Gabelstapler-Schulung

Eine Gabelstapler-Schulung öffnet für Lagerarbeiter neue Arbeitsbereiche und erhöht ihre Chance auf eine besser bezahlte Arbeitsstelle. Ein erfolgreicher Abschluss einer Gabelstaplerschulung ist mittlerweile Pflicht, falls Sie im Betrieb Ihres Arbeitgebers als Gabelstaplerfahrer eingesetzt werden möchten. Aber die Kosten für eine Gabelstapler-Schulung könnten sich schnell als gute Investition erweisen und werden teilweise auch vom Arbeitgeber ersetzt, wenn bei ihm Bedarf an Fahrern besteht.

Gabelstapler-Schulung — Die gesetzlichen Grundlagen

Ihre Eignung für das Führen von Gabelstaplern weisen Sie mit einer erfolgreich bestandenen Gabelstapler-Schulung nach. Gabelstapler zählen zu den so genannten Flurförderzeugen. Die gesetzliche Grundlage für eine Gabelstapler-Schulung bilden folgende Vorschriften und Richtlinien der Berufsgenossenschaft: BGG 925 (Berufsgenossenschaftlicher Grundsatz), BGV A 1 und BGV D 27 (Berufsgenossenschaftliche Vorschriften). Die Berufsgenossenschaften definieren Flurförderzeuge wie folgt. Flurförderzeuge

  • laufen mit Rädern auf Flur und sind frei lenkbar,
  • sind zum Befördern, Schieben oder Ziehen von Lasten eingerichtet und
  • zur innerbetrieblichen Verwendung bestimmt.

Bei einer Gabelstapler-Schulung lernen Sie, sicher mit solchen Flurförderzeugen zu fahren und zu manövrieren.

Gabelstapler-Schulung — Voraussetzungen für den Einsatz als Gabelstaplerfahrer

Für das Führen eines Gabelstaplers müssen Sie nach der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift D27 mindestens 18 Jahre alt sein. In Ausnahmefällen dürfen Sie jedoch auch als Jugendlicher unter einem Alter von 18 Jahren Flurförderzeuge unter fachlicher Aufsicht fahren. Sie müssen als Gabelstaplerfahrer für die Tätigkeit geeignet und ausgebildet sein und Ihre Befähigung nachgewiesen haben. Die Ausbildung erfolgt im Rahmen einer Gabelstapler-Schulung. Der Auftrag zum Führen des Flurförderzeugs an den Arbeitnehmer sollte vom Arbeitgeber schriftlich fixiert werden.

Die G25 Untersuchung

Die Befähigung zum Führen eines Flurförderzeugs wird meist mithilfe einer G25-Untersuchung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten nach den Vorgaben der Berufsgenossenschaften nachgewiesen. Die Untersuchung integriert beispielsweise Hör- und Sehtests und darf nur von autorisierten Ärzten oder autorisierten Anbietern von Gabelstapler-Schulungen durchgeführt werden

Gabelstapler-Schulung — Grundsätze für die Ausbildung

Die Gabelstapler-Schulung erfolgt in drei Stufen. Die Grundsätze der Ausbildung sind im BGG 925 „Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz und Fahrerstand“ festgelegt.

  • Die allgemeine Ausbildung erfolgt in Stufe 1 der Gabelstapler-Schulung. Hier lernen Sie Bestimmungen zur Sicherheit sowie die Grundlagen für das Fahren und Arbeiten mit einem Flurförderzeug: etwa das Heben, Stapeln und Absetzen von Lasten. Die Gabelstapler-Schulung in dieser ersten Stufe sollte drei bis fünf Tage dauern und 20 bis 35 Lehreinheiten beinhalten, wobei eine Lehreinheit 45 Minuten dauert. Mindestens 10 dieser Lehreinheiten sollten Theoriestunden sein.
  • Stufe 2 der Gabelstapler-Schulung dient Ihnen als Zusatzausbildung. Sie lernen zum Beispiel, mit einem Containerstapler oder einem Querstapler umzugehen.
  • In der Stufe 3 der Gabelstapler-Schulung werden Sie im Unternehmen Ihres Arbeitgebers im Umgang mit den im Betrieb verwendeten Flurförderzeugen geschult. Dieser Teil der Gabelstapler-Schulung orientiert sich sehr stark an der Praxis der später anstehenden Arbeit. Der Unternehmer weist Sie zudem in alle Regeln ein, die im jeweiligen Unternehmen beim Führen eines Flurförderzeugs zu beachten sind.

Die bestandene Gabelstapler-Schulung berechtigt Sie nicht, für den Rest Ihres Lebens ohne Maßnahmen für eine Weiterqualifikation ein Flurförderzeug zu fahren. Einmal im Jahr ist eine Unterweisung von vier bis sechs Stunden zur Auffrischung der Kenntnisse Pflicht.

2 Kommentare

  1. Ich bin Staplerfahrer in einem Möbellager.
    Meine Frage ist die wie hoch darf die Durchfahrtshöhe eines Seitengabelstapler´s sein ?? Meine Frage bezieht sich deshalb da Ich vor 2 Wochen einen Staplerunfall hatte. Bei uns gibt es 3 Gänge bei denen die Ragalhöhen niedriger sind wie das Dach des Staplers.
    Bei meinem Schaden hat sich von einer Corlette ein altes Rad in mein Schutzgitter an der Fahrerkanzel eingehängt und mich samt Stapler gegen das Ragal gezogen. Dabei ist die Kanzel verdreht worden und mir das Schutzgitter gegen denn Kopf geflogen. Mein Betrieb sagt jetzt Ich hätte Schuld an dem Schaden was Ich aber nicht nachvollziehen kann da Ich der meinung bin nicht Schuld daran zu haben.Die Staplerkapine ist in diesen Gängen höher wie die Corletten die in denn Regalen stehen. Dazu sind hier Betonpfeiler die es nicht zu lassen die Corletten weiter ins Regal zu stellen so das Sie ca 20 cm in die Fahrstrecke reinstehen. Wer kann mir hier helfen da Ich einen schriftlichen Verweis (Abmahnung)bekomme und an an denn Kosten zur Reperatur des Staplers hinzugezogen werden soll.

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