Wenn Sie den Führerschein für eine begrenzte Zeit entzogen bekommen haben, kann die Fahrerlaubnisbehörde von Ihnen verlangen, dass Sie ein Gutachten über Ihre Fahrtauglichkeit vorlegen. Dieses Gutachten wird im Rahmen einer MPU, einer medizinisch psychologischen Untersuchung erstellt. Wichtig ist aber zu wissen, dass die Fahrerlaubnisbehörde Sie nur bitten bzw. auffordern kann, ein entsprechendes Gutachten vorzulegen. Zwingen kann sie Sie hierzu nicht. Sie können sich also ohne rechtliche Konsequenzen durchaus weigern, an einer MPU teilzunehmen. Da die Fahrerlaubnisbehörde aber das Gutachten als meinungsbildendes Detail bei ihrer Entscheidung darüber hinzuzieht, ob Sie den Führerschein wieder bekommen oder nicht, wird das Fehlen eines solchen Gutachtens trotz Aufforderung zur Vorlage wohl eher negativ gewertet werden und hieraus die entsprechenden und nahe liegenden Schlüsse gezogen.
Die Vorbereitung auf die MPU sollte so intensiv und praxisnah wie möglich erfolgen. Ein Nachlesen von bestimmten Fragestellungen und den hierauf empfohlenen Antworten reicht in der Regel zur Vorbereitung kaum aus, da die MPU in der Regel auf den jeweiligen zu untersuchenden Betroffenen zugeschnitten wird. Als Grundlage für die Fragestellungen, die in dem anschließend zu erstellenden Gutachten beantwortet werden sollen, dient vor allem der Betroffene selbst und der Grund, warum ihm der Führerschein entzogen wurde. So werden natürlich die Hauptaugenmerke bei Alkohol- oder Drogendelikten auf den jetzigen Konsum der Drogen gelegt. Vor allem aber auch auf die Einstellung, die der Betroffene mittlerweile den Drogen gegenüber hat. Bei der Vorbereitung zur MPU sollten Sie genau auf diese Fragestellungen eingespielt werden. Auch sollten Sie hier auf Fragen gefasst sein, die sich mit Ihrer familiären und finanziellen Situation beschäftigen. Auch hierauf sollten Sie bei der Vorbereitung der MPU einstellen.
Zur weiteren Vorbereitung zur MPU zählt auch eine vorweggenommene medizinische Untersuchung. Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, die beispielsweise die Blut- oder die Urinwerte beeinträchtigen, sollten Sie sich hier bereits zur Vorbereitung ein Attest Ihres behandelnden Arztes besorgen, der hier gleich von vorne herein etwaige negative Bewertungen ausschließen kann.
Auf dem Markt tummeln sich zahlreiche Anbieter, die Ihnen mehr oder weniger seriöse Angebote zur Vorbereitung auf Ihre MPU unterbreiten. Achten Sie hier genau auf die Inhalte und die Versprechen, die Ihnen diese Anbieter unterbreiten. Eine 100-prozentige Erfolgsgarantie kann Ihnen niemand geben. Gespräche mit Psychologen, praktische Tests sowie Leistungsüberprüfungen sollten bei der Vorbereitung zur MPU auf jeden Fall mit angeboten werden.