Sakko

Der Sakko auch Sacco oder Jackett (von Jakob) ist eines der wichtigsten Bestandteile der Herrenoberbekleidung, vor allem in Business und Anlassbereich in westlichen Ländern. Faktisch handelt es sich um eine an der Vorderseite mit Knöpfen verschließbare Jacke, mit einem weit nach unten gezogenen Kragen (Revers), die entfernt an ein Hemd erinnert. Vom Schnitt wird unterschieden zwischen dem traditionellen einreihigen und dem modischeren zweireihigen (übergeknöpften) Sakko.

Sakko – Arten

Longsakko:

Für Hochzeiten, Konzerte, Theaterbesuche und Familienfeste eignet sich das Longsakko. Es ist etwas länger als das „normale" Sakko und passt nicht nur zu Hochzeiten sondern ist als Drei- oder Vierknopf-Sakko mit modischen Kragenvarianten zu vielen Gelegenheiten tragbar. Als Alternative zum festlichen Kläppchenkragenhemd dann am besten mit Partyhemd in Weiß oder Crème.

Party-Sakko:

Ob Schalkragen, Spitz- und Winkelfaçons bis hin zur kragenlosen Cardiganform – oder auch das modisches Longsakko, Sakko-Kombinationen sind die vielfältigste Art, sich gut anzuziehen. Die Weste gehört immer dazu. Das weiße Hemd zeigt sich mit Kläppchenkragen, Schleife und Pochette am festlichsten, für den Alltag reicht ein Business-Hemd mit Krawatte.

Das Stehkragensakko:

Für Hochzeit, Events und Konzerte eine neue Variante für das festliche Outfit. In aller Welt bekannt geworden durch Elton John. Das hochgeschlossene Sakko wird mit Weste und passendem Plastron oder Schleifenband getragen. Das Sakko hat vorzugsweise eine verdeckte Knopfleiste und eine Länge von 80-85 cm, ideal für den groß gewachsenen Mann.

Das Sportsakko oder das legere Sakko:

Modisch geschnittene Sakkos aus Cord, Tweed, Jeans die nicht nur mit Hemd und Krawatte getragen werden sondern auch mit T-Shirt und Rollkragenpulli.

Sakko- Merkmale

Sission/ Seitennähte:

Sission sind Seitennähte bei der Frontpathie eines Sakkos

Rückenschlitz:

Bei den Rückenschlitzen (falls ohne, als kontinentaleuropäischer Schnitt) unterscheidet man zwischen dem mittleren Rückenschlitz (amerikanischer Schnitt) oder dem klassischen Schnitt mit zwei Seitenschlitzen (englische Variante).

Schulterlinie / Schulterlage:

Sie bezeichnen die obere Kante an der Schulter eines Sakkos. An dieser Stelle findet man bei „edlen“ Sakkos die Schneidernaht. Diese Ziernaht ist ein Garant für hochwertige Verarbeitung.

Taschen:

An der Vorderseite des Sakkos sind zwei Außentaschen aufgesetzt oder eingesetzt. Diese so genannten Pattentaschen sind oft bei Anzügen und Sakkos verwendete Taschen, deren Eingriff mit einer Taschenklappe oder einem Taschenbesatz bedeckt ist, dazu kommt auf der linken Brustseite die Brusttasche für ein Einstecktuch. Eine weitere Sonderform beim Schnitt ist die zusätzliche Billettasche, sie befindet sich bei einigen Modellen auf der rechten Seite des ein- oder zweireihigen Sakkos, über der normalen Sakkotasche.

Revers:

Sie sind ein Teil der Frontpartie des Sakkos und durch die Crochetnaht mit dem Kragen verbunden. Man unterscheidet hier zwei Formen die steigenden Revers und die fallenden Revers.

Sakko – Kauf

Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Kragen nicht zu weit vom Hals absteht, dagegen darf das Hemd ruhig etwas über den Jackettkragen hinausschauen. Wirft die Jacke unterhalb des Kragens am Nacken Falten, ist sie zu eng. Auch Falten zwischen Schulter und Oberarm sind ein Zeichen für schlechten Sitz. Achten Sie darauf, dass die Partie zwischen Ärmelnaht an der Schulter und am Sakkorevers harmonisch fällt. Die perfekte Ärmellänge ist, wenn das Hemd ein Stück aus dem Ärmel hervorblitzt. So kommen auch die Manschettenknöpfe zur Geltung.

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