Professionelle Warensicherung ist wichtig, denn spätestens die Inventur bringt es zu Tage: Ladendiebstahl ist zu verbreitet, als dass man die Augen vor den Folgen verschließen könnte. Doch es gibt eine Reihe von Systemen der Warensicherung, mit denen man sein Hab und Gut vor unerlaubtem Zugriff schützen kann:
Eine sehr traditionelle Art der Warensicherung ist es, die Waren einfach wegzuschließen. Bei sehr teuren und beratungsintensiven Produkten werden die Kunden diese Art der Warensicherung auch sicherlich akzeptieren, doch bei weniger teuren Produkten des täglichen Bedarfs wird solch eine Warensicherung die Kunden möglicherweise nachhaltig abschrecken.
Eine pragmatische Methode der Warensicherung ist die Leinensicherung. Diese Warensicherung ermöglicht es dem Kunden, die Waren in die Hand zu nehmen oder aus- beziehungsweise anzuprobieren. Trotzdem wirkt diese Warensicherung zuverlässig, denn die Waren werden meistens nicht nur angeleint, sondern über Kabelverbindungen zusätzlich überwacht.
Diese Methode der Warensicherung ist besonders für sehr hochwertige Textilien geeignet, wie etwa Leder- und Pelzkleidung. Auch kleinere elektronische Artikel wie MP3-Player oder Handys werden so sinnvoll gesichert. Besonders interessant ist dieses Vorgehen der Warensicherung für Geräte, die über eine Scartbuchse verfügen, denn es gibt spezielle Scartkabel, mit denen hier die Warensicherung vorgenommen werden kann.
Die Warensicherung durch eine indirekte Überwachung der Kunden mit Hilfe von Spiegeln oder Kameras ist ebenfalls üblich. Spiegel über den Kassen, mit denen das Kassenpersonal in die Warenkörbe schauen kann, sind eine weit verbreitete Warensicherung, allerdings sind sie sehr auffällig. Eine dezentere Form der Warensicherung sind kleine Kameras, die über zentrale Monitore überwacht werden.
Computerspiele, CDs und DVDs benötigen eine besonders gründliche Warensicherung, denn Sie sind flach und daher leicht unter Kleidungsstücken zu verstecken. Sie werden zur Warensicherung in speziellen Hüllen verpackt, aus denen sie von den Kunden nicht entfernt werden können.
Es gibt verschiedene Systeme der Warensicherung, die aus zwei Sensoren oder Antennen bestehen, zwischen denen der Kunde hindurchgehen muss, wenn er das Geschäft verlässt. Diese Warensicherung reagiert auf speziell ausgerüstete Etiketten oder so genannte Tags oder Hartetiketten, die an der Ware angebracht werden. Diese Kennzeichnungen müssen an der Kasse entfernt oder deaktiviert werden, sonst wird am Ausgang ein Warnsignal ausgelöst. Mit dieser Art der Warensicherung lassen sich sogar Flaschen schützen: Es gibt spezielle Anhänger, die am Flaschenhals befestigt werden können.
Dieses System der Warensicherung basiert darauf, dass ein mit Tinte gefülltes Etikette an der Ware angebracht wird, dessen Inhalt bei unsachgemäßer Entfernung die Ware färbt und nicht mehr zu entfernen ist. Bei Tintensicherungssystemen wirkt die Warensicherung entweder vorbeugend, was voraussetzt, dass der Kunde über das System informiert ist. Oder aber nachdem die Ware aus dem Geschäft entfernt wurde – wenn nämlich der Kunde zu Hause das Etikette entfernt und die Tinte die Ware zerstört. Das nützt dem Händler dann aber leider nichts mehr.
Sichtbare Elemente der Warensicherung können den Vorteil haben, dass sie weniger hart gesottene Ladendiebe abschrecken. Das Argument, das eine sichtbare Warensicherung unter Umständen auch leichter umgangen werden kann, lässt sich aber auch nicht gänzlich von der Hand weisen. Es macht daher Sinn, die sichtbare Warensicherung mit einem versteckten System zu ergänzen.