Leicht-Kfz

Wenn Sie mit Ihrem Auto hauptsächlich kurze Strecken fahren, ärgern Sie sich wahrscheinlich regelmäßig über fehlende Parkplätze, hohen Kraftstoffverbrauch und die teure Kfz-Versicherung. Vielleicht wäre daher die Anschaffung eines Leicht-Kfz eine Überlegung wert. Lesen Sie hier, welche Vorteile ein Leicht-Kfz bietet und was Sie über Leicht-Kfz wissen sollten.

Leicht-Kfz – Allgemein

Vierrädrige Leicht-Kfz sind seit Anfang der 1980er Jahre in Frankreich entwickelt worden. Sie sind vergleichbar mit Kleinkrafträdern oder Motorrollern und werden daher häufig auch „Mopedauto“ genannt. Leicht-Kfz sind kompakte, handliche Stadt- und Nahverkehrsautos, die in die kleinste Parklücke passen. Sie stellen daher für alle, die hauptsächlich kurze Strecken fahren, z. B. zur Arbeit oder zum Einkaufen, eine echte Alternative zum Auto dar. Leicht-Kfz eignen sich besonders als Zweit- oder Dritt-Fahrzeug oder für ältere Fahrer oder Jugendliche ab 16 Jahren. Sie überzeugen mit günstigen Fixkosten – Leicht-Kfz benötigen keine Kfz-Versicherung und sind sehr sparsam im Verbrauch.

Leicht-Kfz – Definition

Folgende Merkmale machen Leicht-Kfz aus:

  • Leergewicht: 350 kg (ohne Zusatzausstattung und ohne Batterien bei Elektrofahrzeugen)
  • Maximaler Hubraum: 50 ccm
  • Maximale Leistung: 4 kW
  • Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h
  • Maximal 2 Sitzplätze
  • Zulassungsfrei

Leicht-Kfz – Die Vorteile

  • Leicht-Kfz müssen nicht zum TÜV.
  • Sie sind Kfz-Steuer befreit.
  • Ein Versicherungskennzeichen genügt.
  • Günstige Versicherung: ca. 66,- Euro jährlich.
  • Geringer Verbrauch: ca. 3,5 Liter Diesel oder Benzin auf 100 km .
  • Günstige Reichweite: Radius von ca. 400 Kilometern pro Tankfüllung.

Leicht-Kfz – Verschiedene Typen

Microcar

Microcars stellen die „ernsthafte“ Auto-Alternative unter den Leicht-Kfz dar. Sie werden von vielen Herstellern in zahlreichen Varianten angeboten, z. B. als Limousine, Cabrio oder Transporter. Die Ausstattung ist mittlerweile mit der herkömmlicher Autos vergleichbar: Metallic-Lackierungen, Alufelgen, Ledersitze, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Einparkhilfe, Navigationssystem usw.

Quad

Quads werden meist als reine Spaßfahrzeuge eingesetzt, z. B. beim Motocross, erfreuen sich aber auch im Straßenverkehr einer immer größeren Beliebtheit. Die Faszination dieser Leicht-Kfz machen hauptsächlich der spürbare Kontakt zur Fahrbahn und die direkte Lenkweise aus. Seit Anfang 2006 gilt für Fahrer von Quads die Helmpflicht.

All Terrain Vehicle (ATV)

Ursprünglich waren die ATVs reine Nutzfahrzeuge in der Land- und Forstwirtschaft; durch günstige Preise und eine relativ einfache Handhabung werden ATVs aber auch zunehmend im Freizeitbereich attraktiv. In schwierigem Gelände überzeugen diese Leicht-Kfz durch Geländegängigkeit und geringes Eigengewicht.

Leicht-Kfz – Führerschein Klasse S

Vierrädrige Kleinkraftfahrzeuge bis 45 km/h, z.B. Quads oder Microcars, dürfen ab 16 Jahren mit einem Führerschein der Klasse S gefahren werden. Mit Leicht-Kfz darf man im öffentlichen Straßenverkehr innerorts oder auf Landstraßen fahren, aber nicht auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen. Der Erwerb der Klasse S setzt keine andere Führerschein-Klasse voraus.

1 Kommentar

  1. Die Leichtkfz Definition stimmt nicht so ganz.
    Es wurde vergessen auf Diesel Motoren hinzuweisen, diese dürfen eine maximale Leistung von 4KW haben der Hubraum ist in diesem Fall egal. Bei Motoren bis 50ccm ist dagegen die Leistung egal -hauptsache das Fahrzeug fährt nicht über 45 km/h.
    Gruß aus Köln

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