Bonifacio


Bonifacio

Das ganz im Süden gelegene Bonifacio ist die Stadt Korsikas, die Sardinien am nächsten liegt. Bonifacio, auf korsisch: Bunifaziu, hat seine Bekanntheit vor allem seiner geografischen Lage zu verdanken. Die Stadt mit den knapp 3.000 Einwohnern liegt auf einem lang ins Meer gezogenen schmalen Kreidefelsen. Da der Felsen nicht besonders breit ist, waren den städtebaulichen Fantasien schnell Grenzen gesetzt worden. In die Breite konnten die Einwohner nicht bauen, aber in die Höhe.

Teils verfügten einzelne Häuser zwar über drei oder vier Stockwerke, aber keine Treppen. Die oberen Etagen wurden mit Strickleitern erreicht, die zur Nacht eingezogen wurden, um so den Einbrechern keine Chance zu geben. Und bei denen, die Treppen haben, sind diese teils abenteuerlich steil. Ein Blick in die eine oder andere offene Tür wäre hier schon empfehlenswert.

Einige Häuser in Bonifacio wurden auf einem Felsüberhang gebaut, die teils heute schon gewaltige Risse zeigen. Die ersten Felsabbrüche sind bereits passiert, auch solche, in denen Häuser in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Durch die Lage am südlichsten Zipfel Korsikas hatte Bonifacio zu den Zeiten, als die Kriege noch von Seeseite aus geführt wurden, eine große Bedeutung. Heute ist Bonifacio ein Ort, den Ihr auf einem Besuch auf Korsika unbedingt anschauen solltet, da die Lage des Orts selbst, aber auch der Blick über die Meerenge nach Sardinien einmalig ist.

Zitadelle

Die Zitadelle liegt in der Oberstadt und nimmt allein 2 Drittel des Gebiets ein. In der jüngeren Geschichte von Bonifacio war hier bis 1983 die Fremdenlegion untergebracht. Heute hat ein Teil das französische Militär für sich in Anspruch genommen. Der Rest steht aber Besuchern zur Verfügung.

Am westlichen Teil der Zitadelle von Bonifacio, wo sich auch eine kleine Kirche und der Seefahrerfriedhof befindet, gibt es einen abenteuerlichen Tunnel, der direkt zum Meer hinunterführt. Gegraben wurde er als Flucht- bzw. Schleichweg während des 2. Weltkriegs. Heute könnt Ihr ihn benutzten, wenn Ihr einen tollen Ausblick auf die Meerenge genießen möchtet.

Église Saint-Dominique

Die Kirche von Bonifacio stammt aus dem 13. Jahrhundert und war einst eine Spende des Templerordens.

Escalier du Roi d’Aragon

Die Treppe des Königs von Aragonien, wie die Escalier du Roi d’Aragon auf Deutsch heißt, ist eine lang gezogene Treppe, die direkt bis ans Meer und dort in eine Grotte führt. Die Treppe wurde direkt in den Fels hineingehauen. Hinunter führen genau 187 Stufen. Denkt aber daran, dass Ihr diese auch wieder hinaussteigen müsst.

Hafen

Am Hafen könnt Ihr Euch von den teilweise schon anstrengenden Besichtigungstouren durch Bonifacio in den zahlreichen Cafés und Restaurants etwas ausruhen.

Vom Hafen aus fahren Euch zahlreiche Boote zu den Stellen aufs Meer, von denen Ihr einen imposanten Blick auf Bonifacio haben könnt. Denn nur so wird die Einzigartigkeit der Lage der Stadt auch richtig offensichtlich.

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