Ile d’Aix


Ile d’Aix

Die kleine nur mit ca. 200 Einwohnern bewohnte Ile d’Aix liegt im Atlantik vor der Küste Südwestfrankreich, unweit von dem Küstenort Fouras entfernt. Die Ile d’Aix ist nur 2 km lang ca. 0,8 km bis 1,8 km breit.

Die Besonderheit von Ile d’Aix liegt vor allem darin, dass auf dieser keine motorisierten Gefährte existieren. Lediglich Fahrräder oder auch Kutschen sind hier erlaubt. Ein Inselrundgang zu Fuß ist im Übrigen in ca. 2,5 Stunden gut zu schaffen. Die Insel eignet sich also hervorragend für einen Tagesausflug.

Im 11. Jahrhundert diente die Ile d’Aix nur Mönchen als Sitz für ihr Kloster. Doch diese waren allein auf der Insel den Angreifern immer wieder schutzlos ausgeliefert, sodass das Kloster immer wieder zerstört wurde, bis die Mönche im Jahr 1343 endgültig aufgegeben und die Insel verlassen haben.

Erst später fand das Militär dann Gefallen an der Ile d’Aix und errichtete dort im 17. Jahrhundert einen strategisch wichtigen Verteidigungspunkt. Selbst Napoleon fand die kleine Insel interessant und begann Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Bau von gewaltigen Verteidigungsanlagen rund um das kleine Dorf, wobei er den Bau auch teilweise selbst beaufsichtigte. Er ließ dort speziell für den Befehlshaber der Garnison ein besonders großes Haus bauen, ohne ahnen zu können, dass er genau in diesem Haus die letzten drei Tage auf dem Boden Frankreichs verbringen würde, bevor er ins Exil gehen musste.

Ehemaliges Haus des Befehlshabers

In dem ehemaligen Haus des Befehlshabers befindet sich heute das Napoleonische Museum, das über das Leben des ehemaligen Regenten ausgiebig berichtet. Selbst seinem Sohn wurde ein ganzes Stockwerk gewidmet. Man merkt bei jedem Ausstellungsstück, dass der Baron Gourgaud, der Gründer des Museums und übrigens Urenkel des Adjutanten Napoleons, ein großer Anhänger des Arbeitgebers seines Urgroßvaters war.

Afrikanisches Museum

Baron Gourgaud, der das Napoleonische Museum 1925 errichtet hat, eröffnete in der Nähe des Hauses des ehemaligen Befehlshabers 1933 noch das Afrikanische Museum. Als leidenschaftlicher Großwildjäger und Liebhaber Afrikas hat er hier unter anderem eine große Ansammlung von afrikanischen Kunstgegenständen zusammengetragen.

Kirche Saint-Martin

Die Kirche Saint-Martin gilt als Überrest des ehemaligen Priorats der Mönche, welche sich ab dem 11. Jahrhundert auf der Insel aufhielten. Das Querschiff, die Apsis sowie die Krypta, die unter Denkmalschutz stehen, solltet Ihr Euch ansehen, wenn Ihr auf der Ile d’Aix seid.

Fort Liédot

Von den Befestigungsanlagen auf der Ile d’Aix ist heute noch das vor kurzem restaurierte Fort Liédot noch relativ gut erhalten.

Weitere Ausflugsmöglichkeiten

Der Westen: Die Ile d’Aix hat neben den kulturellen Sehenswürdigkeiten auch noch einen schönen Badestrand, den Grande Plage zu bieten. Hier könnt Ihr nach der Erkundung der Insel den restlichen Tag am Strand ausklingen lassen und den Blick auf das Fort Boyard genießen, welches nicht weit von der Ile d’Aix mitten im Atlantik liegt.

Der Osten der Insel gehört den Muschelzüchtern.

Der Norden der Insel ist zwar felsig, aber immer wieder mit kleineren Sandbuchten durchsetzt. Baden könnt Ihr hier aber trotzdem.

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