Motorrad-Reifen

Besonder bei Motorrad-Reifen ist die richige Wahl von entscheidender Bedeutung. Welche Arten von Motorrad-Reifen es gibt, welche Motorrad-Reifen fÜr wen die richtigen sind und auf was Sie bei Kauf und Montage von Motorrad-Reifen achten sollten, erfahren Sie hier.

Motorradreifen – Allgemeines

Motorradfahren gehört zu einer schönen aber auch nicht ganz ungefährlichen Fortbewegungsmöglichkeit. Deshalb sollten Sie hier nicht nur Ihr Fahrkönnen trainieren, sondern auch den technischen Zustand Ihres Motorrades ständig kontrollieren. Besonders die Reifen sind hier ständiger Abnutzung unterlegen und sollten besonders beachtet werden. Neben den allgemeinen Beschädigungen wie Risse, kleine Löcher oder ähnliches, sollten Sie auch die Profiltiefe regelmäßig nachmessen. Die Mindestprofiltiefe für Motorradreifen beträgt 1,6 mm. Hersteller empfehlen aber einen Reifenwechsel bereits bei einer Profiltiefe von 2,0 mm.

Motorradreifen – Auswahl

Von der Größe einmal abgesehen, sollten Sie beim Kauf eines Reifens unbedingt einige Dinge beachten, da nicht jeder Reifen auch für Ihr Motorrad geeignet sein muss.

Tragfähigkeit
Wichtig ist hier zum einen die Tragfähigkeit des Reifens. Um festzustellen, ob der Reifen auch für Ihr Motorrad und für Ihre Ansprüche geeignet sind, sollten Sie zuerst feststellen, welches Gewicht Ihr Motorrad selbst hat. Sie erfahren dies aus Ihren Fahrzeugpapieren. Des weiteren sollten Sie bedenken, dass Sie vielleicht nicht immer alleine und vor allem ohne Gepäck unterwegs sind. Hier hat sich schnell Gewicht angesammelt, welches die Obergrenze der Tragfähigkeit des Reifens sowie auch das höchstzulässige Gesamtgewicht Ihres Motorrades erreicht oder gar überschreitet.

Höchstgeschwindigkeit
Auch müssen auf den Reifen Angaben darüber gemacht werden, für welche Höchstgeschwindigkeiten diese ausgelegt sind. Viele Motorradreifen sind für Hochgeschwindigkeitsfahrten über 200 km/h nicht ausgelegt und können hier zu einer großen Gefahrenquelle werden.

Bewegungsfreiheit
Wie beim Autoreifen gibt es für Motorräder nicht nur Reifen, die unterschiedliche Durchmesser haben, sondern auch unterschiedlich breit sein können. Hier sollten Sie nicht nur die Optik entscheiden lassen, sondern auch beachten, dass genügend Freiraum für den Reifen vorhanden ist. Die Motorradreifen dehnen sich während der Fahrt aus und werden breiter, so dass diese dann an anderen Teilen wie der Gabel, der Radabdeckung etc. des Motorrades schleifen können.

Bauart
Achten Sie beim Kauf auf die Profilbeschaffenheit. Motorradreifen, die für Geländemaschinen geeignet sind, haben eine andere Profilbeschaffenheit wie Reifen, die Sie bei Straßenmaschinen aufziehen sollten.

Motorradreifen – Montagehinweise

Wenn Sie den nun passenden Motorradreifen gefunden haben, sollten Sie bei der Montage beachten, dass Sie bei Schlauchreifen auch gleichzeitig den Luftschlauch erneuern. Dieser kann durch seinen Gebrauch gedehnt worden sein, so dass er dann nicht mehr passgenau in den Reifen eingefügt werden kann. Aber nicht nur Falten können hier die Folge sein, auch kann das Material durch die Ausdehnung dünner geworden sein.

Bei Schlauchlosreifen sollten Sie die Ventile ebenfalls mit austauschen. Auch diese unterliegen ständiger Beanspruchung und können so nach einiger Zeit nicht mehr richtig abschließen.

Bevor Sie den Motorradreifen letztendlich auf Ihr Motorrad montieren, muss dieser aber noch ausgewuchtet werden. Verwenden Sie hierzu am besten die so genannten Wuchtgewichte. Flüssige Wuchtmittel, die in die Reifen eingespritzt werden, sind nicht zu empfehlen. Manche Hersteller weisen darauf hin, dass Sie bei Benutzung solcher Flüssigwuchtmittel Ihren Garantieanspruch auf die neu erworbenen Motorradreifen verlieren können.

Motorradreifen – Hinweise

Wenn nur ein Motorradreifen erneuert werden muss, achten Sie beim Kauf darauf, dass dieser zu dem bereits montierten Reifen passt. Das unterschiedliche Fahrverhalten verschiedener Reifen kann den Fahrkomfort erheblich einschränken.

Haben Sie nun die Motorradreifen montiert, müssen diese erst eingefahren werden. Erst nach etwa 200 km erreichen die Reifen ihre absolute Haftfähigkeit und haben sich der Felge optimal angepasst.

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