Six Sigma

Six Sigma ist ein wichtiges Qualitätsmanagement-Komzept. Lesen Sie hier wie Six Sigma funktioniert, was ein gutes Six Sigma Programm ausmacht und worauf Sie generell achten sollten bei Six Sigma.

Six Sigma – Begriffsdefinition

Der Begriff "Six Sigma" wird vor allem im Qualitätsmanagement verwendet. Bei Six Sigma handelt um einen statistischen Wert. Er wird dazu benutzt, um einen Fehlerstatus zu beschreiben, der in der Realität unter bestimmten Randbedingungen erreicht werden kann. Wünschenswert wäre zwar ein Fehlerstatus, der den Wert Null erreicht, doch dies ist unmöglich. Der höchstmöglichste Wert, der hier erreicht werden kann, ist Six Sigma, also 6 Mal den Wert Sigma (s). Ein Sigma entspricht der Anzahl der Fehler, die bei einem Produktionsniveau von einer Million vorkommen. Diesen Wert hat C. F. Gauß einmal bestimmt und in einer Tabelle festgehalten. Hiernach entspricht 1 Sigma = 691.462 Fehlern pro 1 Million. 3 Sigma sind nach der Tabelle = 66.807 Fehler und 6 Sigma (Six Sigma) entspricht einer Fehlerquote von 3,4 Ausfällen bei einer Million Möglichkeiten.
Eine Firma, die nicht nach der Six Sigma Methode produziert, hat durchschnittlich eine Fehlerquote von 3 bis 4 Sigma.

Six Sigma – Notwendigkeit

Das Thema Qualitätsmanagement wird in den Betrieben und Unternehmen immer größer geschrieben. Kunden können nur gehalten oder auch neu gewonnen werden, wenn ihre Ansprüche voll und ganz und auch auf Dauer befriedigt werden. Diesem Anspruch haben sich schon sehr viele Firmen verschrieben. Aber nicht nur sie selbst haben den Qualitätsanspruch Six Sigma eingeführt und umgesetzt, sie erwarten auch das gleiche von ihren Geschäftspartnern bzw. den Zulieferfirmen. Können diese nicht nachweisen, welchem statistischen Wert deren Produktion entspricht, werden die Geschäftsbeziehungen gekündigt und die Aufträge bekommen die Firmen, die Six Sigma Methode umsetzen.

Six Sigma – Methode

Die Six Sigma Methode in ein Unternehmen einzuführen und umzusetzen, ist sehr aufwendig und kostenträchtig.

Voraussetzung
Als erster Schritt muss hier beachtet werden, dass die Six Sigma Methode in die Unternehmensphilosophie von Anfang an mit einfließen muss. Diese muss vom Aufsichtsratsvorsitzenden bis zum Botenjungen umgesetzt und eingehalten werden, damit der gewünschte Erfolg auch eintreten kann.

Identifizierung
Um herauszufinden, wie hoch der Qualitätsstandard in der Firma tatsächlich ist, muss jeder Geschäftsprozess einzeln und detailliert betrachtet werden. Hierzu zählen nicht nur das Produkt selbst und seine Herstellung. Besonders ist hier die Betrachtungsweise des Kunden zu beachten. Ist das Produkt leicht zu handhaben und die Bedienung selbsterklärend? Was erwartet der Kunde von diesem Produkt und findet er hier all seine Ansprüche befriedigt?
Als weiteres Kriterium neben dem Produkt sind auch Fragen zu klären, wie sich das Drumherum der Geschäftsbeziehungen zwischen Firma und Kunde gestaltet. Es nützt wenig, wenn das Produkt zwar allen Ansprüchen genügt, doch die Rechnung fehlerhaft ist, der Versand wochenlang dauert und ähnliches. Gleiches gilt für den Kundenservice auch nach dem Kauf.

Optimierung der Abläufe
Sind jetzt alle möglichen Fehlerquellen detailliert identifiziert worden, so gilt es jetzt, potentielle Fehlerquellen weitestgehend zu eliminieren, sofern dies irgend möglich ist. Die Schritte hierzu können beispielsweise Standardisierung von Arbeitsabläufen, Schulungsmaßnahmen von Mitarbeitern und/oder Vereinfachungen von Arbeitsschritten sein.

Sicherstellung des Ist-Zustands
Sind alle Verbesserungen nun eingeführt wurden und die Produktion läuft nun nach der Six Sigma Methode gilt es nun, diesen Standard auch zu halten. Dies erfordert vor allem ständige Kontrolle und immer weitere Einführungen von Verbesserungen, sobald neue Schwachstellen erkannt werden.

Six Sigma – Auswirkungen

Obwohl die Six Sigma Methode auf den ersten Blick sehr hohe Kosten verursacht, so amortisieren sich diese im Laufe der Zeit doch sehr schnell wieder. Das Ergebnis nach der Einführung ist nämlich dies, dass es kaum noch zu Ausfällen und Reklamationsbearbeitungen kommt. Die Wettbewerbsfähigkeit wird deutlich gesteigert, so dass gerade bei technischen Produktionen die Unternehmen auch auf dem japanischen Markt eine Chance haben, an dem die Six Sigma Methode bereits zum Standard bei den Firmen zählt.

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