Datenschutz

Die Regeln des Datenschutz können schnell verletzt sein. Lesen Sie hier was genau unter Datenschutz zu verstehen, ist welche Anforderungen an Datenschutz gestellt werden und was Sie generell wissen sollten über Datenschutz.

Datenschutz – Allgemeines

Jeder Mensch hat ein Recht auf die Wahrung seiner Persönlichkeitsrechte. Doch je moderner das Leben wird, desto öfter ist er gezwungen, seine persönlichen Daten preiszugeben, um hieran teilhaben zu können. Angefangen von staatlichen Behörden wie das Einwohnermeldeamt, das Finanzamt oder das Standesamt über die Bekanntgabe seiner Kontodaten für ein Lastschriftverfahren bis zur Nutzung der neuen Medien, die ebenfalls die Preisgabe persönlicher Daten erfordern, bevor man auf diese zugreifen kann – in fast allen Lebensbereichen sind irgendwo irgendwelche Daten von jedem Menschen hinterlegt. Ist dies nicht der Fall, so gibt es den Menschen behördlich nicht.
Je älter und aktiver der Mensch wird, desto größer wird auch die Datenflut, welche über ihn existiert. Hier wäre es für Inhaber der Datenbanken einfach, diese zu verkaufen und unrechtmäßig beispielsweise für Marketingaktionen oder gar kriminelle Machenschaften zu missbrauchen. Doch jeder Mensch hat das Recht dazu selbst zu bestimmen, was mit seinen Daten passiert. Der Gesetzgeber hat dies ebenfalls festgehalten und im Bundesdatenschutzgesetz, dem BDSG, ausdrücklich geregelt.

Datenschutz – Personenbezogene Daten

Das BDSG hat den Schutz der personenbezogenen Daten zur Grundlage. Diese Daten sind individuelle Einzelangaben über natürliche Personen, also Privatpersonen, die Auskunft über ihre persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse geben und die eine Identifizierung mit dem Datengeber ermöglichen. Hierzu zählen unter anderem das Geburtsdatum, der Name, der Arbeitgeber, die Vermögensverhältnisse oder auch Fotos, Arbeitszeugnisse, Urlaubsplanungen usw. Auch wenn Daten ohne direkten Namensbezug abgespeichert werden, können diese unter Umständen zu den personenbezogenen Daten gehören. Dies besonders dann, wenn durch die dortigen Daten eine Identifizierung der Person ohne Probleme möglich ist. Das können beispielsweise Personalnummern oder Zugangscodes sein.
Die personenbezogenen Daten dürfen ausschließlich für den Zweck benutzt und gespeichert werden, für den sie ursprünglich erhoben wurden. Gibt es keinen zwingenden Grund mehr, die Daten weiterhin zu speichern – dies kann beispielsweise durch eine Kündigung eines Arbeitsverhältnisses bedingt sein oder nach der Ermittlung der Gewinner bei einem Gewinnspiel – sind diese unverzüglich zu löschen.
Eine Weiterverbreitung oder zweckfremde Nutzung der Daten bedürfen der unbedingten vorherigen Genehmigung des Betroffenen.

Datenschutz – Recht der Betroffenen

Jeder, dessen Daten an einem Ort gespeichert oder hinterlegt wurden, hat ein Recht auf Auskunft. Es muss ihm jederzeit Bericht darüber gegeben werden, welche Daten von ihm aufbewahrt werden. Auch über den Rechtsgrund der Aufbewahrung sowie über die Herkunft und Verwendung der Daten sind ihm laut BDSG Auskunft zu erteilen.

Datenschutz – Pflichten eines Unternehmens

Unternehmen werden vom Gesetz zum Schutz der Daten ihrer Mitarbeiter, Kunden und Interessenten besonders gefordert. Gerade bei sensiblen Daten wie beispielsweise Kontodaten und ähnlichem sind besondere Sicherheitsvorschriften zu beachten. So müssen diese nur einem speziellen Personenkreis zugänglich sein. Daten, die sich auf Computern oder anderen Speichermedien befinden, müssen durch Passwörter und besondere Benutzerkennungen zusätzlich geschützt werden. Auch muss sichergestellt sein, dass die Daten nicht an Dritte auf mündlichem, gedrucktem oder auch elektronischem Weg ohne weiteres weitergeleitet werden können. Die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, die Zugang zu diesen Daten haben, müssen gegen die Blicke unberechtigter Dritter abgeschirmt werden.

Datenschutz – Rechte bei Verletzung

Haben Sie den Verdacht oder auch die Gewissheit, dass Ihre Daten missbraucht werden, so können Sie sich unmittelbar an die Datenschutzaufsichtsbehörde wenden, deren Adresse Sie im Internet oder im Telefonbuch finden. Diese Behörde wird dann mit allem Nachdruck dieser Verletzung der Persönlichkeitsrechte nachgehen.

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