Die beiden Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller haben intensiv in Weimar gewirkt. Noch heute begegnet man ihren Spuren auf Schritt und Tritt:
Spätestens seit dem verheerenden Brand im Jahr 2004 war die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in aller Munde. Unvorstellbar wertvolle Bücher wurden zerstört oder beschädigt. Die Restaurierung der Bücher wird einige Jahre in Anspruch nehmen. Herzog Wilhelm Ernst gründete die berühmte Bibliothek im Jahre 1691. Johann Wolfgang von Goethe leitete die Institution 35 Jahre lang und verlieh ihr durch seine Arbeit eine enorme Bedeutung.
Bereits 1791 gründete Herzog Carl August das Weimarer Hoftheater, das am jetzigen Standort des Nationaltheaters im damaligen Komödienhaus etabliert wurde. Auch das Hoftheater wurde von Goethe geleitet, der hier dem Schauspiel zu großem Ansehen verhalf. 1825 brannte das Hoftheater ab, wurde aber wieder errichtet. 1908 wurde, nachdem dieses Theater den Ansprüchen nicht mehr genügte, wiederum neu gebaut. Die Fassade dieses Hauses erfreut noch heute die Besucher.
Das großartige Stadtschloss wurde erst 1913 fertig. Zwar dankte die deutsche Monarchie nur fünf Jahre später ab, doch beeindruckend ist das Schloss noch immer. Nicht zuletzt wegen der Kunstwerke von Cranach und Dürer, die hier zu besichtigen sind. Das Lustschloss Belvedere ist älter. Dort vergnügte sich einst Herzog Ernst August. Heute sind im Schloss Belvedere wunderschönes Porzellan, zarte Fayencen und herrliche Möbel ausgestellt.
Schloss Ettersburg war für einige Jahre der Sommersitz von Anna Amalia. Sie gab dem Park ein neues Gesicht. Nischen, Naturtheater, Skulpturen und Steinbänke machten den Park zu einem Refugium ganz eigener Art. In den Innenräumen gab es zu ihrer Zeit auch einen Theatersaal. Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gottfried Herder und Christoph Martin Wieland zählten zu den illustren Gästen auf Schloss Ettersburg.
Ganz in der Nähe des Schlosses, etwa 10 Kilometer nördlich von Weimar, wurde währen der Zeit des Nationalsozialismus ein trauriges Kapitel deutscher Geschichte geschrieben. Von 1937 bis 1945 lag auf dem Ettersberg das Konzentrationslager Buchenwald. Hier wurden 50.000 Menschen unter den schrecklichsten Bedingungen ermordet. Heute erinnert die Gedenkstätte an diese Gräueltaten und klärt die Besucher über die Zeit des Schreckens auf.