Vermieterrechtsschutz

Es gibt eine Versicherung, die Sie als Vermieter im Fall eines teuren Rechtsstreits mit dem Mieter schützt: den Vermieterrechtsschutz. Der Vermieterrechtsschutz übernimmt für Sie als Eigentümer bzw. Vermieter einer Wohnung die Kosten bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Mieter.

Vermieterrechtsschutz – Absicherung bei Rechtsstreitigkeiten

Durch den Vermieterrechtsschutz kann das Risiko hoher Prozess- bzw. Verfahrenskosten bei einem Rechtsstreit mit dem Mieter abgesichert werden. Der Vermieterrechtsschutz ist, wie es der Name schon sagt, ausdrücklich auf die Bedürfnisse von Vermietern abgestimmt. Dabei kann es sich bei den vermieteten Objekten um Grundstücke, Häuser oder Wohneinheiten handeln. Vom Vermieterrechtsschutz nicht abgedeckt sind Bereiche, die nicht unter den Bereich der „Vermietung“ fallen, wie z.B. Rechtsstreitigkeiten beim Bau einer Immobilie.

Vermieterrechtsschutz – Beispiele für Schadensfälle

Die Liste der Fälle, in denen der Vermieterrechtsschutz Sie vor hohen Kosten schützen kann, ist lang. Hier drei Beispiele:

Nebenkostenabrechnung

Der Mieter weigert sich trotz einwandfreier Nebenkostenabrechnung zu zahlen. Sie müssen vor Gericht und die Nachzahlung einklagen. Durch den Vermieterrechtsschutz sind Sie vor den Kosten der Rechtsstreitigkeit geschützt.

Wohnungsübergabe

Beim Auszug des Mieters aus der Wohnung werden erhebliche Mängel festgestellt. Vereinbarte Renovierungsarbeiten wurden nicht ausgeführt oder Teile der Inneneinrichtung sind beschädigt. Der Mieter will keinen Schadensersatz leisten. Sie müssen um Ihr Recht klagen. Der Vermieterrechtsschutz kann Ihnen durch Übernahme der Kosten zu Ihrem Recht verhelfen.

Räumungsklage

Ihr Mieter hat bereits seit mehreren Monaten seine Miete nicht bezahlt. Sie erwirken vor Gericht ein Räumungsurteil. Trotzdem weigert sich der Mieter auszuziehen. Sie müssen einen Gerichtsvollzieher beauftragen, die Wohnung zu räumen. Es fallen neben den Prozesskosten auch die Kosten für die Zwangsräumung an – beides würde ggf. vom Vermieterrechtsschutz übernommen.

Als Vermieter sind Sie auch bei sorgfältiger Auswahl Ihrer Mieter nicht vor Rechtsstreitigkeiten gefeit. Der Vermieterrechtsschutz kann dieses Kosten-Risiko abdecken und Sie so vor finanziellen Risiken bewahren.

Vermieterrechtsschutz – Hinweise

  • Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich u.a. nach der Anzahl der Objekte, z.B. Wohnungen, die in den Vermieterrechtsschutz eingeschlossen werden sollen.
  • Die Höhe der Prämie für den Vermieterrechtsschutz ist auch abhängig von den im Versicherungsvertrag eingeschlossenen Risiken und der Deckungssumme.
  • Die durchschnittliche Laufzeit für Vermieterrechtsschutz-Versicherungen beträgt ca. ein bis fünf Jahre. Mit vielen Versicherern können Sie nach Rücksprache auch eine individuelle, für Sie günstige Vertragsdauer vereinbaren.
  • Einige Versicherer bieten für den Vermieterrechtsschutz einen sogenannten Selbstbehalt an. Hier wird im Schadensfall ein vorher festgelegter Teil der Kosten vom Vermieter selbst getragen. Wird ein Selbstbehalt vereinbart, fallen die Beiträge für den Vermieterrechtsschutz günstiger aus.
  • Vergleichen lohnt sich. Die Beiträge zum Vermieterrechtsschutz können je nach Versicherer erheblich differieren. Prüfen Sie deshalb die Konditionen der Vermieterrechtsschutz-Versicherung und stellen Sie einen Preis-Leistungs-Vergleich an. Über das Internet können Sie erste Informationen zum Vermieterrechtsschutz erhalten, aber auch Verträge online abschließen. Wenn Sie den persönlichen Kontakt vorziehen, bieten Versicherungsvertreter Ihre Dienste an.

Ein Rechtsstreit mit dem Mieter kann nicht nur lästig, sondern auch sehr kostspielig sein. Der Vermieterrechtsschutz bietet eine gute Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Kosten abzusichern.

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