Plattenspieler

Als Mitte der 1980er Jahre die CD ihren Siegeszug antrat, erwartete die Branche den kompletten Niedergang der Schallplatte und mit ihr zusammen natürlich des Plattenspielers. Doch schon zehn Jahre später zeigte sich, dass sich die Vinylscheibe nicht ganz verdrängen ließ. Mittlerweile kann man gar eine kleine Renaissance des Tonträgers verzeichnen. Immer mehr Musikfans erinnern sich ihrer alten Schätzchen im Keller und verlangen nach einem neuen Plattenspieler. Eine kleine Übersicht über Technik und Modelle erhalten Sie hier.

Plattenspieler – Das Funktionsprinzip

Im Gegensatz zum CD-Player erfolgte beim Plattenspieler die Abtastung nicht berührungsfrei, sondern durch einen geschliffenen Diamanten oder Saphir. Diese winzige so genannte Nadel fährt durch die Rillen auf der Schallplatte und wird von den darin enthaltenen Unebenheiten in Schwingungen versetzt. Dabei bestimmt die Schnelligkeit der Schwingungen die Höhe des Tons. Es ist leicht verständlich, dass die Nadel eines Plattenspielers also ganz entscheidend das spätere Klangbild beeinflusst. Befestigt ist die Nadel am so genannten Tonabnehmer, der dafür sorgt, dass die Schwingungen in elektrische Ströme umgewandelt werden, die dann vom Verstärker für die Lautsprecherboxen aufbereitet werden können. Hier unterscheidet man vor allem zwei Systeme: Das Moving-Magnet-System und das Moving-Coil-System. Plattenspieler, die über ein Moving-Coil-System verfügen, liefern für gewöhnlich den besseren Klang.

Plattenspieler – Auch der Antrieb ist wichtig

Nicht nur bei den Tonabnehmern eines Plattenspielers unterscheidet man zwischen zwei verschiedenen Systemen, auch beim Antrieb gibt es Unterschiede. Da sind auf der einen Seite Plattenspieler im Handel, deren Plattenteller direkt mit dem Antriebsmotor verbunden sind. Hier ist es dann wichtig, dass der Motor sehr ruhig läuft, da sich jedes Rumpeln direkt auf den Plattenteller überträgt und somit auf den Klang auswirkt. Andere Plattenspieler verfügen über einen so genannten Riemenantrieb. Hier sind Plattenteller und Antriebsmotor mit einem Gummiriemen verbunden. Derartige Plattenspieler sind weniger empfindlich gegen Rumpelgeräusche, wenn der Antriebsriemen jedoch ausleiert, können Sie Probleme mit dem Gleichlauf bekommen. Ein weiteres sensibles Teil eines jeden Plattenspielers ist der Tonarm. An ihm ist der Tonabnehmers befestigt. Er sorgt dafür, dass der Tonabnehmers gleichmäßig und ohne Störgeräusche über die Schallplatte geschwenkt wird. Beim Kauf eines Plattenspielers sollten Sie darauf achten, dass der Tonarm solide und gleichzeitig sehr leichtläufig ist.

Plattenspieler – Worauf Sie sonst achten sollten

Wenn Sie beabsichtigen, einen Plattenspieler zu kaufen, werden Sie immer wieder auf einige technische Werte stoßen. So geben die Händler beispielsweise immer die Gleichlaufschwankungen (gemessen in Prozent) an. Hier ist es natürlich wichtig, einen Plattenspieler zu wählen, der einen besonders niedrigen Wert aufweist. Ein weiterer Wert, der möglichst gering sein sollte, ist die Klirrfaktor, ein Maß für bestimmte Verzerrungen, die ihr Plattenspieler verursachen kann. Plattenspieler sind in den verschiedensten Preisklassen erhältlich. Einen Plattenspieler für den täglichen Gebrauch können Sie schon recht günstig erwerben. Wer hier gehobene Ansprüche hat, wird auch fündig. Der Spezialhandel bietet auch Plattenspieler für mehrere 1000 € an. Solche Geräte verfügen dann über Plattenteller aus Marmor, spezielle Motoren und bewegliche Teile, die aus der Weltraumforschung stammen.

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