Industriedesign

Industriedesign beschäftigt sich mit den Produkten, die uns täglich umgeben. Massenproduktion mit funktionalem Design und toller Optik, das sind die Anforderungen an modernes Industriedesign. Im folgenden Text erfahren Sie mehr zur Arbeitsweise und zum Berufsbild Industriedesign.

Industriedesign – Was passiert da?

Hätten Sie gedacht, dass Sie umgeben sind von Industriedesign: Die Kaffeemaschine, der Toaster oder die italienische Zuckerdose, all das gehört ebenso dazu wie das neue Fahrrad oder Möbelstücke. Industriedesign beschäftigt sich mit zwei großen Produktgruppen unseres täglichen Lebens – den Konsumgütern und den Investitionsgütern. Egal ob bei Konsumgütern wie Haushaltsgeräten, Werkzeugen oder Fahrzeugen oder bei Investitionsgütern wie Produktionsmaschinen oder Medizintechnik, das Industriedesign soll ein optisch ansprechendes Ergebnis bringen, das in Serie produziert werden kann und funktional umsetzbar ist. Der Auftrag für ein neues Industriedesign kommt entweder vom Hersteller oder der Designer beginnt in Eigenregie und bietet das fertige Industriedesign möglichen Abnehmern an.

Industriedesign – Ablauf

Ein neues Industriedesign beginnt mit der Anforderungsliste. Wie soll das neue Produkt sein oder was soll es können? Welche Zielgruppe wird mit dem Industriedesign angesprochen? Alle Vorgaben des Industriedesigns werden dann in einem Pflichtenheft zusammengefasst.

Danach entstehen erste Zeichnungen des neuen Industriedesigns. Diese beinhalten verschiedene Ideen, Varianten und Details des Produktes und werden meist mehrfach überarbeitet.

Die besten Varianten des Industriedesigns werden dem Auftraggeber nun in einer Präsentation vorgestellt. Diese dient dazu festzustellen, ob das Industriedesign mit den Vorstellungen des Herstellers übereinstimmt. Gemeinsam wird festgelegt, welche Entwürfe des Industriedesigns am besten sind und die Grundlage für die nächsten Arbeiten bilden. Es werden ein Computermodell des Industriedesign und fotorealistische Renderings angefertigt, um eine realistische Ansicht des Produkts zu erhalten. Nun einigt man sich auf Farben, Oberflächen und weitere Details des Industriedesigns.

Wenn alle Details des Industriedesigns geklärt sind, folgen Modell und Prototyp. Das Modell des Industriedesigns dient dazu, die Nutzung durchzuspielen oder zu simulieren, der Prototyp wird durch Nutzer getestet bzw. zu Werbezwecken auf Messen präsentiert.

Danach kann das neue Industriedesign in Serie gehen.

Industriedesign – Ausbildungsweg

In Deutschland bietet eine Reihe von Fachhochschulen den Studiengang „Industriedesign“ an. In acht Semestern werden sowohl theoretische Grundlagen des Industriedesign – von Werkstoffkunde über Marketing bis hin zu Naturstudien reichen die Inhalte – als auch praktische Erfahrungen vermittelt. Zwei Praxissemester sind beim Studiengang Industriedesign verpflichtend. Voraussetzungen für das Studium Industriedesign sind die Allgemeine Hochschulreife, ggfs. auch ein Eignungstest bzw. ein sechswöchiges Praktikum vor Studienbeginn. Hilfreich, jedoch nicht zwingend erforderlich ist außerdem eine praktische Ausbildung im gestalterischen Bereich, zum Beispiel als Mediengestalter oder Fotograf.

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