Bauchstraffung

Nach einer massiven Gewichtsabnahme oder einer Schwangerschaft bleiben schlaffe Haut und Fettüberschuss am Bauch zurück. Die auseinander weichenden Bauchdeckenmuskeln können mit Hilfe einer operativen Bauchstraffung (Abdominoplastik) wieder zusammengeführt werden. Wann eine Bauchstraffung notwendig ist und was Sie bei einer Bauchstraffung bedenken sollten, erfahren Sie hier.

Bauchstraffung – Wann ist eine Bauchstraffung sinnvoll?

Eine Bauchstraffung ist empfehlenswert, wenn der Bauch eine Gewebeüberlappung (Hautschürzenbildung) aufweist. Eine Straffung des Haut- und Fettgewebes empfiehlt sich außerdem, wenn nach der Schwangerschaft erhebliche Hautnarbenbildungen entstehen. Bei Vorliegen einer Fettschürzenbildung kann mit Hilfe einer Bauchstraffung eine deutliche Verbesserung der Silhouette und eine Gewichtsreduktion erreicht werden.

Bauchstraffung – Vorbereitung

Zwei bis drei Monate vor der geplanten Operation sollten Sie mit einem leichten Lauf- oder Fahrradtraining beginnen, um Ihre Fitness zu steigern. Die Übungen sollten zusätzlich durch eine maßvolle Diät unterstützt werden. In den letzten 3 – 4 Wochen vor der Bauchstraffung sollten Sie jedoch auf eine starke Gewichtsreduktion verzichten, um eine Schwächung des Immunsystems zu vermeiden. Zwei Wochen vor dem Eingriff dürfen Sie nur sehr wenige Schmerzmittel zu sich nehmen. Die Wahl des Medikamentes sollten Sie daher zwingend mit Ihrem Arzt absprechen.

Bauchstraffung – das Vorgehen

Die Bauchstraffung wird meistens unter Vollnarkose durchgeführt. Falls nur eine Verminderung von Haut- und Unterhautgewebe erforderlich ist, kann die Bauchstraffung auch unter einer örtlichen Betäubung erfolgen.

Bei der Bauchhautstraffung wird eine Querdurchtrennung der Bauchhaut vollzogen. Der oberhalb des Schnittes liegende Teil der Haut wird von der Bauchdecke abgelöst, nach unten gezogen und vom überflüssigen Hautanteil befreit. Die Operation ist mit einer Neueinpflanzung des Bauchnabels verbunden.

Bauchstraffung – Ort und Dauer der Behandlung

Für die Bauchstraffung ist eine stationäre Behandlung notwendig. Die Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt im Durchschnitt 2 bis 3 Tage, ist jedoch vom individuellen Heilungsprozess abhängig und kann sich auf 8 bis 10 Tage belaufen. Eine tageschirurgische Bauchdeckenstraffung ist eine seltene Ausnahme.

Bauchstraffung – Die Narben

Aus ästhetischen Gründen sollte bei einer Bauchstraffung der zukünftige Narbenverlauf mit dem Arzt besprochen werden. Eine mögliche Orientierung kann dabei zum Beispiel die Form der bevorzugten Unterwäsche oder der Badeanzüge darstellen, damit die Narbe später unter den Kleidungsstücken verborgen werden kann. Eine sichtbare Narbe ist bei einer Bauchstraffungsoperation dennoch unvermeidbar. Nach dem Bauchstraffungseingriff sind zunächst regelmäßige Wundkontrollen durch Ärzte erforderlich. Nach der Fädenentfernung sollte eine Kontrolle nach sechs Wochen und nach drei Monaten erfolgen.

Was muss ich nach einer Bauchstraffung beachten?

Nach der Bauchstraffung ist eine baldige Mobilisierung sehr wichtig. Eine körperliche Schonung während der ersten 2 bis 3 Wochen sollte jedoch eingehalten werden. Später könnten Sie mit einem leichten Fitnesstraining beginnen. Ist im Zusammenhang mit der Bauchstraffung eine plastische Rekonstruktion der Bauchdecke vorgenommen worden, sind körperliche Anstrengungen während der ersten 6 Wochen zu vermeiden.

Bauchstraffung – die Risiken

Die Hauptrisiken einer Bauchstraffung sind eine Wundinfektion und eine mangelhafte Durchblutung der vom Oberbauch in den Unterbauch gezogenen Haut. Aufgrund dieser Störungen kann der Wundheilungsprozess beeinträchtigt werden oder auffällige Narben entstehen.

Bauchstraffung – Wann ist von einer Bauchstraffung abzuraten?

Wenn der Bauch keinen ausreichenden Haut- und Fettgewebeüberfluss aufweist, kann die Bauchstraffungsoperation aufgrund des unausreichend vorhandenen Gewebes nicht durchgeführt werden. Von einer Bauchstraffung ist außerdem bei einem lokalisierten Fettüberschuss und straffer elastischer Haut im Bauchbereich abzuraten. Auch bei Diabetes (Zuckerkrankheit) und Herzkrankheiten sollten Sie von einem solchen Eingriff absehen, da die Bauchstraffungsoperation das Immunsystem sehr stark beansprucht. Wenn in solchen Fällen jedoch eine starke Fettleibigkeit vorliegt, müssen die gesundheitlichen Risiken mit ärztlicher Hilfe sorgfältig erwogen werden.

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