Küchenmesser

Erst mit den richtigen Küchenmessern macht Kochen wirklich Spass. Lesen Sie hier welche Arten Küchenmesser es gibt, was ein gutes Küchenmesser ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei einem Küchenmesser.

Küchenmesser

Was für Profiköche selbstverständlich ist, erleichtert auch dem Hobbykoch die Arbeit – gute Küchenmesser. Bei richtiger Pflege sind die schnittigen Helfer ein Leben lang Begleiter beim Kochen.
Eine Küchenmesser – Grundausstattung könnte sein: Universalmesser, Fleischmesser, Office- oder Schälmesser, Brotmesser, Käsemesser, Fischmesser, Schleifstein (oder Wetzstahl) und ein Messerblock.

Küchenmesser. Welche Messer?

Fleisch-, Kochmesser: Mit einer Länge von 16 bis 20 cm eignet es sich bestens zum Schneiden von Fleisch, Fisch und großem Gemüse. Ausführungen mit breiter Klinge sind auch ideal zum Hacken und Wiegen von Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch. Ein Alleskönner unter den Küchenmessern.

Schinkenmesser: Das Tranchiermesser überhaupt: Braten, Fleisch, Schinken – ob roh oder gekocht – immer die richtige Portion.

Ein Office- oder Schälmesser ist ein Küchenmesser mit einer gebogenen Klinge und glatten Schneide und stabiler Spitze, das zum Schälen von Obst, zum Putzen von Gemüse oder zum Zerkleinern von Salat verwendet wird. Ab Ca. 15cm.

Gemüsemesser mit kurzer, handlicher Klinge zum Zerkleinern, Putzen und Dekorieren von Obst und Gemüse.

Spickmesser ist ein kleines, vielseitiges Küchenmesser mit schlanker, mittelspitzer Klinge und glatter Schneide. Zum Schneiden von Zwiebeln, Kräutern und Gemüse.

Tomatenmesser besitzt einen feinen Wellenschliff der glatt durch die zähe Tomatenhaut schneidet. Mit der gegabelten Spitze nimmt man die Scheiben auf.

Brotmesser: gibt es zwischen 20 und 30 cm Die Klinge hat einen Wellenschliff der mit jeder Kruste fertig wird. Egal, ob hartes oder weiches Brot, knusprige Braten oder sogar Speckschwarten.

Buntschneidemesser haben eine geriffelte Schneide und sind zum dekorativen Zerteilen von rohem und gekochtem Gemüse sowie Portionieren von Butter.

Steakmesser mit extra scharfer Klinge – für Steaks und alle Fleischgerichte.

Ausbeinmesser zum leichten Entfernen von Sehnen und Fett, ideal zum Herauslösen von Knochen und dem Enthäuten von Fleisch oder Geflügel.

Filiermesser: Die flexible Klinge garantiert hauchdünnes Filieren von Fisch und Fleisch. Die dünne, hochelastische Klinge erlaubt ganz exakte Schnitte.

Küchenmesser. Welches Material?

Stahlmesser: Der Qualitätsunterschied bei Küchenmessern liegt vor allem im Stahl. Je feiner der Stahl (Zusammensetzung und sogen. Korn) desto schärfer das Messer. Gute Küchenmesser sind aus Chrom-Vanadium-Molybdän-Stahl. Geschmiedete Messer sind besonders robust. Sie haben im Gegensatz zu geschnittenen Messern eine Verdickung zwischen Klinge und Heft, den so genannten Kropf. Er schützt die Hand vor dem Abrutschen und stabilisiert das Messer.
Bei der Herstellung durchläuft ein qualitativ hochwertiges Küchenmesser viele Arbeitsgänge: es wird geschmiedet, mehrfach geschliffen und poliert. Billige Messer dagegen bestehen einfach aus ausgestanztem Stahl, der dann nachgeschärft wird.

