Digitalfotos entwickeln

Digitalfotos entwickeln, d.h. Digitalfotos auf Fotopapier ausdrucken zu lassen, erfordert fÜr gute Ergebnisse ein wenig Vorkenntnis. Was Sie zum Thema Digitalfotos entwickeln wissen mÜssen, erfahren Sie hier.

Digitalfotos entwickeln – Grundsätzliches

Die Zeit der Kleinbildkameras, die noch brav mit Film betrieben wurde, ist mehr oder weniger vorbei. Wer einfach so Fotos machen will, sich gar zum Knipsen bekennt, benutzt heute eine Digitalkamera. Und die unterscheiden sich von den althergebrachten Kameras nur in einem Bereich wesentlich: Da, wo früher der Film war, ist heute ein Sensorenfeld, dass aus je vier verschiedenen Farbsensoren einen Bildpunkt – neudeutsch Pixel – stricken, und von diesen Bildpunkten haben die eine ganze Menge. Üblicherweise rechnet man in Millionen, oder in Megapixeln – die werden uns gleich noch interessieren.

Digitalfotos entwickeln – Ausdrucken? Eher nicht!

Normalerweise schaut sich der erfolgreiche Fotograf nach erfolgter Tätigkeit seine Bilder auf dem Bildschirm seines Computers an. Da liegt es natürlich nahe, den angeschlossenen Drucker auch für die Bildwerdung der Fotodatei zu nutzen. Was vor fünf Jahren noch völlig utopisch war – mal im Ernst, dieser Artikel wäre vor fünf Jahren noch ziemlich utopisch gewesen – ist heute durchaus machbar, sogenannte Fotodrucker der gängigen Druckerfirmen können heute ziemlich gute Ausdrucke von Fotos machen und sind im Einkauf auch erschwinglich. Fotodrucker sind Tintenstrahler, die eine sehr hohe Auflösung, also auch eine sehr hohe dpi-Zahl erreichen. dpi heißt "dot per inch", also punkt pro Zoll. Ein normaler Drucker leistet schon recht gute 300 dpi, ein Fotodrucker verdoppelt diese Zahl problemlos. Gegenüber dem entwickelten Bild haben Ausdrucke allerdings einige Nachteile, sie färben ab, sie sind sehr empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und die Tinte und das glänzende Fotopapier sind sehr teuer. Ausdrucke sind sicherlich die schnellste Art von Digitalfoto zu Bild zu kommen, aber deutlich teurer, als die Entwicklung.

Digitalfotos entwickeln – Wie geht das denn?

Jeder kann sich vorstellen, wie Bilder ausgedruckt werden, aber wie geht das denn mit dem Entwickeln? Die Entwicklung oder Ausbelichtung von Digitalfotos ist die Symbiose der Digitalfotografie mit der chemischen Vorläuferin. Ein digitaler Belichter, ganz ähnlich wie ein spezialisierter Videobeamer, strahlt das Bild auf ein lichtempfindliches Fotopapier, wie das auch früher schon mit den Bildern auf Ihren Negativen war. Dann wird das Fotopapier chemisch entwickelt, ganz wie früher. Übrigens werden heute auch in den meisten Labors die klassischen Negative erst mal digitalisiert, also eingescannt, und dann über die gleichen Anlagen ausbelichtet.
Digitalfotos entwickeln – Wo geht das?

Also erst mal können Sie überall da ihre Fotos entwickeln lassen, wo Sie das früher gemacht haben. In Super- und Drogeriemärkten, beim Fotografen um die Ecke oder beim Elektronikfachgeschäften kann der Fotograf seine Fotos auf dem Speicherchip, auf einer gebrannten CD oder gar DVD – wiederbeschreibbare CD-RWs sind vermutlich die einfachste Lösung – abgeben und hat in ein paar Tagen das Ergebnis abholbereit vorliegen. Viele Fachgeschäfte sind so gut ausgestattet, dass der Kunde seine Fotos direkt auf dem Bildschirm auswählen kann und das Ergebnis in weniger als einer Stunde zum Schauen und Mitnehmen bereit ist. Ein anderer Weg ist das Einschicken der Digitalfotos per E-Mail an Internetdienste, die die fertigen Bilder dann samt Rechnung ins Haus schicken.

Digitalfotos entwickeln – Wie viele Megapixel braucht der Mensch?

Inzwischen haben schon die ersten Kamerahandys einen Megapixel, Kameras mit so geringer Ausstattung werden kaum noch verkauft. Das Mindestmaß, mit dem brauchbare Bilder möglich sind, sind zwei Megapixel. Wenn mehr als 9*13 oder 10*15 cm große Bilder gewünscht sind, dann müssen allerdings drei Megapixel her. Mehr muss übrigens nicht unbedingt besser sein. Oft sind höhere Megapixelzahlen mit stärkerem Bilderrauschen erkauft, in den normalen Bildergrößen sind Bilder von Drei- oder Vier-Megapixel-Kameras manchmal sichtbar besser als ihre auflösungsstärkeren großen Brüder. Das größere Qualitätsmerkmal ist – ab drei Megapixeln schon – das Objektiv.

Digitalfotos entwickeln – Fotos bearbeiten?

Bei Digitalkameras sind meistens schon Fotobearbeitungsprogramme dabei. Damit kann man Farben verbessern oder gar austauschen, die Helligkeit und den Kontrast so einstellen, dass auch noch schwache Bilder schön werden und vieles mehr. Wer das nicht will oder kann, der braucht es auch nicht, denn die Fotos werden in den Laboren, und übrigens auch von vielen Druckertreibern beim Ausdrucken, automatisch bearbeitet. Meistens verbessert das auch das Bild. Sollten Sie aber schon selbst das Foto so bearbeitet haben, wie sie es sich wünschen, dann müssen Sie das bei der Bestellung deutlich vermerken. Genauso sieht das mit dem Abschneideproblem aus. Sollte ein Digitalfoto vom Motiv vollständig ausgefüllt werden, so kann das auf dem Papier zu abgeschnittenen Armen oder Füßen führen. Der Grund: Wir fotografieren mit Digitalkameras im alten Fernsehformat 4:3, das passt schon rein rechnerisch mit dem klassischen 10*15 des Fotopapiers nicht zusammen. Wenn Sie vermerken, dass sie das ganze Digitalfoto mit jedem Pixel auf dem Papier haben wollen, dann müssen Sie sich allerdings auch auf weiße Ränder einstellen, die noch abgeschnitten werden müssen.

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