Bilanzbuchhalter Ausbildung

Die Bilanzbuchhalter-Ausbildung ist eine kaufmännische Weiterbildung. Wie genau so eine Bilanzbuchhalter-Ausbildung abläuft, was eine gute Bilanzbuchhalter-Ausbildung ausmacht und worauf Sie bei der Ausbildung zum Bilanzbuchhalter achten sollten, erfahren Sie hier.

Sie sind bereits Betriebswirt oder Kaufmann und wollen einen weiteren beruflichen Abschluss? Sie brauchen eine Weiterbildung mit Zertifikat oder wollen sich Kompetenzen im Rechnungswesen verschaffen? Sie möchten einen Beruf im Bereich der Betriebswirtschaft und des Controlling? Dann könnte die Bilanzbuchhalter-Ausbildung das Richtige für Sie sein.

Bilanzbuchhalter-Ausbildung – was ist das?

Viele Bewerber für eine Bilanzbuchhalter-Ausbildung rüsten sich zunächst mit einem Vorbereitungslehrgang. Die berufsbegleitende Bilanzbuchhalter-Ausbildung ist die häufigste und dauert ein bis zweieinhalb Jahre (300-750 Unterrichtsstunden). Vollzeitlehrgänge an Bildungszentren und an der Industrie- und Handelskammer dauern drei Monate. Diese Bilanzbuchhalter-Ausbildung wird auch in Fernlehrgängen und an privaten Schulen angeboten. Diese Bilanzbuchhalter-Ausbildung kann als Fortbildung zum Abschluss „Geprüfter Bilanzbuchhalter/in“ (IHK) führen. Das Prüfungsniveau ist hoch und gleicht dem Schwerpunktstudium Rechnungswesen in der Betriebswirtschaft. Es gibt freie Institute, die eine Bilanzbuchhalter-Ausbildung anbieten, die aber nicht diesen Prüfungsabschluss anbieten dürfen (Schwerpunkt-Seminare).

Bilanzbuchhalter-Ausbildung – welches Berufsfeld ist das?

Nach der Bilanzbuchhalter-Ausbildung arbeiten Sie im Finanz- und Rechnungswesen. Sie machen Jahresabschlüsse und Lageberichte (nach Handelsrecht) und bilanzieren die Steuer. Nach der Bilanzbuchhalter-Ausbildung können Sie in einem Unternehmen die Zahlenwerke auswerten und Entscheidungsträger unterstützen. Nach der Bilanzbuchhalter-Ausbildung können Sie auch mit Führungsaufgaben betraut werden. Wenn Sie nach der Bilanzbuchhalter-Ausbildung nicht als Angestellter arbeiten wollen, müssen Sie sich als Freiberufler an das Steuerberatungsgesetz halten. In diesem Tätigkeitsfeld erwarten Sie nach Ihrer Bilanzbuchhalter-Ausbildung viele berufliche Chancen, weil es wegen der Spezialisierungen einen Mangel an Fachkräften gibt. Sie konkurrieren nach Ihrer Bilanzbuchhalter-Ausbildung mit teuren Steuerberatern und treffen auf Tendenzen am Markt, wo Unternehmen freie Agenturen mit der Buchhaltung beauftragen. Nach Ihrer Bilanzbuchhalter-Ausbildung müssen Sie konkurrenzfähig bleiben und sich kontinuierlich weiterbilden.

Bilanzbuchhalter-Ausbildung – der Prüfungsabschluss

Bei der Bilanzbuchhalter-Ausbildung kommen die Prüfungsfragen vom Deutschen Industrie- und Handelstag (DIHT). Zunächst werden volks- und betriebswirtschaftliche Grundlagen, Recht und EDV-Technik und Kommunikationstechnik geprüft, dann Buchführung, Buchhaltung (Organisation) und Jahresabschluss (Erstellung, Analyse). Danach kommen Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre, Kosten- und Leistungsrechnung, Finanzwirtschaft und Planungsrechnung. Die Bilanzbuchhalter-Ausbildung berücksichtigt im schriftlichen Teil die Rechtslage des Vorjahres (Bücher dürfen benutzt werden) und im mündlichen Teil die aktuelle Rechtslage. Bringen Sie sich in der Bilanzbuchhalter-Ausbildung also immer auf den neuesten Stand und prüfen Sie die Aktualität der Unterrichtswerke und Gesetzestexte. Nach der Bilanzbuchhalter-Ausbildung wird das Berufsleben genau diese Routine von Ihnen verlangen.

Bilanzbuchhalter-Ausbildung – Zulassung zur Prüfung

Bei der Bilanzbuchhalter-Ausbildung müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen, wenn Sie die Prüfung machen wollen (amtliche Verordnung). Sie müssen die Ausbildung in einem kaufmännischen oder verwaltenden Beruf nachweisen und auch drei Jahre Erfahrung in dieser Tätigkeit. Die Bilanzbuchhalter-Ausbildung können Sie auch mit einer Prüfung abschließen, wenn Sie ohne diese vorherige Ausbildung dann sechs Jahre berufliche Praxis nachweisen. Eine dritte Möglichkeit, bei einer Bilanzbuchhalter-Ausbildung zur Prüfung zugelassen zu werden, ist jede andere Glaubhaftmachung relevanter Kenntnisse und Erfahrungen. Wenn Sie keine dieser drei Möglichkeiten haben, führt die Bilanzbuchhalter-Ausbildung nicht zur Prüfung. Man fragt jeweils nach Kernkompetenzen der Bilanzbuchhaltung (kurzfristige Erfolgsrechnung, Jahresabschluss, Kontrolle und Revision des Jahresabschlusses). Wenn Sie hier keine Erfahrungen gesammelt haben, zählen für die Zulassung zur Prüfung Ihre Nachweise in mindesten drei Gebieten aus Personalbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung, Materialbuchhaltung, Kontokorrentbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, Planung und Auswertung im Rechnungswesen und weitere Tätigkeiten, etwa die Organisation einer Buchführung. Ein Arbeitgeber kann diese Tätigkeiten bescheinigen. Bei der ersten Teilprüfung müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein. Der Antrag auf die Prüfung wird bei der Bilanzbuchhalter-Ausbildung bei der Industrie- und Handelskammer gestellt.

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