Keramikmesser: Die extreme Härte von Keramik erlaubt einen äußerst scharfen Schliff, der bei richtiger Behandlung lange scharf bleibt. Selbst stark salz- und säurehaltige Lebensmittel können der Keramikklinge nichts anhaben. Küchenmesser aus Keramik sind hygienisch, antimagnetisch und antiallergisch. Sie sind einfach zu reinigen und nehmen keine Gerüche an und liegen durch ihr geringes Gewicht gut in der Hand. Der einzige Nachteil: sie sind zerbrechlich und stoßempfindlich.

Küchenmesser. Klinge und Schliff

In der Fachsprache wird des Messers Schneide Wate genannt. Entsprechend der unterschiedlichen Aufgaben entwickelten sich Klingen mit unterschiedlichen Watenformen:

Klinge mit glatter Wate(Schneide): eine glatte Wate ergibt einen sauberen, glatten Schnitt ohne zu zerfasern. Sowohl für hartes wie weiches Schneidegut geeignet. (Obst, Gemüse, Fleisch)

Klinge mit Sägeschliff: zum Anschneiden und Zerteilen weicher Schneidgüter mit fester Schale,

Klinge mit Wellenschliff: für harte Krusten, z.B. Brot

Klinge mit Kullenschliff: Kullen sind am Klingenblatt wechselweise vorne und hinten angebrachte Vertiefungen. Die Wate ist dadurch besonders dünn. Beim Schneiden entstehen an den Kullen Lufteinschlüsse, weshalb sich das Schneidegut leicht von der Klinge löst. Mühelos lässt sich damit hauchdünner Schinken anrichten oder Biskuitboden teilen.

Rückenspitz: gerader Klingenrücken, gebogene Schneide.

Mittelspitz: Schneide und Messerrücken sind leicht gekrümmt und laufen spitz zu. (z.B. beim Spickmesser)

Watenspitz: gebogener Klingenrücken, gerade Schneide bis zur Klingenspitze – für glatt durchgezogene Schnitte ohne Wiegebewegung.

Küchenmesser. Griff-Design

Ob das Küchenmesser gut in der Hand liegt hängt vom Design des Griffes ab. Ein ergonomisch geformter Griff passt sich der natürlichen Form der Hand an. Ein gut geformter Griff hat einen ausgeprägten vorderen Handschutz, damit die Hand einen sicheren Halt hat. Der Handschutz ist entweder in die Griffform eingearbeitet oder, bei hochwertigen Kochmessern, als Stahlteil (Kropf) ausgebildet. Ein durchgehender oder durchgeschmiedeter Griff ist stabiler und haltbarer. Griffschalen gibt es aus Edelstahl, Holz oder Kunststoff. Zur perfekten Balance sind Edelstahlgriffe einiger Hersteller mit Sandkörnern gefüllt.

Küchenmesser. Aufbewahrung und Pflege

Messer bewahrt man nicht nur schonend sondern auch griffbereit am besten in einem Messerblock auf. Die richtige Pflege von Küchenmessern ist einfach: Nach dem Benutzen unter fließend lauwarm Wasser mit einem Schwamm oder Tuch abwaschen und kurz abtrocknen. Hochwertige Küchenmesser sollten nicht in den Geschirrspüler. Das aggressive Salz greift – genauso wie Flugrost – den Stahl an. Spülen Sie deshalb Säuren (z.B. Obst- und Gemüsesäfte, Senf, Ketchup, Meerrettich) unmittelbar nach Gebrauch von der Klinge ab. Ein stumpfes Messer haben unsere Großeltern zum Schärfen früher über Keramik, etwa einen Tellerrand, gezogen. Heute schärfen Sie Ihre Messer mit einem Wetzstahl oder besser mit einem Schleif-Stein. Sollte Ihr Messer ganz stumpf geworden sein, lassen Sie vom Schleifer einen neuen professionellen Grundschliff machen. Sägemesser können nicht selbst geschärft werden.

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