Pyrometer

Mit einem Pyrometer, bekommen Sie ein Thermometer der Extraklasse. Pyrometer bieten Ihnen eine Vielzahl von Vorteilen, bei der Temperaturerfassung. Sie müssen ihn z.B. nur in die Richtung der Wärmequelle halten und haben schon nach Sekunden ein genaues Messergebnis.

Welche Arten von es für die Messungen in Industrie und Forschung gibt, und wie diese funktionieren, erfahren Sie hier.

Pyrometer – Allgemein

Ein Pyrometer wird zur berührungslosen Messung der Temperatur eingesetzt. Meist benutzt man ein Pyrometer bei Werkstoffen, die über 1000°C heiß sind oder wenn Werkstoffe ihre Temperatur sehr schnell wechseln. Grundsätzlich habe Pyrometer einen Messbereich, der zwischen -50°C und über 3000°C liegt. Pyrometer werden oft auch als Strahlungsthermometer bezeichnet, da sie die Temperatur über die von einem Objekt ausgehende Strahlung misst.

Pyrometer – Funktionsweise

Jedes Objekt, sendet eine gewisse Menge an Infrarot-, Lichtstrahlung, etc. aus. Ein Pyrometer ist so konstruiert, dass er aus dieser Strahlungsintensität die Temperatur errechnet. Der Pyrometer muss dafür geeicht werden und kann erst dann die genaue Temperatur anzeigen.

Pyrometer – Arten

Die meisten Pyrometer arbeiten entweder mit einem thermischen oder einem photoelektrischen Detektor. Es gibt aber auch Pyrometer, die mit einer eigenen Birne ausgestattet sind, um durch den Vergleich die Temperatur zu messen.

Die thermischen

Diese Pyrometer arbeiten u.a. mit einem pyroeletrischen Sensor, spezielle Metallfolien oder Thermistoren. Es gibt eine Vielzahl weiterer technischer Sensoren. Grundsätzlich sind diese Pyrometer aber so konstruiert, dass die eingehende Strahlung auf den Sensoren Wärme erzeugt. Diese wird dann, je nach Art des Pyrometers, z.B. durch einen wärmeempfindlichen Widerstand in einen Strom umgewandelt, aus dem sich die Temperatur errechnet.

Die photoelektrischen

Bei diesem Pyrometer, wird die einfallende Strahlung über eine lichtempfindliche Diode in Strom umgewandelt. Es gibt hier verschiedene Verfahren zur Temperaturerkennung. Man unterscheidet zwischen einem Verhältnispyrometer, der das Verhältnis zweier unterschiedlicher Strahlungen misst und den Breit-, bzw. Schmalbandpyrometern. Diese messen die Intensität eines Wellenlängenbereichs. Schmalbandpyrometer haben einen speziellen Filter vor dem Sensor, der nur einen gewissen Wellenlängenbereich durchlässt. Dies erleichtert die Signalauswertung, da der Empfindlichkeitsverlauf der Sensoren keine Rolle spielt.

Die visuellen

Dieser Pyrometer wird meist bei der Temperaturbestimmung von Glühbirnen benutzt. Bei diesem wird eine Birne im Gerät an die Helligkeit des Messobjektes angeglichen. Jetzt kann die Temperatur aus einer geeichten Temperaturskala abgelesen werden.

Anwendung

Pyrometer finden ihre Anwendung in der Industrie, wo eine schnelle und präzise Temperaturerfassung nötig ist. Man findet Pyrometer in der Flugzeigindustrie und Stahlindustrie u.a. bei Wartungs- und Prüfarbeiten.

Die Vorteile

Ein Pyrometer bietet viele Vorteile:

  • Die Temperaturmessung geht sehr schnell.
  • Da der Pyrometer keinen Kontakt zu den Objekten hat, gibt es kaum Verschleiß des Gerätes, aber auch keine Beschädigung des Messobjektes.
  • Einige Anwendungsfehler, wie ungenügender Kontakt zum Messobjekt, können ausgeschlossen werden.
  • Der Pyrometer wird nicht durch bewegliche Objekte beeinträchtigt.

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