Saint-Florent


Saint-Florent

Saint-Florent liegt am südwestlichen Ende des Fingers von Korsika, eingebettet zwischen der Westflanke von Cap Corse und dem Désert des Agriates. Saint-Florent bzw. San Fiurenzu, wie der korsische Name lautet, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Allerdings ging diese nur bis zum 18. Jahrhundert, bis die Stadt – damals Bischofs- und Gouverneurssitz – regelrecht ausgestorben ist. Zum einen war es die Malaria und zum anderen die ständigen Angriffe der Kriegsgegner. Die Sumpflandschaft, auf der Saint-Florent erbaut wurde, tat ihr übriges.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts haben die Korsen angefangen, die Sumpflandschaft trocken zu legen und die Stadt wieder neu aufzubauen. Nicht zuletzt mit dem Blick auf die wunderschönen Strände und die schöne Lage, die Saint-Florent aufweisen kann und was wiederum die Touristen angezogen hat.

Heute ist Saint-Florent eine Kleinstadt, die sich ganz dem Tourismus verschrieben hat. Die 1500 Einwohner leben inmitten Hotels, Ferienanlagen und Campingplätzen. Das touristische Freizeitangebot ist gut ausgewogen, sodass für jeden von euch etwas dabei sein könnte.

Einzig übrig geblieben von der glorreichen Vergangenheit ist die Zitadelle der Stadt sowie die Cathédrale du Nebbio, die sich etwas außerhalb der Stadt befindet.

Baden

Saint-Florent ist umgeben von traumhaft schönen Stränden.

Im Süden sind die Strände feinsandig und das Meer fällt langsam und flach ab. Ideal für Kleinkinder und Surfanfänger.

Im Norden ist der Strand aus Kies, dafür ist das Meer für Surfer, die aber zumindest über etwas Erfahrung verfügen sollten, gut geeignet.

Zitadelle

Die Zitadelle von Saint-Florent ist in ihrer Bauart eher außergewöhnlich für Korsika. Erkennt man bei den anderen Zitadellen der Insel die genuesische Architektur, scheint diese eher nordafrikanischer Bauart zu sein. Die Zitadelle wurde erst vor ein paar Jahren aufwendig renoviert und kann heute wieder besichtigt werden. Sie diente im Übrigen ehemals als Amtssitz des Gouverneurs.

Cathédrale du Nebbio

Die Cathédrale du Nebbio oder die Église Santa Maria Assunta liegt ca. 1 km außerhalb von Saint-Florent. Sie stammt noch aus der Zeit, als Saint-Florent wegen des Sumpfgebiets nicht direkt am Meer weiter bebaut werden konnte. Die Kirche aus dem Jahr 1140 ist noch sehr gut erhalten. Besonders interessant ist vor allem der Reliquienschrein, in dem sich die sterblichen Überreste eines römischen Soldaten befinden. Dieser Soldat ist im 3. Jahrhundert als Märtyrer gestorben, nachdem er kurz zuvor zum Christentum konvertierte. Nach dieser Heldentat wurde er heilig gesprochen. Seitdem ist der heilige Florus der Schutzpatron von Saint-Florent.

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