Appetitzügler

Die meisten Diäten scheitern am übermäßigen Hunger, den die Abnehmwilligen während der Diät verspüren. Appetitzügler sind oft einer der letzten Strohhalme, an denen sich viele Übergewichtige festhalten, um doch noch abnehmen zu können. Gerade die Anbieter von Appetitzüglern versprechen werbewirksam das spielend leichte Abnehmen: Einen Appetitzügler einnehmen und schon geht das Abnehmen wie von allein. Leider ist das nicht so einfach, dennoch können Appetitzügler gerade unter ärztlicher Aufsicht zumindest unterstützend beim Abnehmen wirken.

Appetitzügler – Allgemeines

Die Aussicht, mit Appetitzüglern spielend leicht abzunehmen, ist sehr verlockend. Und gerade dieses Wunschdenken, mit Hilfe einer Tablette ohne Probleme und ohne quälenden Hunger abnehmen zu können, hat den Markt an Appetitzüglern stark ansteigen und florieren lassen. Doch sei hier gleich am Anfang gesagt: Mit einem Appetitzügler allein können Sie Ihr Traumgewicht nicht erreichen. Trotz allem sind die Einhaltung einer Diät, die Umstellung der Ernährung und vor allem ausreichende Bewegung notwendig, um dauerhaft abnehmen und später auch das Gewicht halten zu können.

Appetitzügler – Formen

Bei den Appetitzüglern wird zwischen zwei Formen unterschieden:

Ballaststoffe/Quellstoffe

Es klingt schon logisch und nachvollziehbar, wenn man den effektvollen Vorführungen zusieht und die Werbebotschaften hierzu hört: Da wirft jemand eine kleine Kapsel in ein Glas Wasser und der vorher unscheinbar kleine Inhalt bläht sich innerhalb weniger Sekunden zu einem großen schwammähnlichen Gebilde auf. Diesen Effekt sollen die Kapseln letztendlich im Magen vollführen, sie blähen sich auf und sollen so dem Körper suggerieren, bereits eine große Menge gegessen zu haben. Doch leider ist diese Wirkungsweise dieser Appetitzügler noch nicht wissenschaftlich erwiesen. Die Hersteller dieser Präparate haben zwar zahlreiche Studien hierüber vorgelegt, doch keine hielt den strengen Anforderungen der Kontrollgremien stand. Andererseits ist der Absatz dieser Apppetitzügler so groß, dass eine wie auch immer geartete Wirkungsweise dieser Appetitzügler gegeben sein muss.

Andere Kapseln wiederum beinhalten andere unverdauliche magenfüllende Substanzen, wie Birkenblätter, Citrusfasern oder Topinambur. Auch diese sollen ein Sättigungsgefühl herbeiführen.

Chemische Substanzen

Appetitzügler, die chemisch hergestellt werden, haben eine andere Wirkungsweise. Diese wirken nicht im Magen selbst. Diese Appetitzügler beinhalten Substanzen, die direkt im Gehirn wirken und hier den Appetit zügeln bzw. mindern sollen.

Hier gibt es Amphetaminderivate, die allerdings nur noch sehr selten am Markt vertrieben werden, da die Nebenwirkungen hier sehr hoch sind. Nicht nur, dass diese schnell zu einer Abhängigkeit und somit zu einem Suchtverhalten geführt haben, diese haben auch zu einer vermehrten Ausschüttung des Stresshormons geführt, welches teils auch gefährliche Nebenwirkungen hervorrief.

Ein anderer Appetitzügler basiert auf serotoninen Substanzen. Serotonin wirkt besonders auf das Sättigungszentrum des Gehirns und spielt dem Gehirn vor, dass der Körper nun genügend Nahrung aufgenommen hätte.

Appetitzügler – Wann machen sie Sinn?

Appetitzügler eignen sich zwar nicht, um lediglich mit Hilfe einer Pille dauerhaft und erfolgreich abzunehmen, doch macht deren Einnahme dann Sinn, wenn Sie diese beispielsweise am Anfang einer Diät einsetzen, um die ersten Tage und vielleicht auch Wochen besser zu überstehen – zumindest solange, bis Sie sich selbst an die veränderte Ernährung gewöhnt haben. Die so kurzfristig erzielte vermehrte Gewichtsreduktion kann auch als Motivationsschub für die weitere Zeit des Abnehmens durchaus positive Auswirkungen haben. Die chemischen Appetitzügler sollten Sie aber nicht ohne die Hinzuziehung Ihres Arztes einnehmen, da diese ansonsten auch negative Nebenwirkungen mit sich bringen können.

1 Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*