GmbH

Die GmbH ist eine der wichtigsten Unternehmensrechtsformen. Lesen Sie hier wie eine GmbH funktioniert, was die Vor- und Nachteile einer GmbH sind und was Sie generell wissen sollten bei der Gründung einer GmbH.

GmbH

Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, kurz GmbH, ist eine Handelsgesellschaft und zugleich eine Kapitalgesellschaft. Rechtliche Grundlage der GmbH ist das GmbH-Gesetz. Die GmbH muss in ihrem Firmennamen angeben, dass es sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung handelt. Dabei genügt auch die Abkürzung GmbH im Firmennamen. Die GmbH kann einen beliebigen Zweck verfolgen, sofern dieser nicht gegen geltendes Recht verstößt.

GmbH – Gründung

Eine oder mehrere Personen können eine GmbH gründen, dabei kann es sich um natürliche oder juristische Personen handeln. Bei der Gründung der GmbH werden im so genannten Gesellschaftsvertrag die Details festgelegt: In diesem Gesellschaftsvertrag werden zum Beispiel der Sitz der GmbH, ihr Zweck und ihr Name festgelegt.

Ganz wichtig ist, dass der Gesellschaftsvertrag die Höhe des Stammkapitals benennt. Das Stammkapital ist das Geld, das die Gründer der GmbH in die GmbH einbringen. Es gibt einen Mindestbetrag für die Gesamtsumme des Stammkapitals und einen Mindestsatz für die Stammeinlage, also den Anteil am Gründungskapital, jedes einzelnen Gesellschafters. Bereits zum Zeitpunkt der Gründung der GmbH müssen die Gesellschafter mindestens die Hälfte des Stammkapitals eingezahlt haben.

Die Geschäftsführer der GmbH müssen die GmbH gemeinsam ins Handelsregister eintragen lassen. Und zwar in dem Bezirk, in dem die GmbH ihren Sitz hat. Das kann allerdings erst dann geschehen, wenn mindestens die Hälfte des gesetzlich vorgeschriebenen Stammkapitals von den Gesellschaftern bereits eingezahlt wurde. Ist die Stammeinlage höher als gesetzlich vorgeschrieben, gilt zusätzlich, dass mindestens ein Viertel der vereinbarten Stammeinlage eingezahlt worden sein muss.

GmbH – Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der GmbH muss von natürlichen Personen übernommen werden. Es kann einen oder mehrere Geschäftsführer geben. Der oder die Geschäftsführer müssen unbeschränkt geschäftsfähig sein.

Der Geschäftsführer vertritt die GmbH nach außen. Er muss sich dabei an die Weisungen der der Gesellschafterversammlung halten und die Satzung der GmbH berücksichtigen.

GmbH – Haftung

Gegenüber Gläubigern haftet die GmbH lediglich mit den Kapitaleinlagen. Daraus, dass die Haftung in dieser Weise beschränkt ist, resultiert auch der Name der GmbH. Die eingeschränkte Haftung ist von Vorteil, weil durch sie das Privatvermögen der Gesellschafter geschützt wird. Die andere Seite der Medaille ist, dass genau deshalb wiederum die Kreditwürdigkeit der GmbH an sich nicht sehr hoch ist. Kreditgeber gleichen dies oft dadurch aus, dass sie für die Vergabe von Krediten von den Gesellschaftern auch private Sicherheiten verlangen.

GmbH – Rechtsfähigkeit

Eine GmbH ist eine juristische Person. Das bedeutet, dass die GmbH zwar keine natürliche Person, aber dennoch rechtsfähig ist, also Rechte hat und Verpflichtungen eingehen kann. Deshalb kann die GmbH vor Gericht Klage erheben oder beklagt werden. Außerdem kann die GmbH Eigentum erwerben, zum Beispiel kann sie Eigentümerin einer Geschäftsausstattung sein.

GmbH – Steuerliche Aspekte

Als Kapitalgesellschaft muss die GmbH Körperschaftssteuer abführen. Werden von der GmbH Gewinne ausgeschüttet, so muss auf diese Gewinne Kapitalertragssteuer gezahlt werden. Diese wird von der GmbH direkt an das Finanzamt geleistet werden.

GmbH – Wann ist diese Gesellschaftsform sinnvoll?

Die GmbH ist dann sinnvoll, wenn die Gesellschafter ein hohes Geschäftsrisiko so gering wie möglich halten wollen. Das vorgeschriebene Stammkapital muss allerdings aufgebracht werden können. Und auch die doch eher komplexen Gründungsformalitäten sollten in einem angemessenen Verhältnis zu der geplanten Unternehmung stehen.

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