Barcode

Barcodes kennen Sie: die lustigen Zebrastrichlein auf wirklich allen Gütern des täglichen Gebrauchs. Welche Barcode-Arten es gibt, welche Informationen in den Strichen stecken und wie die Informationen aus Barcodes mit Lesegeräten in die Kasse im Supermarkt kommen, lesen Sie hier: das aktuelle-lexikon erklärt Barcodes.

Barcode – Begriffserklärung

Der Barcode ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wir finden auf fast allen Verpackungen nahezu aller Güter Barcodes in verschiedenen Ausprägungen. Ein Barcode ist ein Strichmuster, bestehend aus mehreren verschieden breiten Strichen. Dieses Muster ist eine maschinell lesbare Schrift, mit deren Hilfe eine große Anzahl an Informationen gespeichert werden können. Doch nicht nur die unterschiedlichen Strichstärken beinhalten Informationen, sondern auch die Größe der Strichabstände können eine bestimmte Bedeutung annehmen. Mit Hilfe spezieller Lesegeräte, den Scannern, können die Informationen aus den Strichmustern gelesen und von Computern verarbeitet werden.

Barcode – Typen

Die meisten Barcodes werden eindimensional aufgedruckt. Diese werden als 1-D Code (eindimensionaler Code) bezeichnet. Daraus wurden bereits in den 1980er Jahren die ersten 2-D Codes, zweidimensionale Codes aufgebracht. Relativ neu sind dreidimensionale Barcodes. Hier wird die Druckfarbe als dritte Dimension zur Speicherung von Daten eingesetzt.

Barcode – Eindimensionale Strichcodes

Code 39

Der Code 39 gehört zu den ältesten alphanumerischen Barcodes. Es gibt hier zwei Klassen: den Standard Code 39 und den erweiterten Code 39. Er beinhaltet einen kompletten Zeichensatz der Buchstaben A-Z sowie die Ziffern 0-9. Auch einige Sonderzeichen können allein durch Striche kodiert werden.

Beim erweiterten Code 39 ist ein vollständiger ASCII-Zeichensatz verfügbar. Jedes Zeichen wird aus 9 verschiedenen Elementen gebildet: fünf Strich- und vier Lückenformen. Allerdings leidet die verfügbare Informationsdichte unter dieser Erweiterung, da für ein Klarschriftzeichen zwei Zeichen benötigt werden.
Code 39 wird vor allem von der Automobil- und Pharmaindustrie verwendet. Die Drucktoleranz ist sehr groß wodurch leichter auf Untergründe verschiedenster Art klar aufgedruckt werden kann.

Code 32

Code 32 entspricht dem Code 39 nur mit der Ausnahme, dass hier Sonderzeichen wie die deutschen Umlaute nicht enthalten sind. Italienische Pharmaproduktverpackungen sind oftmals mit Code 32 gekennzeichnet.

Code 93

Bei linearen Strichcodes können mit der Barcodeklasse 93 und in alphanumerischer Codierung die höchsten Zeichendichten erreicht werden. Code 93 wird in Europa eher selten eingesetzt.

Code 128

Die Barcodeform Code 128, wird voraussichtlich Code 39 ablösen. Dieser Code hat den Vorteil, große Informationsdichten darstellen zu können. Mit Code 128 können alle Zeichen zwischen den ASCII-Werten 0 und 128 verwendet werden. Eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Symbolen für verschiedene Zeichen wird durch eineSignatur am Anfang der Barcodelinie erreicht.

Code 2/5 Industrial

Dieser Code besteht ausschließlich aus Strichen. Die Lücken beinhalten keine Informationen. Er gehört zu den numerischen Codes und kann die Zahlen 0-9 darstellen. Er besteht aus zwei breiten und drei schmalen Strichen.

Code 2/5 Interleaved

Es gleicht dem Code 2/5 Industrial mit der wesentlichen Ausnahme, dass auch in den Lücken Informationen kodiert sind. Wie bei den Strichen werden auch hier zwei breite und drei schmale Lücken unterschieden.

Bei allen verwendeten Codes finden Sie außerdem noch eine kleine Zeile unter dem Strichcode, in dem die Informationen aus Strichen und Lücken erneut im Klartext ausgedruckt wurden. So ist es möglich, die Zeichen manuell in einen Computer oder ein Kassensystem am POS (Point of Sale) einzugeben, wenn der Barcode leicht beschädigt ist und vom Scanner nicht mehr vollständig automatisiert erfasst werden kann. So können Kassenkräfte im Supermarkt einfach die unten am Barcode befindliche Zahlenfolge in Klarschrift in die Tastatur der Kasse eingeben und diese liest dann die Informationen aus dem Code 1224564385 als „eine große Dose Erbsensuppe“ und fügt aus dem Warenwirtschaftssystem automatisch den Preis eines Gebindes „1,23 EUR“ hinzu.

Barcode – Anbringung

Die Barcodes auf Verpackung werden oftmals nicht an nur einer Position der Ware sondern mehrmals aufgedruckt. Die Barcodes können sich waaggerecht und gleichzeitig senkrecht auf dieser befinden. Diese Anordnung macht es möglich, dass der Barcode von einem Scanner, an dem die Verpackung vorbeigeführt wird, den Barcode auch dann einlesen kann, ohne dass das Produkt in eine einzige Leseposition zum Scanner gedreht werden muss.

Barcode – Lesegeräte

Die Barcodes werden mit unterschiedlichen Lesegeräten identifiziert. Dies können kleine Handscanner sein, die direkt mit einem Computer oder Kassensystem verbunden sind. Handscanner werden entweder per Knopfdruck aktiviert oder sie sind ständig aktiv und lesen automatisch bei Kontakt mit einer Barcodezeile aus. Dies kann den Nachteil haben, dass Barcodes unter Umständen zwei Mal kurz hintereinander eingelesen werden und ein Storno dieser Doppelbuchung notwendig wird.
Lesestifte können Barcodes von beliebiger Länge lesen. Beliebig lange Barcodes sind beim Einsatz von Handscannern nicht möglich, da diese baulicherseits auf die physischen Abmessungen der Laserdioden begrenzt sind.
Ferner kennen Sie sicher aus Supermärkten fest in die Kassen und Förderbänder eingebaute Laserscanner, die nahezu vollautomatisch die vorbeitransportierten Waren scannen..

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