die Drehbewegung des Motors wird beim Direktantrieb durch Zahnräder übertragen. Eine andere Möglichkeit stellt die direkte Verbindung zwischen Motorachse und Plattenteller dar. Ein namhafter Hersteller konstruiert seine DJ-Turntables so, dass der Plattenteller selbst Teil des Motors ist. Dabei wirken die Elektromagnete unmittelbar auf den Plattenteller.

Turntables mit Direktantrieb zeichnen sich durch schnelle Hochlaufzeiten und ihre Robustheit aus.

Turntables – Riemenantrieb

Wenige DJs nutzen Turntables mit Riemenantrieb. Hier wird die Drehung der Motorachse über Transmissionsriemen auf den Plattenteller übertragen. Der Vorteil dieser Antriebsart liegt in der Minimierung der übertragenen Motorvibrationen. Nachteilig wirken sich die langsameren Hochlaufzeiten sowie das geringere Drehmoment aus.

Turntables – Pitch-Regler

Die Pitch-Funktion ist für den DJ-Turntable unverzichtbar. Der Pitch-Controler dient der Drehzahlregelung des Plattentellers. Erst durch das „Pitchen“ kann der DJ Musikstücke unterschiedlicher Tempi ineinander fließen lassen.

Hochwertige Turntables bekannter Hersteller verfügen über einen Pitchbereich von bis zu +/-50%.

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