Neigungssensor

Ein Neigungssensor misst die Abweichung von der Horizontalen oder der Vertikalen. Gegenüber den mechanischen Messverfahren ist die Bestimmung einer Abweichung mit einem Neigungssensor ungleich präziser. Neigungssensoren unterscheiden sich durch ihren Aufbau und die Art und Weise der Messung.

Neigungssensor – Vorteile der elektronischen Messung

Das Ergebnis einer mechanischen Messung der Neigung zum Beispiel durch eine Wasserwaage bedarf immer einer Interpretation. Der Messwert wird nicht absolut angezeigt. Er muss abhängig von der Lage der Luftblase im skalierten Glasröhrchen geschätzt werden. Dagegen wird das Messergebnis eines Neigungssensors elektronisch verarbeitet. So kann das Messergebnis sehr genau und in verschiedenen Einheiten auf einer Digitalanzeige abgelesen werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, den vom Neigungssensor ermittelten Wert an andere elektronische Geräte zu übermitteln.

Neigungssensor – elektrooptische Messung

Das Funktionsprinzip eines elektrooptischen Neigungssensors ähnelt dem der Wasserwaage. In einem robusten Gehäuse befindet sich ein mit Flüssigkeit gefülltes Glasröhrchen, in dem eine Luftblase eingeschlossenen ist. Die Luftblase richtet sich immer waagerecht aus. Fotozellen erfassen die Abweichung des Gehäuses zur Luftblase. Die Abweichung wird elektronisch ausgewertet und an eine Anzeige oder ein anderes elektronisches Gerät übermittelt.

Neigungssensor – kapazitive Messung

In einem kapazitiven Neigungssensor befindet sich ein Gefäß, das teilweise mit Flüssigkeit gefüllt ist. In der stets waagerecht ausgerichteten Flüssigkeit befinden sich fest angebrachte Metallteile. Je nach dem wie stark sich das Messgehäuse neigt, sind die Metallteile mal mehr oder weniger mit der Flüssigkeit in Verbindung. Das führt zu Veränderungen der elektrischen Eigenschaften der Metallteile zueinander (Kapazität) und dient als Messsignal. Nach der elektronischen Auswertung wird das Messergebnis zur Verfügung gestellt.

Neigungssensor – elektronische Wasserwaage

Die Gestalt der elektronischen Wasserwaage erinnert an ihre herkömmlichen Verwandten. Aber dort wo sich sonst das Glasröhrchen befindet, sitzt nun eine digitale Anzeige. Je ein Neigungssensor misst die Abweichung zur Horizontalen und zur Vertikalen. Das Messergebnis wird in Grad oder Prozent auf dem Display angezeigt. Viele Wasserwaagen mit Neigungssensoren bieten außerdem die Möglichkeit, das Resultat der Messung zu speichern.

Die mit Neigungssensoren bestückten Wasserwaagen werden in jedem Baumarkt und besonders günstig in Online-Shops angeboten.

Neigungssensor – Sicherheit

Neigungssensoren werden häufig für Überwachungsaufgaben eingesetzt. In Fahrzeugen sind Neigungssensoren zentrale Bestandteile der Alarmanlagen. Ein Neigungssensor „meldet“ der Alarmanlage, wenn das Fahrzeug zum Beispiel durch einen Abschleppversuch angehoben wird. Neigungssensoren übernehmen in manchen Fahrzeugen auch die Leuchtweiten- und Niveauregulierung. Obendrein sind Neigungssensoren überall da unverzichtbar, wo die Stabilität von Geräten und Gebäuden überwacht werden muss.

Neigungssensor – Modellbau

In vielen Bereichen des Modellbaus werden Neigungssensoren benötigt. Für Schiffs- oder Flugzeugmodelle hält der Fachhandel vor Ort und im Internet eine große Auswahl entsprechender Neigungssensoren bereit.

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