Lederblazer

Reisegepäck, Lederblazer, Fahrzeuginterieur, Wohnbereich – überall da, wo Wert auf Individualität gelegt wird, verarbeiten die Designer und Handwerker Leder. Leder ist ein modischer Dauerbrenner. Mit einem Lederblazer erwerben Sie deshalb ein Kleidungsstück für viele Jahre. Lesen Sie, was es bei Lederblazern für Unterschiede gibt, und worauf Sie bei Kauf Ihres Lederblazers achten sollten.

Lederblazer – die Lederarten

Viele unterschiedliche Tierhäute können zu Lederblazern verarbeitet werden. Leder kommt nicht von der Rolle, sondern ist ein gewachsenes, natürliches Material. Jeder Lederblazer hat deshalb seine individuellen Merkmale, das können Narben, Insektenstiche oder die unterschiedlichen Partien eines Lederstückes sein. In der Bekleidungsindustrie kommen hauptsächlich folgende Tierhäute zur Verarbeitung:

  • Lederblazer aus Ziege – Ein Lederblazer aus Ziegenleder ist reißfest, weich, leicht und unter bestimmten Voraussetzungen waschbar.
  • Lederblazer aus Schaf- und Lammnappa – Dieses leichte, weiche Leder wird in der Hauptsache für günstige, modische Lederbekleidung verwendet, Der Nachteil: es leiert sehr stark aus
  • Lederblazer aus Pork- oder Schweineleder – Dies ist ein billiges Leder, das nur mit großem chemischem Aufwand als Bekleidungsleder verwendet werden kann. Mittlerweile chemisch voll ausgerüstet wird es in einer maschinenwaschbaren Variante angeboten. Es ist nicht sehr reißfest und grobporig, meistens hart oder „knitterig“. Der wesentlichste Vorteil besteht dadurch, dass daraus hergestellte Bekleidungsstücke billig sind.
  • Lederblazer aus Rind – Ein Lederblazer aus Rinderleder ist schwerer aber sehr stabil, er ist sehr abrieb- und reißfest. Rindleder wird wie alle anderen Lederarten in verschiedenen Klassen und Verarbeitungsstufen angeboten.

Lederblazer – wie wird das Leder gegerbt?

Durch das Weichen wird die Rohhaut von Schmutz und Salzen befreit, anschließend werden Gewebe, Fleisch und Fettreste mit Messerwalzen entfernt. Beim Äschern werden die Haare on den Häuten entfernt. Anschließendes Beizen, Pickeln und Gerben machen aus dem Fell das Leder für Ihren Lederblazer. Die gegerbten Häute werden durch Pressen entwässert und anschließend lange und intensiv gewalkt. Je länger dies geschieht, desto weicher wird die Haut für Ihren Lederblazer. Beim Kauf Ihres Lederblazers sollten Sie nach Möglichkeit auf das Herstellungsland achten. In Ländern der dritten Welt kommen oft äußerst aggressive Gerbstoffe zum Einsatz, die bei empfindlichen Naturen zu Hautreizung führen können.

Lederblazer – worauf Sie achten sollten:

Der Markt ist überschwemmt mit Billig-Ledern. Wenn der Lederblazer nicht teurer als eine Stoffjacke sein darf und auch an seine Langlebigkeit kein Anspruch gestellt wird, dann ist eine einfache Materialqualität oft ausreichend. Doch was macht einen guten Lederblazer aus? Feine Lederblazer- und Lammfellqualitäten erkennen Sie am weichen, natürlichen Griff, an seiner Geschmeidig- und Leichtigkeit und seinen angenehmen Trageeigenschaften wie die Atmungsaktivität und die Aufnahme von Körperfeuchtigkeit. Zudem werden exclusive Lederblazer vor der Konfektion langzeitimprägniert, so dass sie sofort tragefähig sind.

Lederblazer – Pflege

Behandeln Sie Flecken auf Ihrem Lederblazer nie mit harten Lösungsmitteln wie z.B. Aceton, Benzin oder Nagellackentferner! Leder kann lichtempfindlich sein, schützen Sie Ihren Lederblazer darum vor intensiven Licht oder Sonnenstrahlen. Einen feuchten Lederblazer sollten Sie nur bei normaler Raumtemperatur trocknen, nicht in Sonnen- oder Heizkörpernähe, das Leder wird sonst hart. Leder muss atmen und sollte daher luftig und trocken aufbewahrt werden. Regentropfen auf Ihrem Lederblazer können Sie je nach Lederoberfläche entfernen. Bei Velourleder verklebte, saubere Velourfasern mit weicher Bürste vorsichtig gegen den Strick aufrauen. Frische Fettflecken können Sie mit Kreidestaub oder Magnesium von Ihrem Lederblazer aufsaugen. Den Staub dick auf die jeweilige Stelle auftragen und mindestens 12 Stunden einwirken lassen, dann vorsichtig wegbürsten.

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