Vollkaskoversicherung

Sie spielen mit dem Gedanken, sich um eine Vollkaskoversicherung für Ihr Kraftfahrzeug zu kümmern. Sie fragen sich, was genau der Unterschied zwischen einer Teil- und einer Vollkaskoversicherung ist? Hier erfahren Sie mehr zum Thema Vollkaskoversicherung.

Vollkaskoversicherung – Allgemeines

Eine Vollkaskoversicherung bedeutet, dass Sie sich zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Kfz-Haftpflichtversicherung freiwillig versichern. Eine Vollkaskoversicherung deckt Schäden ab, die am eigenen Kraftfahrzeug entstehen und schließt die Teilkaskoversicherung ein.

Vollkaskoversicherung – zusätzliche Leistungen

Eine Vollkaskoversicherung bietet Ihnen zusätzliche Leistungen. Wenn Ihr Fahrzeug durch mut- oder böswillige Beschädigung durch Fremde Schaden erfährt, zahlt Ihre Vollkaskoversicherung. Auch wenn selbstverschuldete Unfallschäden am eigenen Kraftfahrzeug auftreten, zahlt Ihre Vollkaskoversicherung.

Nicht zu den Unfallschäden gehören Brems-, Betriebs- und reine Bruchschäden. Glasschäden sind sowohl in der Vollkasko- als auch in der Teilkaskoversicherung versichert.

Vollkaskoversicherung – Beiträge

Im Unterschied zur Teilkaskoversicherung richten sich Ihre Beiträge bzw. Versicherungsprämien für die Vollkaskoversicherung nach der Höhe der Selbstbeteiligung, der Typenklasseneinstufung und dem Schadensfreiheitrabatt.

Vollkaskoversicherung – Pflichten

Wenn Sie eine Vollkaskoversicherung abschließen, gehen damit bestimmte Pflichten für Sie mit einher.

Vollkaskoversicherung- ständige Pflichten

Die Art und Weise, wie Sie Ihr Kraftfahrzeug verwenden, muss gesetzeskonform sein, ebenfalls der Zweck Ihres Kraftfahrzeuggebrauches.

Sie sind dafür verantwortlich, unberechtigten Gebrauch Ihres Kraftfahrzeuges zu verhindern. Wenn Sie ohne Fahrerlaubnis fahren, wird Ihre Vollkaskoersicherung ihre Zahlungen verweigern.

Vollkaskoversicherung – Pflichten im Schadensfall

Kommt es zu einem Schaden an Ihrem Kraftfahrzeug, müssen Sie diesen Schaden innerhalb einer Woche Ihrer Vollkaskoversicherung melden. Außerdem sind Sie verpflichtet, den Unfallhergang aufzuklären. Es besteht eine Pflicht zur Schadensminderung

Ausschlüsse sind bei grober Fahrlässigkeit angezeigt.

Vollkaskoversicherung – grobe Fahrlässigkeit

Wichtig ist zu bedenken, dass Ihnen bei grob fahrlässigem Verhalten die Schadensregulierung versagt wird. Unter grob fahrlässiges Verhalten fällt zum Beispiel: Fahren unter Alkoholeinfluss ab einer BAK von 1.1 Promille.

Unter 1.1 Promille liegt dann grobe Fahrlässigkeit vor, wenn weitere Anzeichen für Fahruntüchtigkeit vorliegen wie etwa Auffahren auf den Vordermann, Abkommen von der Fahrbahn, Verkehrsinsel überfahren, ohne dass in den genannten Fällen ein verkehrsbedingter Grund ersichtlich wäre.

Ein Fahrfehler Ihrerseits allein genügt allerdings nicht für die Annahme alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit, solange der Fahrfehler auch von nicht alkoholisierten Fahrern begangen wird. Daher reicht eine Überschreitung der Geschwindigkeit noch nicht aus.

Zu grober Fahrlässigkeit wird weiterhin gezählt, wenn Sie auf ein deutlich beleuchtetes Hindernis auffahren oder Schweißarbeiten am Fahrzeug ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen selbst durchführen.

Auch wenn Sie auf regennasser Fahrbahn unmotiviert stark abbremsen, liegt grobe Fahrlässigkeit vor.

Grob fahrlässig handeln Sie auch, wenn Sie sich nach Gegenständen bücken oder umdrehen und den Blick dabei vom Straßenverkehr abwenden. Dies gilt auch, wenn Sie sich spontan nach einer herabgefallenen, brennenden Zigarette bücken.

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