OEM-Software

Was genau ist OEM-Software und was bietet OEM-Software? Warum ist OEM-Software günstiger zu kaufen? Welche Vor- und Nachteile hat OEM-Software? Informieren Sie sich hier umfassend über OEM-Software.

OEM-Software – Allgemein

Die Abkürzung OEM in OEM-Software steht für „Original Equipment Manufacturer“. – OEM-Software wird langläufig auch als Bundle-Software bezeichnet.

Software, die mit neuen Computersystemen, CD-/DVD-Brennern und ähnlichem (Hardware) ausgeliefert wird ist in der Regel OEM-Software. Dabei handelt es sich um hochwertige, manchmal leicht abgewandelte Programme, die von den Herstellern an den Handel speziell für den Vertrieb mit Hardware, weitergegeben werden. Durch den Vertrieb von OEM-Software soll die Nutzung von Raubkopien unterbunden werden.

OEM-Software ist normalerweise nicht separat erhältlich. Da der Bundesgerichtshof den freien Handel mit OEM-Software in Deutschland jedoch erlaubt hat, finden sich im Internet bei großen Versand- oder Auktionshäusern häufig günstige Angebote für OEM-Software. Da auch OEM-Software mit einer Lizenznummer ausgeliefert wird, können Sie hier ein echtes Schnäppchen machen. Denn die OEM-Software ist in der Regel voll update- und upgradefähig. Bei OEM-Software fehlt oft das Handbuch und auch bei der Verpackung wird gespart.

Die großen Softwareanbieter schließen den freien Vertrieb von OEM-Software allerdings durch spezielle, clever ausgearbeitete Vertragsvereinbarungen mit dem Handel aus.

Im Gegensatz zur OEM-Software stehen die normalen Vollversionen der Software, so genannte Retail Versionen.

OEM-Software – Vor- und Nachteile

Für den Erwerb von OEM-Software spricht vor allem eine enorme Preisersparnis. Der Leistungsumfang der OEM-Software ist nahezu identisch zur Vollversion, bis auf ein fehlendes oder unvollständiges Handbuch und eine dürftige Verpackung. Die Upgrade- und Update-Möglichkeiten sind bei OEM-Software jedoch auch in den meisten Fällen voll gegeben.

Der Support der Softwarefirma bei Problemen, ist jedoch bei OEM-Software oft deutlich geringer. Deshalb ist OEM-Software zwar eine gute Lösung für Privatleute und Kleinunternehmen, große Firmen sollten jedoch in den meisten Fällen auf die Vollversionen der Programme zurückgreifen. Bei mit Hardware zusammen erworbener OEM-Software übernimmt häufig der Hardware-Händler, im Gegenzug zu den verbilligten Preisen der Software-Anbieter, den Support und die Garantieansprüche für die OEM-Software.

Wenn Sie ein neues PC-System mit OEM-Software kaufen, kann es sein, dass bestimmte OEM-Software Programme nur vorinstalliert sind und Ihnen keine Sicherheitskopie, bzw. eine Programm-CD-ROM mit ausgeliefert wird. Das bedeutet für Sie, dass Sie die entsprechende OEM-Software selber auf einem Datenträger sichern müssen, damit Sie das Programm nicht bei einem Systemfehler oder Ähnlichem „verlieren“.

OEM-Software kann, wie bereits erwähnt, im Umfang eingeschränkt sein. Dieses kann ärgerlich sein: Wenn Sie beispielsweise einen DVD-Brenner erwerben, kann es sein, dass die mitgelieferte OEM-Software zum Brennen nicht alle Dateisysteme und Schreibformate unterstützt.

Generell kann man sagen, dass für die Entscheidung OEM-Software oder Vollversion keine verbindliche Aussage getroffen werden kann. Abhängig ist die Wahl von verschiedenen Faktoren, z. B. von der Art des Programms, von den jeweiligen Einschränkungen der OEM-Software und anderen.

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