Venture Capital Finanzierung

Bei Venture Capital Finanzierung und StartUps hat es in den letzten einen grossen Dämpfer gegeben. Aber das heisst nicht, dass es keine Venture Capital Finanzierung mehr gibt. Nur dass das jetzt nach den klassischen Regeln für Venture Capital Finanzierung funkioniert. Und das zu Recht. Erfahrungen mit Venture Capital von einem der den Weg gegangen ist.

Venture Capital Finanzierung: Bevor Ihr mit der Investorensuche beginnt

Nochmal zur Erinnerung: Die Venture Capital Gesellschaft bekommt einen erheblichen Anteil (GmbH-Anteil oder Aktien) von Eurer Firma und legt dafür im Gegenzug die Venture Capital Finanzierung als Investment in die Firma ein. Das Geld bekommt also die Firma. Nicht Ihr <grin>. Ab diesem Moment haben die Venture Capital Investoren nur noch eines im Kopf: Den Wert der Firma zu steigern (durch Umsatz, Deals, Patente, Hoffnung) und möglichst zügig und mit viel Gewinn wieder rauszukommen. D.h. der Venture Capitalist will seinen Anteil an jemand dritten verkaufen. Früher war das die (abgedrehte) Börse, speziell der Neue Markt. Heute müssen das neue (weniger gierige) Investoren oder übernehmende Firmen (Trade Sale) sein. Über kurz oder lang habt Ihr also neue Investoren statt des Venture Capitals im Boot, die alle mental und finanziell befriedigt seien wollen.

Venture Capital Finanzierung: Gängige Illusionen über Risikokapital

Nach den Exzessen der letzten Jahre, heisst Venture Capital Finanzierung nicht mehr fette Gehälter, einen standesgemässen Fuhrpark und Dinners in den feinen Restaurants der Stadt. Vielmehr ist weiter für mieses Gehalt knechten angesagt. Das letzte was die Venture Capital Gesellschaft will, ist das das Geld in irgendeiner Weise bei Euch dem StartUp Team landet. Da wird er richtig gut aufpassen.

Die Venture Capital Gesellschaft wird in der Regel auch nicht der Meinung sein, dass Ihr mit Eurem genialen unternehmerischen Talent alleine gelassen werden könnt. Vielmehr wird er Euch täglich auf die Finger gucken und bei Gelegenheit mitregieren. Im besten Fall als konstruktiver Investor wie ein Business Angel. Im Zweifel auch eher störend wie ein launiger Aktionör. Aber die Firma gehört zum grossen Teil ja auch ihm.

Venture Capital Finanzierung macht also nur Sinn wenn Ihr den Weg nicht ohne grosses Investment schafft und sicher seid, dass Euer Anteil danach auch wirklich was wert ist. Sonst knechtet Ihr für eine der vielen Insolvenzen. Das haben ne Menge Leute gemacht und bitter drauf gezahlt.

Venture Capital Finanzierung: Der Businessplan

Nirgends wird soviel Unsinn verzapft wie bei Startup Businessplänen. Da reden StartUps immer noch von Milliardenmärkten, vernachlässigen alle Konkurrenz, haben keinen blassen Schimmer von der Technik, den Kunden oder gar dem Markt. Aber immer die Dollarzeichen vor den Augen. Jede schlaue Venture Capital Gesellschaft weiss, dass ein Businessplan bei einem StartUp per se ein Witz ist. StartUps kann man nun mal nicht planen. Die wollen sehen ob Ihr Bodenhaftung habt und wisst was Ihr tun werdet. Auch wenn es nicht läuft wie geplant. Was in etwa 100% der Fälle so ist. Deswegen ist es auch gut wenn Ihr im Team aus verschiedenen Richtungen kommt und nicht alles Marketing BWLer seid.

Also seid Euch sicher, dass Ihr ein besonderes Produkt habt (nicht eine Idee – Ideen hat jeder), macht Prototypen, simuliert das Produkt , fragt Leute, "eat your own dogfood". Je mehr desto besser und desto sicherer ist die Venture Capital Gesellschaft, dass aus Euch was werden kann (und dass Ihr auch ohne Kohle schon was auf die Beine stellen könnt).

