Mediation

Steigende Rechts- und Gerichtskosten und lange Prozesse machen Mediation – das vorgerichtliche Schlichten von Rechtstreitigkeiten – zu einer sinnvollen Alternative. Wie eine Mediation abläuft und was Sie bei einer Mediation und den Mediatoren beachten sollten, erfahren Sie hier.

Mediation – Was ist das?

Mediation ist ein anderes Wort für Streitschlichten oder Vermitteln zwischen Konfliktbeteiligten. Mediatoren sind unbeteiligte Dritte, die zwischen zwei oder mehreren überworfenen Parteien vermitteln und mit ihnen gemeinsam eine dauerhafte Lösung für ihren Konflikt suchen. Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktbearbeitungsverfahren, in dem alle eigenverantwortlich und vor allem freiwillig gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen und diese zusammen mit dem Mediator ausarbeiten. Bei der Mediation geht es nicht darum, dass eine Partei Recht bekommt und die andere verliert, die Mediation ist ein konstruktives Miteinander, bei dem alle Beteiligten gewinnen sollen. In vielen Fällen kann eine Mediation Rechtstreitigkeiten vor Gericht verhindern und eine außergerichtliche Einigung herbeiführen.

Mediation – Die Mediatoren

Mediatoren finden sich meist in den Berufssparten der Unternehmensberater, Psychologen, Pädagogen, Juristen, Theologen und Kommunikationswissenschaftler. Immer mehr konflikterfahrene Unternehmer nehmen die Mediation in ihr Tätigkeitsfeld mit auf, um hier ihren Kunden einen weiteren Service anbieten zu können.
Mediatoren verstehen sich als unbeteiligte Dritte, die helfen, dass die zerstrittenen Parteien wieder gemeinsam in ein Gespräch kommen, welches ausschließlich auf Fakten basiert, sowie objektiv und ohne große Emotionen verläuft.

Mediation – Voraussetzungen

Eine Mediation kann nur dann erfolgreich verlaufen, wenn alle Parteien ein Interesse daran haben, den Konflikt außergerichtlich und gütlich beizulegen. Die Freiwilligkeit ist hier ein absolutes Muss. In den Gesprächen, die während der Mediation geführt werden, sollte eine absolute Offenheit gewahrt werden. Nur wenn beide Parteien wirklich bereit sind, den Streit mit Hilfe eines Mediators dauerhaft beizulegen, kann die Mediation letzten Endes erfolgreich abgeschlossen werden.

Mediation – Ablauf

Der Mediator wird sich zunächst die Fakten anhören, um dann zu entscheiden, ob in diesem Fall überhaupt eine Mediation sinnvoll erscheint. Wenn die Parteien zu sehr auf ihr angebliches Recht beharren und es abzusehen ist, dass keiner auch nur einen Hinweis darauf gibt, auf die andere Partei einen Schritt zuzugehen, wird er das Mediationsverfahren nicht durchführen. Sollte er aber eine Möglichkeit sehen, dass sich die Parteien einigen, wird er den Parteien zuerst die nächsten Schritte skizzieren und ihnen einen Kostenvoranschlag unterbreiten. Ist die finanzielle Seite geklärt, findet in einem ersten Gespräch zunächst eine Erörterung der Sachlage statt. Anschließend wird gemeinsam nach möglichen Konfliktregelungen gesucht und überprüft, welche Lösungen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können. Wichtig hierbei ist, dass die Lösung auch längerfristig einen erneuten Konflikt verhindert. Der Mediator leitet die Parteien in diesem Gespräch an und gibt Anstöße, damit die Diskussion nicht wieder in ein Streitgespräch führt. Wie ein Diskussionsleiter hinterfragt er Aussagen und regt zu anderen Sichtweisen an, ohne selbst Partei zu ergreifen, zu verurteilen oder Vorschläge zur Konfliktbehebung zu unterbreiten. Haben sich alle Parteien auf einen für jeden annehmbaren Lösungsvorschlag geeinigt, wird dieser schriftlich niedergelegt, um allen auch die Sicherheit zu verschaffen, dass sich auch jeder an die Vereinbarung hält.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*