E-Gitarre

Kaum ein Instrument hat die Rock- und Popmusik so geprägt wie die E-Gitarre. Die E-Gitarre bietet für Anfänger wie für Profi-Musiker eine enorme Bandbreite an Sounds. Hier lesen Sie, wie eine E-Gitarre funktioniert und worauf Sie beim Kauf einer E-Gitarre achten sollten.

E-Gitarre – Allgemeines

Welche Musik Sie auch immer bevorzugen, das Wichtigste an einer E-Gitarre ist der Klang. Viele Faktoren beeinflussen ihn: das Material des Korpus, die Art und die Qualität der Tonabnehmer, die Saiten und nicht zuletzt der verwendete Verstärker und die Lautsprecher. Der Markt bietet eine riesige Auswahl an verschiedenen Modellen von zahlreichen Herstellern in allen Preisklassen.

E-Gitarre – Funktionsweise

Genau genommen besteht das Musikinstrument E-Gitarre aus der Gitarre und dem Verstärker.

E-Gitarren besitzen im Gegensatz zu akustischen Gitarren keinen Resonanzkörper, sondern einen Korpus aus massivem Holz (Solid Body), Kunststoff oder Graphit. Er ist mit elektronischen Tonabnehmern (Pickups) bestückt, die die Schwingungen der Saiten abgreifen. Diese werden anschließend elektrisch verstärkt und über Lautsprecher wiedergegeben. Viele E-Gitarren haben Wahlschalter, um zwischen den einzelnen Tonabnehmern hin- und herzuschalten oder sie zu kombinieren.

Der Hals der E-Gitarre ist mit dem Korpus verschraubt oder verleimt, wobei es viele verschiedene Halslängen, –formen und -breiten gibt. Auf dem Hals sitzen die Bünde, in der Regel 21, 22 oder 24; ausgefallene Modelle haben bis zu 36 Bünde.

E-Gitarre – Typen

Es existieren viele verschiedene, teilweise extravagante Bauformen, doch fast alle E-Gitarren sind Variationen der beiden berühmtesten und am meisten verbreiteten Klassiker Fender Stratocaster (1954) bzw. Gibson Les Paul (1952), die bis heute hergestellt werden.

Der Klang dieser E-Gitarren unterscheidet sich deutlich, einmal durch die Art der Tonabnehmer (Single Coil oder Humbucker) und durch grundlegende Unterschiede in Konstruktion und verwendetem Holz. Die Les Paul steht für einen warmen, vollen Ton, während die Stratocaster schärfer klingt.

E-Gitarre – Saiten

Eine E-Gitarre hat in der Regel sechs Saiten, es gibt jedoch auch Modelle mit sieben oder zwölf Saiten oder zwei Hälsen mit je sechs Saiten. Über die Stimm-Mechanik (die drehbaren Elemente am Kopf der E-Gitarre) werden die Saiten gestimmt. Sie sollte wegen der starken Spannung der Stahlsaiten aus Metall bestehen.

E-Gitarren-Saiten sind Drähte aus ferromagnetischem Material. Die tiefer klingenden Saiten sind zusätzlich mit einem dünneren Draht bewickelt. Eine dickere Saite klingt voller und weicher, dünne Saiten lassen sich dafür besser „ziehen“, d.h. man kann durch seitliches Verschieben auf dem Bund leichter die Tonhöhe ändern.

E-Gitarre – Effektgeräte

Mit Hilfe elektronischer oder digitaler Effektgeräte (Pedale oder Module) lässt sich das Gitarrensignal verändern. Dadurch entsteht u. a. der typische verzerrte Sound einer E-Gitarre.

E-Gitarre – Kauftipps

Beim Kauf einer E-Gitarre sollten Sie unbedingt möglichst viele verschiedene Modelle selbst gründlich ausprobieren. Vergleichen Sie auch mehrere Exemplare vom selben Modell, denn diese können im Klang schwanken.

Für ein ermüdungsfreies längeres Spielen sollten Sie auf Halsprofil, Handlichkeit, Gewicht und die richtig eingestellte Saitenlage achten.

Das gleiche gilt auch für den Kauf einer gebrauchten E-Gitarre. Achten Sie darauf, dass die Bünde nicht zu stark abgenutzt sind und prüfen Sie, ob der Hals verbogen oder verwunden ist und evtl. ausgetauscht werden muss.

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