Und präsentiert keinen Unsinn. Euch gegenüber sitzen Profis. Die Venture Capital Gesellschaften wissen, dass das Internet immer wichtiger wird. Die wollen sofort die Details Eurer Idee, wie das genau technisch funktionert. Warum das keiner kopieren kann. Und wenn es ein spezieller Markt ist, genaue Markdaten,. Patentsituation, etc. Die hören jeden Tag zehn Ideen wie Eure und wollen wissen ob Ihr schlauer oder besser seid als die anderen.

Venture Capital Finanzierung: Recherche der Player

Bevor Ihr blindlings die Venture Capital Finanzierung angeht, recherchiert den Markt. Welche Venture Capital Gesellschaften investieren im Moment, in was und wer könnte überhaupt zu Euch passen. Regionale Nähe, Art der Leute, Portfolio der Venture Capital Gesellschaft- das sind alles wichtige Sachen. Wenn Ihr die Shortlist habt, versucht einen Kontakt über Bekannte und Freunde hinzubekommen damit Ihr da schon mal mit Empfehlung antanzt. Und googlet die Leute mit denen Ihr Euch trefft durch bis Ihr wisst mit welchen Matchbox-Autos sie als Kinder gespielt haben ūüôā

Venture Capital Finanzierung:- Die Equity Story

Sollte Euch die Venture Capital Gesellschaft nicht gleich wieder rausgeschmissen haben: Denkt immer an die "Equity Story". Euer Job ist es ab jetzt die Investoren reich zu machen. Richtig reich. Ob Ihr dabei was verdient interessiert dabei nicht wirklich. Es hat aber auch keiner was dagegen <grin>. Wer soll wann und warum den Anteil der Venture Capital Gesellschafts kaufen. Vor allem wenn Ihr es nicht schafft auf die Schnelle profitabel zu werden. Und woher soll der ganze Wertzuwachs kommen. Niemand will eine tolle Firma, zufrieden Mitarbeiter oder richtungsweisende Produkte. Die Leute wollen einen Return on Investment.

Venture Capital Finanzierung: Interessenkonflikte zwischen Venture Capital Gesellschaft und StartUp

Früher hiess es gerne, die Venture Capital Gesellschaft und die StartUps sässen in einem Boot. Nach Lesen dieses Beitrages habt Ihr schon eine Ahnung, dass das nicht so ist. De fakto gibt es grosse und direkte Interessenkonflikte. Wie immer wenn es um Geld geht. Dessen müsst Ihr und die Venture Capital Gesellschaft Euch bewusst sein damit das funktionieren kann.

Viel Spass dabei

2 Kommentare

  1. Dr. Horst S. Werner sieht die Unterschiede zwischen Venture-Capital-Finanzierungen und einer Mezzanine-Finanzierung darin, da√ü der Venture-Capitalist die offene Stimmrechtsbeteiligung, mindestens die Sperminorität im Unternehmen wünscht ( also 25% vom Unternehmen plus 1 Stimme ) und grundsätzlich beim Exit – also dem Verkauf seines Anteils nach ca. 3 – 7 Jahren – eine Mitverkaufsverpflichtung vom Unternehmer erhalten hat, damit er als „Equity-Kicker“ den „Paketzuschlag“ erzielen kann. Damit möchte der Venture-Capitalist seinen gestiegenen Share-holder-value als Profit realisieren. Mezzaninefinanzierungen dagegen sind immer stimmrechtslos und gewähren keinen Eigentumsanteil am Unternehmen ( siehe https://www.finanzierung-ohne-bank.de ). Dr. Horst S. Werner berät kostenlos über alle Auswirkungen einer Venture-Capital-Beteiligung, so da√ü der Unternehmer wei√ü, was auf ihn zukommt.

  2. Lustiger Kommentar zu Start Ups. Ge3schrieben von jemandem, der keine Ahnung von Planungsrechnung hat. Mit ganz wenigen visionären Start Ups als Ausnahme kann man sehr viel und korrekt planen! Was die Business Pläne zur Farce macht, sind windschiefe Berater, die leider den Markt mehr als übervölkern. Leider gibt es eben keine Zugangsvoraussetzungen für diesen Berufsstand. Letztens hat vor dem Arbeitsamt ein Ich-AG-Maurer seine Existenzgründugungsberatung angeboten. Tja, soo ist eben das Leben…

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