Strömungswächter

Ein Strömungswächter wird für die Überwachung und Messung von flüssigen oder gasförmigen Medien eingesetzt. Wie ein Strömungswächter funktioniert und welche Bauformen von Strömungswächter es gibt erfahren Sie hier.

Strömungswächter – Arbeitsprinzip

Strömungswächter bestehen aus einem Zylinder mit einem schräg verlaufenden Seitenkanal. Im Seitenkanal befindet sich ein Strömungskörper. Bei Durchfluss eines Gases oder einer Flüssigkeit wird der Strömungskörper angehoben bis die Gewichtskraft dem Strömungswiderstand entspricht. Dadurch wird die Durchflussrate bestimmt. Es gibt Strömungswächter, die mit einer Rückführungsfeder ausgestattet sind, anstatt die Rückführung des Strömungskörpers der Schwerkraft zu überlassen; diese Arten von Strömungswächter sind lageunabhängig. Weiterhin gibt es Strömungswächter, die einen Magneten enthalten, der einen von außen einstellbaren Magnetschalter betätigt. Solch ein Strömungswächter ist druckunabhängig, er arbeitet nach dem Prinzip des Schwebekörper-Durchflusswächter.

Strömungswächter – Anwendungsbereich

Strömungswächter sind für die Überwachung von Strömungskräften in Wasser und anderen Flüssigkeiten mit ähnlicher Viskosität geeignet, die keine starken Verunreinigungen enthalten. Verschiedene Ausführungen sind auch für Luft- oder Gasströme geeignet. Selbst in explosionsgefährdeten Bereichen können sie zum Einsatz gebracht werden.

Strömungswächter – Erfassungsbereich

Der Erfassungsbereich eines Strömungswächters gibt die Strömungsgeschwindigkeiten des Mediums an, für die der Sensor ein auswertbares Signal liefern kann. Die Angaben beziehen sich auf Wasser, wenn das Medium nicht besonders bezeichnet ist. Der Erfassungsbereich und die Temperaturdrift sind abhängig von dem jeweiligen Medium, da diese unterschiedliche Wärmeleiteigenschaften haben. Die Temperaturdrift ist an der oberen und unteren Grenze des Erfassungsbereiches höher. Die maximale Strömungsgeschwindigkeit, der ein Sensor ausgesetzt werden darf, wird nicht durch den Der Erfassungsbereich begrenzt. Das heißt ein Sensor kann z.B. bei 10 m/sec. eingesetzt werden, auch wenn seine obere Erfassungsgrenze 3 m/sec. beträgt.

Strömungswächter – Bauformen

Strömungswächter gibt es in vielen verschieden Bauformen, hier nur einige:

Analoger Inline-Strömungswächter

Inline-Strömungswächter werden direkt „in einer Linie“ in eine Rohrleitung eingefügt. Diese Konstruktion besitzt keine in die Strömung hineinragenden Messstifte. Hierfür steht eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung.

Hochtemperatur Strömungswächter

Hochtemperatursensoren sind aus temperaturbeständigen Komponenten hergestellt. Sie haben Anschlussleitungen mit PTFE-Ummantelung. Der Funktionsbereich dieser Spezial-Sensoren liegt zwischen +10…+120°C spezifiziert. Kurzzeitig sind auch 135°C für max. 10 min erlaubt. Hochtemperatursensoren können bei Medientemperaturen bei bis zu 160°C eingesetzt werden.

Digitale Strömungswächter

Digitale Strömungswächter arbeiten mit zwei digitalen Sensoren, die den Druck in der jeweiligen Messstelle individuell erfassen. Die beiden Signale bekommt der Anwender als analoge Anzeige zur Verfügung gestellt. Wiederkehrende Fehler, die z.B. durch Temperaturschwankungen auftreten, werden durch die digitale Technik ausgeschaltet.. Der robuste, anpassungsfähige Strömungswächter ist aus säurebeständigem Edelstahl oder Messing gefertigt.

Klemmschienen Geräte

Die vom Strömungswächter gelieferten Signale werden von Klemmschienengeräte ausgewertet und zur weiteren Verwendung bereitgestellt. Über zwei von der Frontseite zugängliche Potentiometer erfolgt die Einstellung. Der Strömungszustand des überwachten Mediums wird hier auch ständig angezeigt. Solche Geräte können eine Ausschalt-Verzögerung sowie eine Temperaturüberwachung enthalten.

Kompakte Strömungswächter

Bei Kompaktgeräte sind Auswertegerät und Sensor in einem Gehäuse integriert. So kann die Einstellung eines Grenzwertes direkt vor Ort an der Messstelle erfolgen. Die Zuleitungen beschränken sich so auf die nicht so störempfindlichen Verkabelungen für die Stromversorgung und den Schaltausgang.

 

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