Doppelboden

Wenn Sie Räume für Büros oder Ihr Geschäft benötigen, in denen Sie ohne viel Aufwand jederzeit Zugriff auf die gesamte Installation haben, dann sollten Sie auf die Doppelboden-Bauweise zurückgreifen. Denn in den Hohlräumen der Doppelböden ist viel Platz nicht nur für Elektroinstallationen, sondern auch für Wasser- und Abwasseranschlüsse, Systeme für Rohrpost- und Druckluftanlagen, für zentrale Staubsaugeranlagen oder für spezielle Lüftungsfunktionen.

Doppelboden – Bauweise und Materialien

Doppelböden sind industriell vorgefertigte Bodenplatten und Stützen, die in Trockenbauweise eingebaut werden. Beim Material der Trägerplatten können Sie wählen:

  • mineralisch verfüllte Stahlwannen
    Eine tiefgezogene Stahlwanne wird mit einer mineralischen Füllung aus Gips oder Anhydrit aufgefüllt und nachträglich glatt geschliffen.
  • Natursteinplatten / Kunststeinplatten / Beton
    Einfache Steinplatten aus Naturstein bzw. aus künstlichem Stein oder Beton
  • Gips- oder Zementfaserplatten (ein- oder mehrschichtig)
  • Holzwerkstoffplatten
    Trägerplatten aus Holzspänen mit unterschiedlichen Dichten.
    (für Büroräume oder bei leichten Belastungen)
  • Stahlplatten
    (ideal für Werkstätten und Labore)
  • Aluminiumdruckgussplatten

Doppelboden – Aufbau der Unterkonstruktion

Fast alle Hersteller von Doppelböden verwenden mehrteilige Stahlstützen verschiedener Länge, Ausführung und Belastbarkeit als Doppelbodenstützen. Sie bestehen meistens aus einem Oberteil (Kopfplatte mit Gewindebolzen oder Rohr) und einem Unterteil (Fußplatte mit Gewindebolzen oder Rohr).

Der Einsatz von Rohren und Gewindebolzen wird je nach Hersteller und Aufbauhöhe der Doppelböden unterschiedlich gehandhabt. Bei niedrigen Aufbauhöhen des Doppelbodens können Sie normalerweise den Gewindebolzen unten anbringen und das Gewinde mittels Gewindeversiegelung fixieren. Bei größeren Aufbauhöhen wird der Gewindebolzen am Oberteil angeschweißt. So können Sie Kosten sparen und eventuell vor Ort noch die Höhe des Doppelbodens etwas korrigieren.

Ab einer Einbauhöhe von mehr als 500 mm sollten Sie in den Doppelboden Rasterstäbe zur Verbesserung der statischen Eigenschaften einbauen. Zusätzlich erhöht sich dadurch bei bestimmten Plattentypen die Fugendichtigkeit.

Schaltwartenprofile und Brücken können Sie einsetzen, wenn aus Platzmangel keine Stützen in den Doppelboden eingebaut werden können oder die Lastaufnahme der Trägerplatten unterstützt werden soll. Zum Ausgleich von Toleranzen sollten Sie Aluminiumplättchen in unterschiedlichen Stärken benutzen. Unentbehrlich für den Schallschutz im Doppelboden sind Schalldämmauflageplättchen aus hochleitfähigem PE oder PA mit rutschhemmender Oberfläche.

Um die horizontale Ausdehnung der Bodenplatten auszugleichen und den Hohlraum im Doppelboden zusätzlich abzudichten, sind spezielle Randdämmstreifen nötig.

Doppelboden – Bestimmungen und Richtlinien

Die Leistungsnachweise für diese Böden erfolgen nach DIN EN 12825. Neben dem Schallschutz und der Belastbarkeit sollten Sie auf diese Kriterien beim Bau Ihres Doppelbodens achten:

Brandschutz

  • Brennbarkeit
    Verwenden Sie – gemäß den Landesbauordnungen – für Ihr Doppelbodensystem nur nichtbrennbare Baustoffe.
  • Beflammung von unten
    Es besteht Brandgefahr durch Überhitzung in den Kabelsystemen des Doppelbodens. Achten Sie darauf bei der Materialauswahl.
  • Beflammung von oben
    Hier ist vor allem der Schutz von angrenzenden Rettungswegen und von benachbarten "anderen Nutzungseinheiten" wichtig. Vor allem auf die Aufrechterhaltung der Stabilität von Trennwänden auf dem Doppelboden kommt es an.

Elektrostatik
Wenn Sie die statische Elektrizität im Doppelboden über eine Erdung laufend wieder ableiten, kann die Ladung nicht so groß werden, dass ein Entladungsblitz (elektrischer Schlag) entsteht. Denn schon durch Entladungen ab 30 Volt können elektronische Bauelemente geschädigt werden.

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