Ile d Ré


Ile d Ré

Die Ile de Ré liegt nordwestlich von La Rochelle im Südwesten Frankreichs. Die kleine Insel, die eigentlich aus mehreren zwischenzeitlich zusammengewachsenen Inseln besteht, hat eine Gesamtfläche von ca. 86 qkm. Sie ist annähernd 30 km lang und variiert in ihrer Breite zwischen 70 m und 5 km. Zu erreichen ist die Ile de Ré über eine ca. 3 km lange Brücke, die die Insel mit dem Festland Frankreichs verbindet.

Die Häuser auf der Ile de Ré sind meist weiß getüncht. Und da damals noch sehr aktiv auf den Salinen gearbeitet wurde und hier entsprechend viele Salzpyramiden entstanden sind, hat die Ile de Ré den malerischen Beinamen die „Weiße“ bekommen.

Die Salzpyramiden haben im Übrigen schon so manches englisches Kriegsschiff davon abgehalten, an der Ile de Ré anzulegen, da die Salzpyramiden von weitem wie die Zelte des französischen Heeres aussahen, in dessen Nähe die englischen Truppen ihre Schiffe lieber nicht ankern wollten.

Die Landschaft auf Ile de Ré ist so beeindruckend, dass gleich die gesamte Insel zum Landschaftsschutzgebiet erklärt wurde.

Neben der schönen Landschaft hat die Insel aber auch noch sehr schöne Badestrände anzubieten.

La Flotte

In La Flotte findet ihr einen Hafen, der bereits im 18. Jahrhundert eine wichtige Rolle für den Transport von Wirtschaftsgütern gespielt hat. Auch heute noch herrscht hier noch ein reger Schiffsverkehr.

Die Markthalle aus dem 12. Jahrhundert, die nur aus einem mit Ziegeln bedeckten Holzgerüst besteht, erfüllt heute noch ihren Zweck und ist allemal einen Besuch wert.

Saint-Martin-de-Ré

Saint-Martin-de-Ré ist die Hauptstadt der Ile de Ré. Auffallend ist, dass hier die militärischen Bauten mit den anliegenden privaten Häusern eine besonders gelungene Einheit bilden. Die Altstadt selbst ist von einem sternförmigen Steinwall umgeben, der sich bis zur Küste hinzieht.

Im Osten der Stadt befindet sich die Zitadelle der Ile de Ré aus dem 17. Jahrhundert, die auch heute noch als Gefängnis genutzt wird. Man sagt, dass die Zitadelle besonders ausbruchssicher sei.

Le Bois-Plag-en-Ré

Der Ort gilt als das Zentrum der Landwirtschaft der Ile de Ré. Um fast ganz Le-Bois-Plag-en-Ré wird der Weinbau betrieben.

Den längsten Strand der Ile de Ré findet Ihr hier. Da die Windverhältnisse optimal fürs Windsurfen sind, zieht es auch viele Surfer nach Le Bois-Plag-en-Ré.

La Couarde-sur-Mer

Das kleine Städtchen La Couarde-sur-Mer hat seine Ursprünglichkeit weitestgehend bewahren können, wobei es aber eine große Fußgängerzone gibt. Nach dem Spazierengehen könnt Ihr Euch an dem langen Sandstrand La Couarde-sur-Mer ausruhen.

Ars-en-Ré

In Ars-en-Ré befand sich früher die größte Salinenverladestation der Ile de Ré. Heute liegt die jährliche Salzproduktion lediglich noch bei 2000 Tonnen und ist für die Wirtschaft der Insel nicht mehr von so großer Bedeutung.

Ars-en-Ré ist besonders für seinen beeindruckenden Kirchturm bekannt, der auch gleichzeitig als Orientierungshilfe für die Schifffahrt dient. Der Kirchturm ragt sehr weit in Höhe. Die obere Hälfte wurde schwarz, die untere Hälfte weiß gemalt. Er wird heute noch gerne von den Kapitänen als Orientierungspunkt genutzt.

Weitere Ausflugsziele

Auf der gesamten Insel findet Ihr noch Hinweise auf die vielen Kriege, in die die Ile de Ré als Insel zwischen England und Frankreich immer wieder verwickelt wurde. So gibt es auch in vielen Städten Museen, Forts und Kirchen zu besichtigen, die von der Geschichte der Insel erzählen.

Die Ile d’Ré könnt Ihr besonders gut mit dem Fahrrad erkunden. Ihr findet hier ein sehr gut ausgebautes Fahrradnetz mit 100 km Fahrtstrecke.

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